Musiktheater 1

Miah Persson | Michel van der Aa

van der Aa

So, 13.08.16.00 UhrNr. 17303

KKL Luzern, Luzerner Saal

Karten kaufen

Preise (CHF)

CHF 50


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

|

 
     

    13.

    Aug

    Sonntag
    16.00

    KKL Luzern, Luzerner Saal

    Musiktheater 1

    Miah Persson | Michel van der Aa

    Michel van der Aa
    Blank Out. Kammeroper für Sopran und 3D-Film
    Schweizer Erstaufführung

    Eine Koproduktion der Niederländischen Nationaloper Amsterdam mit LUCERNE FESTIVAL und dem Teatro dell’Opera di Roma

    Mit der 3D-Brille in die Oper! Der Niederländer Michel van der Aa ist nicht nur Komponist, er ist auch Filmemacher und Regisseur. Und er verbindet seine verschiedenen künstlerischen Identitäten als virtuoser Gesamtkunstwerker. Zum Beispiel in seiner Multimedia-Kammeroper Blank Out, die im Frühjahr 2016 in Amsterdam Premiere feierte und nun, als Schweizer Erstaufführung, van der Aas Luzerner Werkschau als «composer-in-residence» eröffnet. Eine einzige Sängerin, die Sopranistin Miah Persson, agiert hier auf der Bühne. Ihr Gegenüber, der Bariton Roderick Williams, ist lediglich virtuell anwesend: in einem 3D-Film, der vorproduziertes Material mit live aufgenommenen Video-Sequenzen verschmilzt. Was Realität ist und was Fiktion, das wird immer schwieriger auseinanderzuhalten in dieser tragischen Geschichte einer Mutter-Sohn-Beziehung, die auf dem Lebensweg und auf Texten der südafrikanischen Schriftstellerin Ingrid Jonker basiert. Ein grosser Wurf, der Emotionalität mit Hightech verbindet.

    Teilen (Datenschutz)

    Miah Persson

    Die schwedische Sopranistin Miah Persson studierte Rechts- und Sozialwissenschaften, ehe sie an der Operahögskolan in Stockholm ihre Stimme ausbilden liess. 1998 feierte sie als Susanna in Le nozze di Figaro ihren Bühneneinstand und wurde bald darauf in das Ensemble der Königlich Schwedischen Nationaloper aufgenommen. Ihr Debut auf dem europäischen Kontinent erfolgte im Jahr 2000 als Scarlattis Griselda an der Deutschen Staatsoper Berlin; Auftritte beim Festival von Aix-en-Provence, bei den Festwochen der Alten Musik in Innsbruck, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, am Pariser Palais Garnier, am Théâtre des Champs-Elysées und an der Wiener Staatsoper schlossen sich an. Im Sommer 2003 war Miah Persson als Solistin in Gustav Mahlers Vierter Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern erstmals bei den Salzburger Festspielen zu Gast, wo sie seither auch als Sophie im Rosenkavalier und als Sifare in Mozarts Mitridate zu erleben war. Weitere wichtige Stationen bildeten Engagements am Londoner Covent Garden, an der San Francisco Opera, der Bayerischen Staatsoper und der New Yorker Metropolitan Opera. Eng verbunden ist sie auch dem Glyndebourne Festival, das sie für Partien wie Fiordiligi (Così fan tutte), Anne Trulove (The Rake’s Progress) und, im Sommer 2011, Donna Elvira (Don Giovanni) verpflichtete. Das Repertoire der gefragten Konzertinterpretin Miah Persson erstreckt sich von Bach über Mozart bis zu Britten; dabei arbeitet sie mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Pierre Boulez, John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Antonio Pappano und Esa-Pekka Salonen zusammen. Ihre Platteneinspielungen umfassen u. a. ein Rezital mit Mozart-Arien, Händels Rinaldo unter René Jacobs und Haydns Jahreszeiten mit Ivor Bolton.

    8. Mai 2011


     

    Michel van der Aa

    Der Komponist und Regisseur Michel van der Aa, «composer-in-residence» beim Luzerner Sommer-Festival 2017, wurde 1970 im niederländischen Oss (Nord-Brabant) geboren. Am Königlichen Konservatorium von Den Haag liess er sich zunächst zum Toningenieur ausbilden, anschliessend studierte er Komposition bei Diderik Wagenaar, Gilius van Bergeijk und Louis Andriessen. 2002 ging er an die New Yorker Filmakademie, wo er das Fach Regie belegte; ausserdem absolvierte er 2007 am Director’s Lab des Lincoln Center Theater einen Spezialkurs in Bühnenregie. Für Aufsehen sorgte van der Aa vor allem mit seinen Musiktheaterwerken: 2002 entstand die Kammeroper One, die Barbara Hannigan zur Uraufführung brachte, 2005/06 folgte After Life, 2008 das Pessoa-Projekt The Book of Disquiet. Seine jüngsten Bühnenproduktionen waren Sunken Garden (2011–13) auf ein Textbuch von David Mitchell und Blank Out (2015) nach Ingrid Jonker. Für die Cellistin Sol Gabetta schuf Michel van der Aa das intermediale Cellokonzert Up-Close (2010), für die Geigerin Janine Jansen ein Violinkonzert (2014). Eine enge Verbindung unterhält er zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdem, das ihn für sechs Jahre, von 2011 bis 2017, als «Hauskomponisten» verpflichtete. Van der Aas Werke werden von renommierten Ensembles wie der musikFabrik, dem Ensemble intercontemporain, dem Ensemble Modern, dem Freiburger Barockorchester, dem BBC Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra oder dem ASKO|Schoenberg Ensemble aufgeführt. Sie waren bei den Donaueschinger Musiktagen und der Biennale von Venedig, beim Festival d’Automne in Paris und beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu hören. Michel van der Aa wurde mit dem Gaudeamus-, dem Hindemith- und dem Kagel-Preis ausgezeichnet. 2013 wurde ihm der Grawemeyer Award, 2015 der Johannes Vermeer Award verliehen.

    Mai 2017

    Weitere Termine
    None