Rezital 4 − Klavier

Maurizio Pollini

Brahms | Nono | Beethoven

So, 08.09.11.00 UhrNr. 19345

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten ab Mo, 25. März 2019 | 12.00 (UTC + 1)


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    André Richard  Klangregie (Nono)
    Johannes Brahms (1833–1897)
    Drei Intermezzi op. 117
    Luigi Nono (1924–1990)
    … sofferte onde serene … für Klavier und Tonband
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate B-Dur op. 106 Hammerklaviersonate

    Als Konzertpianist, erklärt Maurizio Pollini, müsse man immer wieder dieselben Stücke spielen. Seine Konsequenz daraus? «Deshalb zog ich es vor, nur Musik anzupacken, von der ich sicher war, dass sie mich nie langweilen würde.» Das Programm, das Pollini für dieses Rezital zusammengestellt  hat, bietet dafür ein Paradebeispiel. Mit seinen mittlerweile 77 Jahren kann sich der italienische Grandseigneur der Tastenkunst besser denn je in die Seele des späten Johannes Brahms hineinversetzen, der seine letzten Klavierwerke als Monologe eines Einsamen am Instrument anstimmte. Beethoven wiederum hat Pollini sein Leben lang begleitet: Mit der Hammerklaviersonate erklimmt er den gefürchteten Mount Everest unter den 32 Beethoven-Sonaten. Pollini wäre jedoch nicht Pollini, hätte er sich nicht auch leidenschaftlich für die zeitgenössische Musik eingesetzt. Deshalb spielt er Nonos … sofferte onde serene … für Klavier und Tonband, das die Erfahrung von Trauer reflektiert. Dabei arbeitet Nono mit dem Schwingen und Ausklingen von Tönen oder Akkorden – und greift damit auch die Glockenklänge seiner Heimatstadt Venedig auf, die über die Lagune hallen.

    Maurizio Pollini

    Maurizio Pollini, der im vergangenen Januar seinen 75. Geburtstag feierte, stammt aus Mailand. Seine pianistische Ausbildung erhielt er bei Carlo Lonati und Carlo Vidusso. Schon 1952 gab er sein erstes öffentliches Konzert und krönte seine frühe Karriere 1960 mit einem Sieg beim Chopin-Wettbewerb in Warschau. Danach setzte er sein Studium indes noch fort und nahm weiteren Unterricht bei Arturo Benedetti Michelangeli und Arthur Rubinstein. Aus dieser Zeit datiert auch seine Freundschaft mit Claudio Abbado und Luigi Nono, die zu einer intensiven Beschäftigung mit der zeitgenössischen Musik führte. Seit Mitte der sechziger Jahre ist Pollini als Solist in allen bedeutenden Musikzentren der Welt aufgetreten, mit einem Repertoire, das von Bach bis Boulez reicht, und hat mit den prominentesten Dirigenten unserer Zeit zusammengearbeitet. 1995 stellte er das «Progetto Pollini» vor, eine Serie von Konzerten mit Musik vom Mittelalter bis zur Moderne unter seiner künstlerischen Leitung, die er zunächst bei den Salzburger Festspielen und in den folgenden Jahren weltweit präsentierte. LUCERNE FESTIVAL berief ihn 2004 zum «artiste étoile» und betraute ihn 2011/12 mit dem Zyklus der «Pollini Perspectives», der Beethoven mit zeitgenössischen Werken koppelte. Für seine Einspielungen erhielt Pollini zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen «Grammy» für seine Aufnahme der Chopinschen Nocturnes. Seine jüngste CD, die Chopins Spätwerk gewidmet ist, erschien Anfang 2017. Der Filmemacher Bruno Monsaingeon würdigte ihn mit der Dokumentation Maurizio Pollini – von Meisterhand, die 2014 veröffentlicht wurde. Maurizio Pollini ist Träger des Siemens-Musikpreises, des Rubinstein-Preises, des «Premio Arturo Benedetti Michelangeli» und des japanischen «Praemium Imperiale». 2012 wurde ihm der «Royal Philharmonic Society Award» verliehen, 2013 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universidad Complutense in Madrid.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. August 1976 mit drei Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven (opp. 28, 57 und 106). 

    Juli 2017

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