Mariinsky Orchestra 2

Mariinsky Orchestra | Valery Gergiev

Borodin | Rimsky-Korsakow | Tschaikowsky

So, 29.08. | 18.30 Uhr | Nr. 211321

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 290 190 130 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Valery Gergiev  Dirigent
    Alexander Borodin (1833–1887)
    Sinfonie Nr. 2 h-Moll op. 5
    Nikolai Rimsky-Korsakow (1844–1908)
    Suite aus der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan op. 57
    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 17 Kleinrussische

    Der erste, Alexander Borodin, lehrte als Professor für organische Chemie an der medizinisch-chirurgischen Akademie in St. Petersburg. Der zweite, Nikolai Rimsky-Korsakow, kreuzte als Marineoffizier auf einem Kriegsschiff durch die Weltmeere. Und der dritte, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, arbeitete als Jurist im russischen Justizministerium. Zu unvergänglichem Ruhm gelangten sie aber allesamt in einem anderen Metier, mit ihren Kompositionen: Musikalische Karrieren können ganz schön verrückt sein! Valery Gergiev und sein Mariinsky Orchestra unternehmen bei ihrem zweiten Luzerner Auftritt einen Streifzug durch die Gründerjahre der russischen Sinfonik und präsentieren dabei Werke, die nicht alle Tage auf dem Programm stehen. Wie Borodins Zweite Sinfonie, die mit ihrer unwiderstehlichen Mischung aus sehnsuchtsvollem Melos, berührender Melancholie und tänzerischem Schwung ein echtes Hörvergnügen bietet. Ohrwurmqualitäten besitzt auch Tschaikowskys Kleinrussische mit ihren zahlreichen Volksliedzitaten – sie klingt schon bei der ersten Begegnung so vertraut, als würde man sie seit Ewigkeiten kennen.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Mariinsky Orchestra

    Das Mariinsky Orchestra wurde 1783 in St. Petersburg, während der Regentschaft Katharinas der Grossen, als Hofkapelle ge-gründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte es unter der Leitung Eduard Nápravníks einen grossen Aufschwung. Seine ausserordentliche Qualität zog Musiker aus aller Welt an, darunter Komponisten wie Berlioz, Wagner, Tschaikowsky, Mahler und Rachmaninow oder Pultstars wie Hans von Bülow und Arthur Nikisch. Viele Meilensteine des Repertoires wurden vom Mariinsky Orchestra uraufgeführt, so etwa Opern und Ballette von Glinka, Tschaikowsky, Mussorgsky, Rimsky-Korsakow, Schostakowitsch und Chatschaturjan. 1935, zu Sowjetzeiten, wurde der Klangkörper (und mit ihm sein Stammhaus, das Mariinsky-Theater) in Kirow-Orchester (bzw. Kirow-Theater) umbenannt, nach einem ermordeten Leningrader Sekretär der KPdSU. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die ursprünglichen Namen reaktiviert. Vladimir Dranishnikov, Ariy Pazovsky, Evgeny Mravinsky, Konstantin Simeonov und Yuri Temirkanov zählten zu den Dirigenten, die das Mariinsky Orchestra im 20. Jahrhundert entscheidend prägten. Seit 1988 wird es von Valery Gergiev geleitet, der das Repertoire wesentlich erweiterte und auch zuvor ignorierte Komponist*innen wie Strawinsky, Messiaen, Dutilleux, Henze, Schtschedrin, Gubaidulina oder Kancheli zu Gehör brachte; vor allem aber führt Gergiev seine Musiker*innen regelmässig zu Auftritten in aller Welt: zu den wichtigsten Festivals und in die grossen Musikmetropolen. Seit 2009 veröffentlicht das Orchester seine CDs auf dem eigenen Plattenlabel «Mariinsky».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 2000 unter der Leitung von Valery Gergiev, mit Werken von Bartók, Skrjabin und Mussorgsky/Ravel.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Valery Gergiev

    Der 1953 in Moskau geborene Valery Gergiev studierte am Leningrader Konservatorium bei Ilja Musin und gelangte 1977 als Preisträger des Karajan-Wettbewerbs in Berlin zu internationaler Bekanntheit. Im Jahr darauf begann seine Zusammenarbeit mit der Kirow-Oper, dem heutigen Mariinsky-Theater, wo er mit Prokofjews Krieg und Frieden debutierte. 1988 wurde Gergiev dort zum Künstlerischen Leiter, 1996 zum Generaldirektor berufen; verbunden mit diesem Amt ist auch die Intendanz der Festivals «Stars of the White Nights» und «New Horizons». Mit dem Mariinsky-Ensemble gastierte er u. a. in Japan, China, Israel, den USA und vielen europäischen Musikzentren. 2006 konnte er in St. Petersburg einen neuen Konzertsaal einweihen, der eigens für das Mariinsky Orchestra errichtet wurde, 2013 folgte die Eröffnung eines zweiten, neuen Opernhauses. Schon 1994 hatte Valery Gergiev seinen Einstand an der New Yorker Metropolitan Opera gefeiert, die ihn von 1997 bis 2008 als Ersten Gastdirigenten verpflichtete. Parallel dazu stand er von 1995 bis 2007 an der Spitze des Rotterdam Philharmonic Orchestra, und von 2007 bis 2015 bekleidete er die Chefposition beim London Symphony Orchestra. Seit 2015 amtiert Valery Gergiev als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, mit denen er u. a. eine 2020 veröffentlichte Gesamtaufnahme der Bruckner-Sinfonien einspielte. Als Gast leitete er die Sinfonieorchester von Boston, Chicago und San Francisco, das Cleveland und das Philadelphia Orchestra, die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Royal Concertgebouworkest. Mit Wagners Tannhäuser gab er 2019 seinen Einstand bei den Bayreuther Festspielen. Gergiev ist Vorsitzender des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs und Leiter des Moskauer Osterfestivals. In seinem Heimatland wurden ihm der Schostakowitsch-Preis und der Titel «Russischer Volkskünstler» verliehen. Seit 2003 ist er UNESCO Artist for Peace, 2006 erhielt er den Polar Music Prize und den Karajan-Musikpreis.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 1999 mit Rotterdams Philharmonisch Orkest und Werken von Kancheli und Beethoven.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Konzerteinführung | 17.30 | KKL Luzern, Auditorium
    mit Susanne Stähr