Sinfoniekonzert 12

Mariinsky Orchestra | Valery Gergiev | Behzod Abduraimov

Schtschedrin | Rachmaninow | Tschaikowsky

Fr, 30.08.19.30 UhrNr. 19330

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 12

    Mariinsky Orchestra | Valery Gergiev | Behzod Abduraimov

    Valery Gergiev  Dirigent
    Rodion Schtschedrin (*1932)
    Konzert für Orchester Nr. 1 Freche Orchesterscherze
    Sergej Rachmaninow (1873–1943)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

    Ohne Dr. Nikolai Dahl würde es «Rach 2» nicht geben, Rachmaninows legendäres Zweites Klavierkonzert. Dahl nämlich kannte die Macht des Unterbewussten und setzte den Komponisten, der gerade an einer Schaffensblockade litt, unter Hypnose: «Sie werden Ihr Konzert zu schreiben beginnen … Sie werden mit spielerischer Leichtigkeit arbeiten …» Und tatsächlich: Binnen eines Jahres konnte Rachmaninow das Werk vollenden. Mit seinen schwelgerischen Melodien und den Anklängen an orthodoxe Kirchenlieder oder russische Volksweisen geriet es zu einem Welterfolg – und zu einem Schlachtross für alle Tastenvirtuosen. Der 1990 geborene Usbeke Behzod Abduraimov, der vor zwei Jahren bei Valery Gergievs Prokofjew-Marathon in Luzern debutierte, wird mit Fingerfertigkeit und Pranke demonstrieren, warum er zu den Besten seiner Zunft zählt. Anschliessend dirigiert Gergiev den Tschaikowsky-Klassiker schlechthin, die Pathétique, die mit seelenvollem Melos, euphorischen Aufschwüngen und bodenlosen Abstürzen alles bietet, was die russische Musik auszeichnet. Auch wenn der tragische Held am Ende sein Schicksal doch nicht bezwingen kann.

    Mariinsky Orchestra

    Das Mariinsky Orchestra zählt zu den ältesten Klangkörpern Russlands: Es wurde 1783 in St. Petersburg, während der Regentschaft Katharinas der Grossen, als Hofkapelle gegründet. Im der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Orchester wesentlich von Eduard Nápravník geprägt, der von 1863 bis 1914 regelmässig am Pult stand und viele Jahre auch die Sinfoniekonzerte der Kaiserlich-Russischen Musikgesellschaft leitete. Die ausserordentliche Qualität des Ensembles zog Musiker aus aller Welt an und namentlich Komponisten wie Hector Berlioz, Richard Wagner, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Gustav Mahler und Sergej Rachmaninow oder Pultstars wie Hans von Bülow und Arthur Nikisch. Viele Meilensteine des Repertoires wurden vom Mariinsky Orchestra uraufgeführt, darunter Opern und Ballette von Glinka, Tschaikowsky, Mussorgsky, Rimsky-Korsakow, Schostakowitsch und Chatschaturjan. 1935, zu Sowjetzeiten, wurde der Klangkörper (und mit ihm sein Stammhaus, das Mariinsky-Theater) in Kirow-Orchester bzw. Kirow-Theater umbenannt, nach einem ermordeten Leningrader Sekretär der KPdSU. Erst nach dem Zusammenbruch der So-wjetunion wurden die ursprünglichen Namen reaktiviert. Vladimir Dranishnikov, Ariy Pazovsky, Evgeny Mravinsky, Konstantin Simeonov und Yuri Temirkanov zählten zu den Dirigenten, die das Mariinsky Orchestra im 20. Jahrhundert entscheidend prägten. Seit 1988 wird das Orchester von Valery Gergiev geleitet, der das Repertoire wesentlich erweiterte und auch zuvor ignorierte Komponisten wie Strawinsky, Messiaen, Dutilleux, Henze, Schtschedrin, Gubaidulina oder Kancheli zu Gehör brachte; vor allem aber führt er seine Musikerinnen und Musiker regelmässig zu Auftritten in aller Welt: bei den wichtigsten Festivals und in die grossen Musikmetropolen. Seit 2009 veröffentlicht das Orchester seine CDs auf dem eigenen Plattenlabel «Mariinsky».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 2000 unter der Leitung von Valery Gergiev, mit Werken von Bartók, Skrjabin und Mussorgsky/Ravel.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Valery Gergiev

    Valery Gergiev, der 1953 in Moskau geboren wurde und im Kaukasus aufwuchs, studierte am Leningrader Konservatorium bei Ilja Musin und eröffnete seine Karriere 1977 als Preisträger des Karajan-Wettbewerbs in Berlin. Im Jahr darauf begann seine Zusammenarbeit mit der Kirow-Oper, dem heutigen Mariinsky-Theater, wo er mit Prokofjews Krieg und Frieden debutierte. 1988 wurde Gergiev dort zum Künstlerischen Leiter, 1996 zum Generaldirektor berufen; verbunden mit diesem Amt ist auch die Intendanz der Festivals «Stars of the White Nights» und «New Horizons». Mit dem Mariinsky-Ensemble gastierte er u. a. in Japan, China, Israel, den USA und vielen europäischen Musikzentren. 2006 konnte er in St. Petersburg einen neuen Konzertsaal einweihen, der eigens für das Mariinsky Orchestra errichtet wurde, 2013 folgte die Er-öffnung eines zweiten, neuen Opernhauses. Schon 1994 hatte Valery Gergiev seinen Einstand an der New Yorker Metropolitan Opera gefeiert, die ihn von 1997 bis 2008 als Ersten Gastdirigenten verpflichtete. Parallel dazu stand er von 1995 bis 2007 an der Spitze des Rotterdam Philharmonic Orchestra, und von 2007 bis 2015 leitete er das London Symphony Orchestra. Seit 2015 amtiert Valery Gergiev als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Als Gast dirigierte er die Sinfonieorchester von Boston, Chicago und San Francisco, das Cleveland und das Philadelphia Orchestra, die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Mit Wagners Tannhäuser gab er 2019 seinen Einstand bei den Bayreuther Festspielen. Gergiev ist Vorsitzender des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs und Leiter des Moskauer Osterfestivals. In seinem Heimatland wurden ihm der Schostakowitsch-Preis und der Titel «Russischer Volkskünstler» verliehen; 2006 erhielt er den «Polar Music Prize» und den Karajan-Musikpreis.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 1999 mit Rotterdams Philharmonisch Orkest und Werken von Kancheli und Beethoven.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Behzod Abduraimov

    Der 1990 im usbekischen Taschkent geborene Behzod Abduraimov begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel und wurde zunächst von Tamara Popovich an der Staatlichen Uspensky-Musikakademie in seiner Heimatstadt ausgebildet. 2007 wechselte er an die Park University in Kansas City, wo er sein Studium am International Center for Music bei Stanislav Ioudenitch abschloss. 2009 gewann Abduraimov mit seinem Vortrag von Prokofjews Drittem Klavierkonzert die «London International Piano Competition», 2010 ging er als Sieger aus dem Kissinger Klavierolymp hervor. Seither konzertierte er bereits mit vielen international renommierten Orchestern, darunter das Los Angeles Philharmonic, das London Symphony Orchestra, die Münchner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Philharmonia Orchestra sowie das Oslo Philharmonic, und arbeitete mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Valery Gergiev, Manfred Honeck, Jakub Hrůša, Vladimir Jurowski und Yuri Temirkanov zusammen. Gustavo Dudamel lud ihn im Sommer 2018 für eine Aufführung von Rachmaninows Zweitem Klavierkonzert in der Hollywood Bowl ein. In der Saison 2018/19 gastierte Bezhod Abduraimov beim Leipziger Gewandhausorchester, beim Pittsburgh Symphony Orchestra und bei den St. Petersburger Philharmonikern; er gab seinen Einstand beim Orchestre de Paris und führte Werke von Mozart und Beethoven mit dem English Chamber Orchestra auf, das er selbst leitete. Mit Rezitalen war Abduraimov u. a. in Köln, Chicago, Baden-Baden, Moskau, Vancouver und New York zu erleben. Für seine Debut-CD mit Werken von Saint-Saëns, Prokofjew und Liszt, die 2012 erschien, wurde er mit dem «Choc de Classica» ausgezeichnet und als «Diapason Découverte» geehrt. Zuletzt veröffentlichte er Klavierkonzerte von Prokofjew und Tschaikowsky mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI unter Juraj Valčuha.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 2. September 2017 mit Prokofjews Erstem und Drittem Klavierkonzert und dem Mariingsky Orchester geleitet von Valery Gergiev.

    Juli 2019

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