Mahler Chamber Orchestra

Mahler Chamber Orchestra | Yuja Wang | Roberto González-Monjas

Rebel | Bach | Strawinsky | Janáček | Haydn

Do, 26.08. | 19.30 Uhr | Nr. 211317

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 170 120 90 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Mahler Chamber Orchestra

    Mahler Chamber Orchestra | Yuja Wang | Roberto González-Monjas

    Yuja Wang  Klavier
    Jean-Féry Rebel (1666–1747)
    Chaos aus Les éléments
    Johann Sebastian Bach (1685–1750)
    Konzert für Klavier und Orchester f-Moll BWV 1056
    Igor Strawinsky (1882–1971)
    Oktett für Blasinstrumente
    Leoš Janáček (1854–1928)
    Capriccio für Klavier (linke Hand) und Blasinstrumente
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie f-Moll Hob. I:49 La Passione

    Das soll Barockmusik sein? Wenn das Mahler Chamber Orchestra das Chaos aus Jean-Féry Rebels Ballettsuite Les élémens anstimmt, könnte man eher glauben, bei einer verschärften Variante von Igor Strawinskys Le Sacre du printemps gelandet zu sein, so radikal, perkussiv und dissonant hebt das Werk an. Keine Frage: Bei der Suche nach dem verrücktesten Stück des Sommers ist dieser Rebel(l) ein ganz heisser Kandidat. Und schlägt Strawinsky, der sich hier nicht als junger Wilder, sondern als Neoklassizist präsentiert, in puncto Modernität um Längen. La passione wird Joseph Haydns f-Moll-Sinfonie genannt: Ihre Ausdruckswut ist hemmungslos, ihre Einfälle sind bizarr und provokant. Und dann kommt auch noch «artiste étoile» Yuja Wang zum Zuge: Zunächst interpretiert sie Johann Sebastian Bachs unvergleichliches f-Moll-Konzert, das tänzerische Ausgelassenheit mit kontrapunktischer Meisterschaft und transzendentaler Entrückung vereint. Danach aber widmet sie sich dem späten Leoš Janáček, einem «alten Wilden»: mit seinem launenhaften Capriccio für das linkshändige Klavierspiel.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Mahler Chamber Orchestra

    Als selbstbestimmtes, frei finanziertes und international besetztes Orchester tiefgreifende Musikerlebnisse zu schaffen — diese Vision bildet das Fundament des 1997 gegründeten Mahler Chamber Orchestra (MCO). Die Musiker*innen arbeiten als «nomadisches Kollektiv», das sich in Europa und weltweit zu Tourneen und Projekten trifft. Der Kern des Orchesters besteht aus 45 Mitgliedern, die aus 20 verschiedenen Ländern stammen. Das MCO ist in steter Bewegung: Bis heute konzertierte es in über 40 Ländern auf fünf Kontinenten. Der charakteristische Klang des Orchesters ist durch die kammermusikalische Haltung des Aufeinanderhörens inspiriert. Sein Repertoire spannt sich von der Wiener Klassik und der frühen Romantik bis zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen. Das MCO erhielt seine künstlerische Prägung durch seinen Gründungsmentor Claudio Abbado und seinen Conductor Laureate Daniel Harding. Es arbeitet eng mit einem Netzwerk von «Artistic Partners» zusammen, die das Orchester in langfristigen Kooperationen beflügeln und formen. Aktuell gehören dazu die Pianist*innen Mitsuko Uchida und Leif Ove Andsnes sowie der Geiger Pekka Kuusisto. Mit «Artistic Advisor» Daniele Gatti gelangen grössere sinfonische Werke zur Aufführung. Das MCO ist Stammgast bei Lucerne Festival, wo die Musiker*innen auch im Lucerne Festival Orchestra mitwirken. Es hat zahlreiche CDs vorgelegt, die mit Preisen wie dem Grammy und dem Diapason d’or bedacht wurden. Mit einer wachsenden Zahl von Projekten vermittelt das MCO weltweit Musik und fördert gemeinsames Lernen sowie Kreativität auch jenseits des tradierten Konzertformats.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 1999 mit Werken von Mozart und Beethoven unter der Leitung von Kurt Masur.

    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mahlerchamber.com

    Juli 2021

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    Yuja Wang

    Als «artiste étoile» prägt Yuja Wang den Luzerner Festspielsommer 2021. Die 1987 in Peking geborene Pianistin begann ihre Klavierausbildung im Alter von sechs Jahren. Sie studierte zunächst am Zentralen Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt, ging dann als 14-Jährige nach Kanada an das Mount Royal College in Calgary und ein Jahr später zu Gary Graffman an das Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo sie 2008 ihr Konzertdiplom erhielt. Schon 2003 konnte Yuja Wang beim Tonhalle-Orchester Zürich debutieren. Danach schlossen sich Auftritte in den USA an: beim Boston, Chicago und San Francisco Symphony, beim New York und Los Angeles Philharmonic sowie beim Philadelphia Orchestra. In Europa wiederum arbeitete Yuja Wang mit den Berliner Philharmonikern und der Staatskapelle Berlin, mit dem Royal Concertgebouworkest, dem Orchestre de Paris, der Filarmonica della Scala oder den St. Petersburger Philharmonikern zusammen. Im Frühsommer 2021 interpretierte sie mit dem London Symphony Orchestra und Michael Tilson Thomas Rachmaninows Zweites Klavierkonzert sowie Strauss’ Burleske mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons. Mozarts d-Moll-Konzert interpretierte sie im Juli mit Sir John Eliot Gardiner und dem Mariss Jansons Festival Orchestra beim Riga Jurmala Music Festival sowie anschliessend auf einer Tournee mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet Yuja Wang mit dem Geiger Leonidas Kavakos; auf CD haben die beiden die Brahms-Sonaten herausgebracht. Zuletzt, im Frühling 2020, veröffentlichte sie John Adams’ neues Klavierkonzert Must the Devil Have All the Good Tunes?, das sie ein Jahr zuvor mit dem Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel aus der Taufe gehoben hatte. Das Magazin Musical America wählte Yuja Wang zur «Künstlerin des Jahres» 2017.

    Debut bei Lucerne Festival im August 2009 mit Prokofjews Drittem Klavierkonzert, begleitet vom Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado.

    Juli 2021

     


     

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    Roberto González-Monjas

    Der Geiger und Dirigent Roberto González-Monjas, der 1988 im spanischen Valladolid geboren wurde, studierte bei Igor Ozim an der Salzburger Universität Mozarteum und bei David Takeno an der Londoner Guildhall School of Music and Drama. Er war Konzertmeister beim Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und beim Musikkollegium Winterthur, das ihn mit Beginn der Saison 2021/22 als Chefdirigenten verpflichtet hat. Ausserdem leitet er das schwedische Kammerorchester Dalasinfoniettan und arbeitet mit Klangkörpern wie dem Mozarteumorchester und der Camerata Salzburg, dem Lahti Symphony Orchestra, dem Belgian National Orchestra, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, dem Or-questa Sinfónica de Galicia oder dem Malaysian Philharmonic Orchestra zusammen. Als Geiger interpretiert Roberto González-Monjas ein breites Repertoire, das sich vom Barock bis zur Gegenwart erstreckt. Regelmässig tritt er mit den Berliner Barock Solisten auf, so in der aktuellen Spielzeit als Solist in Bachs Brandenburgischen Konzerten. Zu seinen musikalischen Partner*innen zählen überdies die Geigerin Lisa Batiashvili, die Sänger Ian Bostridge und Thomas Quasthoff sowie Kit Armstrong, Alexander Lonquich, Fazıl Say, Sir András Schiff, Daniil Trifonov und Yuja Wang am Klavier. Gemeinsam mit dem Dirigenten Alejandro Posada gründete er 2015 die Non-Profit-Organisation Iberacademy, die sich die nachhaltige Förderung der musikalischen Ausbildung in Lateinamerika zum Ziel gesetzt hat. Auf CD veröffentlichte Roberto González-Monjas, der als Professor für Violine an der Londoner Guildhall School unterrichtet, u. a. Bachs Brandenburgische Konzerte mit den Berliner Barock Solisten und Reinhard Goebel sowie Serenaden von Mozart und Schoeck mit dem Musikkollegium Winterthur. Er spielt auf der «Filius Andreae»-Violine von Giuseppe Guarneri aus dem Jahr 1710, deren Ankauf fünf Winterthurer Familien ermöglichten und die ihm durch die Rychenberg-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.

    Debut bei Lucerne Festival am 18. März 2018 mit dem Iberacademy Orchestra und Werken von Mozart und Beethoven.

    Juli 2021

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