Sinfoniekonzert 12

Mahler Chamber Orchestra | Sir George Benjamin | Pierre-Laurent Aimard

Purcell | Ravel | Benjamin | Mozart

Fr, 28.08. | 19.30 Uhr | Nr. 20330

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten kaufen

Preise (CHF)

CHF 170 150 110 90 60 30


Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert, Informationen hier



Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

14.08.-13.09. 2020

 

|

 
     

    Sinfoniekonzert 12

    Mahler Chamber Orchestra | Sir George Benjamin | Pierre-Laurent Aimard

    Henry Purcell (1659–1695)
    Fantasias Nr. VII und XIII 
    Bearbeitung für Streichorchester von Walter Goehr
    Maurice Ravel (1875–1937)
    Konzert für Klavier und Orchester G-Dur
    George Benjamin (*1960)
    Neues Werk
    Auftragswerk des Mahler Chamber Orchestra, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung, und von BBC Radio 3

    Schweizer Erstaufführung

    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Sinfonie g-Moll KV 550

    Komponist zu sein und Dirigent – dazu in beiden Disziplinen gleichermassen erfolgreich: Wer denkt da nicht an Pierre Boulez? George Benjamin, der 2007 «composer-in-residence» bei LUCERNE FESTIVAL war und im vergangenen Sommer bei mehreren Konzerten auch am Pult mit der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY zusammenarbeitete, setzt Boulez’ Weg konsequent fort. Dennoch weiss er: «Dirigieren hat mit Komponieren viel weniger zu tun, als viele vielleicht denken. Natürlich gibt es Überschneidungen, die einem für das jeweils andere eine grosse Hilfe sein können. Ich lerne dazu, indem ich Werke, die ich liebe, studiere und dirigiere.» Wie sich das anhört, verrät Benjamins Konzert mit dem Mahler Chamber Orchestra, wenn er seine neueste Orchesterpartitur in ein Wechselspiel mit Fantasien des barocken «Orpheus Britannicus» Henry Purcell, mit Mozarts grosser g-Moll-Sinfonie und mit Maurice Ravels fetzigem G-Dur-Klavierkonzert setzt. Den Solopart interpretiert dabei der unvergleichliche Pierre-Laurent Aimard, der das Ravel-Konzert übrigens vor zehn Jahren noch mit Boulez einspielte. Wie die Wege sich kreuzen …

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Mahler Chamber Orchestra

    Das Mahler Chamber Orchestra (MCO) wurde 1997 von ehemaligen Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet. 45 Musikerinnen und Musiker aus 20 Nationen bilden heute den Kern des frei finanzierten Ensembles, das in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf fünf Kontinenten aufgetreten ist. Neben dem Mitinitiator Claudio Abbado war es Daniel Harding, der die Entwicklung des MCO nachhaltig geprägt hat; nach acht Jahren an der Spitze des Orchesters wurde er 2011 zum Conductor Laureate auf Lebenszeit ernannt. Heute arbeitet das Orchester mit einem Netzwerk von «Artistic Partners» zusammen, mit denen es gemeinsame Projekte über mehrere Spielzeiten hinweg realisiert. Zurzeit gehören dazu die Pianisten Leif Ove Andsnes und Mitsuko Uchida, der Geiger Pekka Kuusisto und der Dirigent Teodor Currentzis. Mitsuko Uchida präsentiert mit dem MCO Mozart-Klavierkonzerte bei Residenzen im Rahmen der Salzburger Mozartwoche, im Londoner Southbank Centre und in der New Yorker Carnegie Hall. Mit Andsnes führt das Orchester das Projekt Mozart Momentum 1785/86 durch, das um Mozarts Schaffen aus diesen beiden Jahren kreist. Pekka Kuusisto erkundet mit dem Ensemble neue Konzertformate, und im sinfonischen Repertoire wird die langjährige Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Daniele Gatti fortgesetzt. 2019 war das MCO bereits mit Daniel Harding beim australischen Adelaide Festival zu Gast. Als Residenzorchester beim Heidelberger Frühling brachte es mit Pablo Heras-Casado Musik von Manuel de Falla zu Gehör. Und mit Teodor Currentzis deutete es Brahms’ Ein deutsches Requiem bei Konzerten in Deutschland und Russland. Das Mahler Chamber Orchestra ist Stammgast bei LUCERNE FESTIVAL, wo die Musikerinnen und Musiker im LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA mitwirken. Für seine CDs wurde es mit Preisen wie dem «Grammy» und dem «Diapason d’or» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 1999 mit Werken von Mozart und Beethoven unter der Leitung von Kurt Masur.

    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mahlerchamber.com

    August 2019

    Weitere Termine

    Sir George Benjamin

    Sir George Benjamin, geboren 1960 in London, begann bereits als Siebenjähriger zu komponieren. 1974 nahm er in seiner Heimatstadt das reguläre Musikstudium auf, wechselte zwei Jahre später zu Olivier Messiaen und Yvonne Loriod nach Paris und beschloss seine Ausbildung von 1978 bis 1982 bei Alexander Goehr am King’s College in Cambridge. Die Orchesterwerke Ringed by the Flat Horizon, das 1980 bei den BBC Proms herauskam, und At First Light (1982) markierten Benjamins Durchbruch zu internationaler Bekanntheit. Pierre Boulez und das London Symphony Orchestra eröffneten 2002 mit der Uraufführung von Palimpsests eine ihm gewidmete Portraitreihe am Londoner Barbican Centre. 2006 präsentierte Benjamin beim Pariser Festival d’Automne sein erstes Musiktheater Into the Little Hill. 2012 folgte in Aix-en-Provence Written on Skin, für das er den International Opera Award erhielt; seine neueste Oper Lessons in Love and Violence kam 2018 am Londoner Royal Opera House heraus. Zyklische Aufführungen der Werke Benjamins, der 2008 als «composer-in-residence» bei LUCERNE FESTIVAL amtierte, fanden u. a. in San Francisco, Aldeburgh, Mailand, London, New York und in der Hamburger Elbphilharmonie statt. 2018/19 war er «composer-in-residence» bei den Berliner Philharmonikern. Sir George Benjamin ist auch als Dirigent erfolgreich und leitete u. a. die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Mahler Chamber Orchestra, die London Sinfonietta und das Ensemble Modern. Er lehrt als Professor für Komposition am Londoner King’s College und unterrichtet regelmässig in Tanglewood. Benjamin ist «Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres» und wurde 2017 von Queen Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben.

    Als Dirigent präsentierte sich George Benjamin erstmals im Sommer 2008 bei LUCERNE FESTIVAL – bei einem Konzert mit dem Ensemble Intercontemporain und bei Aufführungen seiner Oper Into the Little Hill.

    August 2019

    Weitere Termine

    Pierre-Laurent Aimard

    Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, der 1957 in Lyon geboren wurde, studierte am Pariser Conservatoire bei Yvonne Loriod und bei Maria Curcio in London. Ausserdem nahm er an den Analyseseminaren von Pierre Boulez am Pariser IRCAM teil und besuchte Kurse von György Kurtág in Budapest. 1973 gewann er den Messiaen-Preis in Royan und gilt seither als berufener Interpret der Werke dieses Komponisten. Als Boulez 1976 das Ensemble intercontemporain gründete, ernannte er Aimard zum Solopianisten. Viele bedeutende Kompositionen hat Aimard seither uraufgeführt, darunter die Répons von Boulez, mehrere Etüden György Ligetis oder Harrison Birtwistles Klavierkonzert Responses. Daneben interpretierte er als Solist und Kammermusiker stets auch das «traditionelle» Repertoire, das er in klug durchdachten Programmen mit ungewöhnlicher Dramaturgie aufführt. Als «artiste étoile» stand Aimard 2007 im Zentrum von LUCERNE FESTIVAL; «in residence» war er auch bei den Berliner Philharmonikern, im Wiener Konzerthaus, an der New Yorker Carnegie Hall, in der Cité de la Musique Paris, an der Alten Oper Frankfurt, beim Tanglewood Festival und im Londoner Southbank Centre. Von 2009 bis 2016 amtierte er als Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals. In der vergangenen Saison war Aimard mit Rezitalen in Tokio, Peking, Moskau, St. Petersburg, New York, Paris, Wien sowie im Berliner Pierre Boulez Saal zu Gast und unternahm eine Europa-Tournee mit dem Gustav Mahler Jugendorchester. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2017 der Ernst von Siemens Musikpreis; für seine Aufnahme von Bachs Kunst der Fuge wurden ihm der «Diapason d’or» und der «Choc du Monde de la Musique» verliehen. Zuletzt erschien im Frühjahr seine Gesamteinspielung von Messiaens Catalogue d’oiseaux. Aimard lehrt als Professor an der Musikhochschule Köln.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1979 mit den Oiseaux exotiques von Messiaen; Miltiades Caridis dirigierte das Schweizerische Festspielorchester.

    Deutschen Grammophon Gesellschaft.

    Juli 2018

    Weitere Termine
    None
    Themensponsor