Sinfoniekonzert 9

Mahler Chamber Orchestra | Jakub Hrůša | Emmanuel Pahud

Mendelssohn | Mozart | Schumann

Di, 27.08.19.30 UhrNr. 19326

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 170 150 110 90 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 9

    Mahler Chamber Orchestra | Jakub Hrůša | Emmanuel Pahud

    Jakub Hrůša  Dirigent
    Felix Mendelssohn (1809–1847)
    Die Hebriden oder Die Fingalshöhle. Konzertouvertüre op. 26
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Flötenkonzert G-Dur KV 313 (285c)
    Robert Schumann (1810–1856)
    Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

    Mitte der 1840er Jahre lasteten die düsteren Mächte der Seele schwer auf Robert Schumann: Er zweifelte an sich selbst, wurde von Halluzinationen oder neurotischen Ängsten geplagt und litt auch darunter, im Schatten seiner Ehefrau Clara, der gefeierten Pianistin, zu stehen. Aus der Krise befreien konnte er sich durch die Komposition seiner Zweiten Sinfonie, einem Werk «aus dunkler Zeit», das am Ende zu einem glücklichen Schluss findet. Wie man innere Widerstände überwindet und der Macht des Unwillens trotzt, das zeigte auch Wolfgang Amadé Mozart mit seinen Konzerten für die Flöte, einem Instrument, das er nicht leiden konnte. Doch gerade dem G-Dur-Konzert KV 313 hört man diese Abneigung in keinem Takt an – und schon gar nicht, wenn es von einem Meister seines Fachs wie dem Schweizer Emmanuel Pahud, dem Soloflötisten der Berliner Philharmoniker, gespielt wird. Am Pult des Mahler Chamber Orchestra debutiert der Tscheche Jakub Hrůša beim Festival, Schüler von Jiří Bĕlohlávek und Chef der Bamberger Symphoniker, der weltweit für Furore sorgt und als einer der besten Dirigenten der jungen Generation gefeiert wird.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Gastronomisches Angebot des KKL beim Sommer-Festival 2019

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

     

    Mahler Chamber Orchestra

    Das Mahler Chamber Orchestra (MCO) wurde 1997 von ehemaligen Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet. 45 Musikerinnen und Musiker aus 20 Nationen bilden heute den Kern des frei finanzierten Ensembles, das in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf fünf Kontinenten aufgetreten ist. Neben dem Mitinitiator Claudio Abbado war es Daniel Harding, der die Entwicklung des MCO nachhaltig geprägt hat; nach acht Jahren an der Spitze des Orchesters wurde er 2011 zum Conductor Laureate auf Lebenszeit ernannt. Heute arbeitet das Orchester mit einem Netzwerk von «Artistic Partners» zusammen, mit denen es gemeinsame Projekte über mehrere Spielzeiten hinweg realisiert. Zurzeit gehören dazu die Pianisten Leif Ove Andsnes und Mitsuko Uchida, der Geiger Pekka Kuusisto und der Dirigent Teodor Currentzis. Mitsuko Uchida präsentiert mit dem MCO Mozart-Klavierkonzerte bei Residenzen im Rahmen der Salzburger Mozartwoche, im Londoner Southbank Centre und in der New Yorker Carnegie Hall. Mit Andsnes führt das Orchester das Projekt Mozart Momentum 1785/86 durch, das um Mozarts Schaffen aus diesen beiden Jahren kreist. Pekka Kuusisto erkundet mit dem Ensemble neue Konzertformate, und im sinfonischen Repertoire wird die langjährige Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Daniele Gatti fortgesetzt. 2019 war das MCO bereits mit Daniel Harding beim australischen Adelaide Festival zu Gast. Als Residenzorchester beim Heidelberger Frühling brachte es mit Pablo Heras-Casado Musik von Manuel de Falla zu Gehör. Und mit Teodor Currentzis deutete es Brahms’ Ein deutsches Requiem bei Konzerten in Deutschland und Russland. Das Mahler Chamber Orchestra ist Stammgast bei LUCERNE FESTIVAL, wo die Musikerinnen und Musiker im LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA mitwirken. Für seine CDs wurde es mit Preisen wie dem «Grammy» und dem «Diapason d’or» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 1999 mit Werken von Mozart und Beethoven unter der Leitung von Kurt Masur.

    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mahlerchamber.com

    August 2019

    Weitere Termine

    Jakub Hrůša

    Jakub Hrůša, geboren 1981 im tschechischen Brno, studierte Dirigieren u. a. bei Jiří Bělohlávek an der Akademie der musischen Künste in Prag. Seine Karriere begann er 2005 beim Prague Philharmonia, das er von 2008 bis 2015 als Chefdirigent leitete. Im Operngenre machte er zunächst bei Glyndebourne on Tour auf sich aufmerksam, wo er drei Jahre lang, von 2010 bis 2013, das Amt des Musikdirektors innehatte; dies führte bald zu Einladungen an die Wiener Staatsoper (mit Janáčeks Die Sache Makropulos), die Opéra national de Paris (mit Dvořáks Rusalka), die Oper Frankfurt (mit Puccinis Il trittico) und ans Royal Opera House nach London (mit Bizets Carmen). Seit 2016 steht Hrůša an der Spitze der Bamberger Symphoniker, die seinen Vertrag nach nur zwei Jahren schon bis 2026 verlängerten. Als Principal Guest Conductor war er von 2010 bis 2018 dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra verbunden; gegenwärtig nimmt er die Position des Ersten Gastdirigenten beim Philharmonia Orchestra in London und bei der Tschechischen Philharmonie ein. In den vergangenen Spielzeiten stellte sich Jakub Hrůša am Pult vieler internationaler Spitzenorchester vor, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Leipziger Gewandhausorchester, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Cleveland Orchestra, das New York Philharmonic, das San Francisco und das Chicago Symphony Orchestra. 2018/19 debutierte er bei den Berliner Philharmonikern, beim Orchestre de Paris und beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Auf CD erarbeitet er zurzeit mit den Bamberger Symphonikern einen vierteiligen Brahms-Dvořák-Zyklus. Jakub Hrůša ist Präsident des International Martinů Circle und der Dvořák Society. 2015 wurde er mit dem erstmals verliehenen «Sir Charles Mackerras Prize» ausgezeichnet.

    August 2019

    Weitere Termine

    Emmanuel Pahud

    Als Sechsjähriger erhielt der 1970 in Genf geborene Emmanuel Pahud seinen ersten Flötenunterricht. Später studierte er bei Michel Debost am Pariser Conservatoire und bei Aurèle Nicolet in Basel. Durch Erste Preise bei den Internationalen Wettbewerben von Duino (1988), Kobe (1989) und Genf (1992) gelangte Pahud in Fachkreisen schon früh zu Bekanntheit. Im Alter von 22 Jahren wurde er als Soloflötist zu den Berliner Philharmonikern berufen, denen er bis heute angehört. Daneben entwickelte sich seine Karriere als international gefragter Solist und Kammermusiker. Emmanuel Pahud arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Giovanni Antonini, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Yannick Nézet-Séguin und Sir Simon Rattle zusammen. Bei Rezitalen tritt er regelmässig mit den Pianisten Eric Le Sage, Alessio Bax, Yefim Bronfman und Stephen Kovacevich auf; darüber hinaus bildet er gemeinsam mit François Leleux, Paul Meyer, Gilbert Audin und Radovan Vlatković das Ensemble Les Vents Français. Pahuds Repertoire erstreckt sich vom Barock bis zur Gegenwart und schliesst auch Ausflüge zum Jazz mit ein. Komponisten wie Elliott Carter, Marc-André Dalbavie, Toshio Hosokawa, Michael Jarrell, Philippe Manoury und Matthias Pintscher haben neue Werke für ihn geschaffen. Seine Diskographie umfasst rund dreissig CDs, für die er allein siebenmal mit dem «Echo Klassik», aber auch bei den «Victoires de la musique», mit dem «Diapason d’or» und dem japanischen «Record Academy Award» ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien im Herbst 2018 eine Einspielung mit Carl Philipp Emanuel Bachs Flötenkonzerten, die er mit der Kammerakademie Potsdam unter Trevor Pinnock aufgenommen hat. Emmanuel Pahud ist «Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres» und Ehrenmitglied der Londoner Royal Academy of Music.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 27. August 1989 mit Vivaldis Flötenkonzert La notte, begleitet von den Festival Strings Lucerne unter Rudolf Baumgartner; in den letzten Sommern war er regelmässig mit den Berliner Philharmonikern hier zu Gast.

    August 2019

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