Mahler Chamber Orchestra

Mahler Chamber Orchestra | Isabelle Faust | Antoine Tamestit | Matthew Truscott

Bologne, Chevalier de Saint-Georges | Mozart

So, 28.08. | 11.00 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal

Karten ab 29.3. | 12 Uhr

Preise (CHF)

CHF 170 150 110 90 60 30


Sommer-Festival

09.08.-11.09. 2022

 

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    Mahler Chamber Orchestra

    Mahler Chamber Orchestra | Isabelle Faust | Antoine Tamestit | Matthew Truscott

    Matthew Truscott  Konzertmeister und musikalische Leitung
    Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges (1745–1799)
    Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 11 Nr. 2
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Sinfonia concertante Es-Dur 364 (320d)
    Sinfonie C-Dur KV 425 Linzer

    Mahler Chamber Orchestra

    Als selbstbestimmtes, frei finanziertes und international besetztes Orchester tiefgreifende Musikerlebnisse zu schaffen — diese Vision bildet das Fundament des 1997 gegründeten Mahler Chamber Orchestra (MCO). Die Musiker*innen arbeiten als «nomadisches Kollektiv», das sich in Europa und weltweit zu Tourneen und Projekten trifft. Der Kern des Orchesters besteht aus 45 Mitgliedern, die aus 20 verschiedenen Ländern stammen. Das MCO ist in steter Bewegung: Bis heute konzertierte es in über 40 Ländern auf fünf Kontinenten. Der charakteristische Klang des Orchesters ist durch die kammermusikalische Haltung des Aufeinanderhörens inspiriert. Sein Repertoire spannt sich von der Wiener Klassik und der frühen Romantik bis zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen. Das MCO erhielt seine künstlerische Prägung durch seinen Gründungsmentor Claudio Abbado und seinen Conductor Laureate Daniel Harding. Es arbeitet eng mit einem Netzwerk von «Artistic Partners» zusammen, die das Orchester in langfristigen Kooperationen beflügeln und formen. Aktuell gehören dazu die Pianist*innen Mitsuko Uchida und Leif Ove Andsnes sowie der Geiger Pekka Kuusisto. Mit «Artistic Advisor» Daniele Gatti gelangen grössere sinfonische Werke zur Aufführung. Das MCO ist Stammgast bei Lucerne Festival, wo die Musiker*innen auch im Lucerne Festival Orchestra mitwirken. Es hat zahlreiche CDs vorgelegt, die mit Preisen wie dem Grammy und dem Diapason d’or bedacht wurden. Mit einer wachsenden Zahl von Projekten vermittelt das MCO weltweit Musik und fördert gemeinsames Lernen sowie Kreativität auch jenseits des tradierten Konzertformats.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 1999 mit Werken von Mozart und Beethoven unter der Leitung von Kurt Masur.

    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mahlerchamber.com

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Isabelle Faust

    Die Geigerin Isabelle Faust wurde 1972 in Baden-Württemberg geboren. Bereits im Alter von elf Jahren gründete sie ein Streichquartett und gewann 1987 den Leopold-Mozart-Wettbewerb. Mit Christoph Poppen suchte sie sich einen Lehrer, für den die Kammermusik ebenfalls ein zentraler Bestandteil der musikalischen Arbeit ist. Nach ihrem Sieg beim Paganini-Wettbewerb im Jahr 1993 ging sie nach Frankreich, studierte intensiv die Werke Faurés und Debussys und machte mit Einspielungen der Sonaten von Bartók, Szymanowski und Janáček von sich reden. Isabelle Faust interpretiert ein Repertoire, das vom Frühbarock und Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten wie György Ligeti, Helmut Lachenmann oder Jörg Widmann reicht. Ein besonderes Anliegen ist es ihr dabei, jedes Werk aus seiner Entstehungssituation heraus zu betrachten: durch das Studium von Originalquellen und die Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis. Isabelle Faust, die 2015 den Luzerner Festspielsommer als «artiste étoile» prägte, arbeitet regelmässig mit den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Freiburger Barockorchester zusammen. Dabei trat sie mit Dirigenten wie Giovanni Antonini, Frans Brüggen, Bernard Haitink, Daniel Harding, Philippe Herreweghe und Mariss Jansons auf. Vor allem aber konzertierte Isabelle Faust regelmässig mit Claudio Abbado, mit dem sie auch die Violinkonzerte von Beethoven und Berg einspielte und dafür mit dem «Diapason d’Or», dem «Echo Klassik» und dem «Gramophone Award» ausgezeichnet wurde. Mit ihrem Duopartner, dem Pianisten Alexander Melnikov, nahm sie sämtliche Beethoven- und Brahms-Sonaten auf; zuletzt erschien eine Schumann-Edition, u. a. mit dem Violinkonzert und den Klaviertrios. Isabelle Faust musiziert auf der «Dornröschen»-Stradivari aus dem Jahr 1704. 

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 12. September 2009 mit Michael Jarrells … Paysages avec Figures absentes … (Nachlese IV) und dem Ensemble Contrechamps unter Stefan Asbury.

    August 2016

    Antoine Tamestit

    Der französische Bratschist Antoine Tamestit, Jahrgang 1979, wurde von Jean Sulem am Pariser Conservatoire, von Jesse Levine an der Yale University und von Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» in Berlin ausgebildet. Seine Karriere begann mit vier renommierten Auszeichnungen: 2000/01 gewann er den «Concours Maurice Vieux» in Paris und die «William Primrose Competition» in Chicago, 2003 dann die «Young Concert Artists Auditions» in New York, und 2004 siegte er beim ARD-Musikwettbewerb, wo ihm auch der Publikumspreis und zwei Sonderpreise zuteil wurden. Die «Victoires de la Musique» ehrten Tamestit 2007 als «Révélation instrumentale de l’Année», und 2008 wurde ihm schliesslich der hochdotierte «Credit Suisse Young Artist Award» verliehen, der auch einen Auftritt mit den Wiener Philharmonikern bei LUCERNE FESTIVAL umfasste. Antoine Tamestit, dessen Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart reicht, konzertierte als Solist mit dem DSO Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem BBC Philharmonic und dem Orchestre de Paris. 2009/10 war er «artist-in-residence» am Berliner Konzerthaus. Im Bereich der Kammermusik arbeitet Antoine Tamestit mit Gidon Kremer, Daishin Kashimoto, Emmanuel Pahud, Mischa Maisky, Jean-Guihen Queyras, Renaud und Gautier Capuçon sowie Natalia Gutman zusammen; mit Frank Peter Zimmerman und Christian Poltéra bildet er ein Streichtrio. Sein fester Duopartner ist der deutsche Pianist Markus Hadulla, mit dem er in Amsterdam, Wien, London, Athen, Brüssel und Paris zu Gast war – und im New York Lincoln Center, wo er als erster Bratschist in der Geschichte des renommierten Hauses ein Rezital gestaltete. Antoine Tamestit spielt ein Instrument von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1672.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL in einem Kammerkonzert am 12. August 2006 mit Werken von Brahms und Mendelssohn.

    August 2011

    Matthew Truscott