Sinfoniekonzert 11

Mahler Chamber Orchestra | François-Xavier Roth | Sol Gabetta

Bartók | Martinů | Bizet | Haydn

Di, 28.08.19.30 UhrNr. 18319

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 11

    Mahler Chamber Orchestra | François-Xavier Roth | Sol Gabetta

    Sol Gabetta  Violoncello
    Béla Bartók (1881–1945)
    Divertimento für Streichorchester Sz 113 
    Bohuslav Martinů (1890–1959)
    Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 H 196
    Georges Bizet (1838–1875)
    Jeux d’enfants. Petite suite d’orchestre
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie g-Moll Hob. I:83 La Poule

    «Ich habe mir vorgenommen, Martinůs Erstes Cellokonzert beim Publikum durchzusetzen», erklärt Sol Gabetta – und liefert gleich die Begründung mit: «Dieses Konzert ist sowohl in seinem musikalischen Gehalt als auch cellistisch einfach grossartig. Der Orchestersatz ist opulent, die an böhmische Volksmelodien angelehnten Themen sind überaus reizvoll, und vor allem finde ich die rhythmischen Strukturen sehr interessant.» Natürlich darf Martinů nicht ehlen, wenn Gabetta als «artiste étoile» fürs Luzerner Festspielpublikum aufspielt. Volksmusikalische Momente, allerdings ungarischen Ursprungs, erklingen mit Bartóks Divertimento auch gleich am Anfang des Konzerts. Nach der Pause aber führen uns François-Xavier Roth und das Mahler Chamber Orchestra ins Reich der Kindheit: Bei Bizets Jeux d’enfants lassen sie Puppen auftreten und Brummkreisel rotieren, bevor sie zu einem rasanten Galopp ansetzen. Und mit Haydns Pariser Sinfonie La Poule kehren sie schliesslich auf einem Hühnerhof ein, mit gackernden und pickenden Tonrepetitionen der Oboe.

    Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
    Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Zum Live Streaming

    Radio SRF2 Kultur zeichnet das Konzert auf und sendet es am 8. November 2018, ab 20 Uhr in der Sendung «Im Konzertsaal».

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.


     

    Mahler Chamber Orchestra

    Das Mahler Chamber Orchestra (MCO) wurde 1997 von ehemaligen Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet. 45 Musikerinnen und Musiker aus 20 Nationen bilden heute den Kern des frei finanzierten Ensembles, das in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf allen fünf Kontinenten aufgetreten ist. Neben dem Mitinitiator Claudio Abbado war es Daniel Harding, der die Entwicklung des MCO nachhaltig geprägt hat; nach acht Jahren an der Spitze des Orchesters wurde er 2011 zum Conductor Laureate auf Lebenszeit ernannt. Seit 2016 ist Daniele Gatti dem Ensemble als «Artistic Advisor» eng verbunden; er brachte mit dem Orchester bereits einen Beethoven-Zyklus zur Aufführung und wird auch in den kommenden Jahren das grosse sinfonische Repertoire erarbeiten. Als «Artistic Partner» fungieren der Dirigent Teodor Currentzis, der Geiger Pekka Kuusisto und die Pianistin Mitsuko Uchida, die mit dem Ensemble über mehrere Spielzeiten hinweg Mozart-Klavierkonzerte interpretieren wird. Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre zählte die preisgekrönte Beethoven Journey mit Leif Ove Andsnes und sämtlichen Beethoven-Klavierkonzerten, die auch auf CD erschienen. Das Mahler Chamber Orchestra ist Stammgast bei LUCERNE FESTIVAL, wo zahlreiche Musikerinnen und Musiker im LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA mitwirken. 2018 eröffnete das Orchester eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Frühling und war «in-residence» beim kalifornischen Ojai Festival. Für die Weltpremiere von George Benjamins Oper Written on Skin in Aix-en-Provence wurde das Mahler Chamber Orchestra 2013 mit dem «International Opera Award» ausgezeichnet; im Sommer 2018 stellte es das Werk beim Holland Festival vor. Die CD-Einspielungen des MCO wurden mit Preisen wie dem «Grammy» und dem «Diapason d’or» bedacht. Für sein Branding erhielt es 2017 den «German Design Award».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 1999 mit Werken von Mozart und Beethoven unter der Leitung von Kurt Masur.

    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mahlerchamber.com

    Juli 2018

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    François-Xavier Roth

    Der französische Dirigent François-Xavier Roth, der 1971 als Sohn des Organisten Daniel Roth in Neuilly-sur-Seine geboren wurde, begann seine musikalische Laufbahn als Flötist. Mitte der neunziger Jahre entschied er sich für einen «Fachwechsel» und absolvierte die Dirigentenklasse von Janós Fürst am Pariser Conservatoire; darüber hinaus belegte er Kurse bei Jorma Panula. Nach ersten Erfahrungen als Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra, wo er
    mit Pierre Boulez und Sir Colin Davis zusammenarbeiten konnte, gründete François-Xavier Roth 2003 sein eigenes Ensemble Les Siècles, mit dem er Werke vom 17. Jahrhundert bis zur Gegen-
    wart erarbeitet, auf alten wie auf neuen Instrumenten. Zahlreiche CDs hat er mit dieser Formation vorgelegt und wurde dafür u. a. mit dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik», dem «Edison Award» sowie dem «Diapason d’or» ausgezeichnet und bei den «Victoires de la Musique» geehrt. Von 2011 bis 2016 stand Roth an der Spitze des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, seit 2015 amtiert er als Gürzenich-Kapellmeister und Generalmusikdirektor der Stadt Köln. Ausserdem ist er seit 2017 dem London Symphony Orchestra als Principal Guest Conductor verbunden, wo er sich mit einem Debussy-Zyklus vorstellte. Im Januar 2018 berief ihn die Pariser Philharmonie zum ersten «artiste associé» in der
    Geschichte des Hauses. Als Gast dirigierte François-Xavier Roth die Berliner Philharmoniker und die Staatskapelle Berlin, das Boston Symphony Orchestra und das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Zürcher Tonhalle-Orchester, das Orchestre Révolutionnaire et Romantique und das Orchestre de Paris. Zuletzt veröffentlichte er im Frühjahr 2018 auf dem Plattenmarkt Ravels Ma mère l’Oye und Le Tombeau de Couperin mit Les Siècles. Am französischen Nationalfeiertag 2017 wurde Roth zum «Chevalier de la Légion d’Honneur» ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 10. September 2013 mit Werke von Ligeti, Czernowin, Wyschnegradsky und Haas und dem SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg.

    Juli 2018

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    Sol Gabetta

    Sol Gabetta ist «artiste étoile» beim Sommer-Festival 2018, wo sie in drei Sinfoniekonzerten mit dem Mahler Chamber Orchestra, den Wiener Philharmonikern sowie dem London Philharmonic Orchestra zu erleben ist und ausserdem zwei Kammerkonzerte gestaltet. Die internationale Karriere der Cellistin, die 1981 als Tochter französisch-russischer Eltern im argentinischen Córdoba geboren wurde und ihr Studium bei Ivan Monighetti in Basel und bei David Geringas in Berlin absolvierte, ist ohnehin eng mit LUCERNE FESTIVAL verbunden. Als Gewinnerin des «Credit Suisse Young Artist Award» konnte sie hier 2004 ihr Debut mit den Wiener Philharmonikern feiern. Seither arbeitet sie mit Klangkörpern wie dem Orchestre national de France und dem Orchestre de Paris, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Los Angeles und dem London Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und dem Philharmonia Orchestra zusammen. 2014 gab Sol Gabetta ihren Einstand bei den Berliner Philharmonikern, als sie unter der Leitung von Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen Baden-Baden auftrat. Im Frühjahr 2018 konzertierte sie bei den Salzburger Osterfestspielen mit der Sächsischen Staatskapelle unter Christian Thielemann; dort erhielt sie auch den Karajan-Musikpreis. Kurz danach brachte sie das Schumann-Konzert mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel zur Aufführung. Sol Gabetta ist eine passionierte Kammermusikerin und veranstaltet in der Klosterkirche Olsberg seit 2006 ihr eigenes Festival «SOLsberg»; gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Bertrand Chamayou war sie 2018 in der New Yorker Carnegie Hall, im Pariser Théâtre des Champs-Elysées und in der Philharmonie Luxemburg zu hören. Bereits viermal erhielt sie für ihre CDs den «Echo Klassik». Sol Gabetta spielt auf einem vom Atelier Cels Paris zur Verfügung gestellten Violoncello von Matteo Goffriller (Venedig 1730).

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 29. August 2001 mit Werken von Penderecki, Schubert, Vasks und Tschaikowsky.

    Juli 2018

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