Sinfoniekonzert 12

Mahler Chamber Orchestra | François-Xavier Roth | Patricia Kopatchinskaja

Haydn | Bartók

Mi, 23.08.19.30 UhrNr. 17323

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 170 150 110 90 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    23.

    Aug

    Mittwoch
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 12

    Mahler Chamber Orchestra | François-Xavier Roth | Patricia Kopatchinskaja

    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie Es-Dur Hob. I:22 Der Philosoph
    Béla Bartók (1881–1945)
    Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112
    Tanz-Suite Sz 77
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie D-Dur Hob. I:96 The Miracle

    Der eine, Joseph Haydn, verbrachte die längste Zeit seines Komponistenlebens in Diensten eines magyarischen Magnatengeschlechts, der Fürstenfamilie Esterházy. Der andere, Béla Bartók, erforschte 150 Jahre später systematisch die urtümliche Bauernmusik seiner ungarischen Heimat und der gesamten Balkanregion. Beide haben sie Tanzweisen und Volksmelodien in ihre Werke integriert und ihrer Klangsprache damit eine ganz eigene Identität verliehen. Aber mehr noch: Beide haben diese folkloristischen Zutaten durch ihre gewitzte «Compositionswissenschaft», wie Haydn es nannte, mit der Formenwelt der klassischen Tradition verbunden. Der französische Dirigent François-Xavier Roth, der ein denkbar vielseitiges Repertoire vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik pflegt, wird mit dem Mahler Chamber Orchestra ein Doppelportrait dieser beiden «Brüder im Geiste» präsentieren. Und «artiste étoile» Patricia Kopatchinskaja, die in Moldawien selbst mit der Volksmusik Südosteuropas aufgewachsen ist, stellt sich als begnadete Bartók-Interpretin vor.

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    Mahler Chamber Orchestra

    Das Mahler Chamber Orchestra (MCO) wurde 1997 von ehemaligen Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet. 45 Musikerinnen und Musiker aus 20 Nationen bilden heute den Kern des frei finanzierten Ensembles, das pro Jahr etwa 180 Konzerte gibt und im Laufe seiner bald 20-jährigen Geschichte in 35 Ländern und auf fünf Kontinenten aufgetreten ist. Neben dem Mitinitiator Claudio Abbado war es Daniel Harding, der die Entwicklung des MCO nachhaltig geprägt hat; nach acht Jahren an der Spitze des Orchesters wurde er 2011 zum Conductor Laureate auf Lebenszeit ernannt. Seit 2016 ist Daniele Gatti dem Ensemble als «Artistic Advisor» eng verbunden und erarbeitet mit ihm einen Beethoven-Zyklus, der bis 2020, zum 250. Geburtstag des Komponisten, bei Tourneen präsentiert werden soll. Er folgt damit Leif Ove Andsnes, der mit dem Orchester zuvor sämtliche Beethoven-Klavierkonzerte aufgeführt und auf CD veröffentlicht hatte. Als «Artistic Partner» amtiert neben dem Dirigenten Teodor Currentzis und der Geigerin Isabelle Faust seit Januar 2016 auch die Pianistin Mitsuko Uchida, die mit dem Ensemble vor allem Mozart-Klavierkonzerte interpretieren wird, so auch bei einer Japan-Tournee im bevorstehenden Herbst. Seit 1998 tritt das MCO regelmässig im italienischen Ferrara auf, seit 2003 ist es Stammgast bei LUCERNE FESTIVAL, wo zahlreiche Musikerinnen und Musiker auch im LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA mitwirken. Für die Uraufführung von George Benjamins Oper Written on Skin in Aix-en-Provence wurde das Orchester 2013 mit dem «International Opera Award» ausgezeichnet wurde; im Frühjahr 2016 präsentierte es das Werk bei halbszenischen Aufführungen unter der Leitung des Komponisten in Dortmund, Köln, Barcelona, Madrid und London. Die CD-Einspielungen des MCO wurden mit Preisen wie dem «Grammy» und dem «Diapason d’Or» bedacht.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 1999 mit Werken von Mozart und Beethoven unter der Leitung von Kurt Masur.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.mahler-chamber.de

    Juni 2016

    Weitere Termine

    François-Xavier Roth

    Der französische Dirigent François-Xavier Roth, der 1971 in Neuilly-sur-Seine geboren wurde, begann seine musikalische Laufbahn als Flötist. Mitte der neunziger Jahre entschied er sich für einen «Fachwechsel» und absolvierte die Dirigentenklasse von Janós Fürst am Pariser Conservatoire; darüber hinaus belegte er Kurse bei Jorma Panula. Als Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra sammelte er praktische Erfahrungen im neuen Metier und leitete dort auch erste Konzerte; bis heute ist er diesem Orchester mit regelmässigen Auftritten verbunden. 2003 gründete François-Xavier Roth sein eigenes Ensemble Les Siècles, mit dem er Werke vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart erarbeitet, auf alten wie auf neuen Instrumenten. Eine erste CD mit Musik von Bizet und Chabrier, die er mit dem Ensemble vorlegte, wurde sogleich als «Diapason Découverte» ausgezeichnet. Im März 2009 debutierte er am Pult des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, als dessen Chefdirigent er seit 2011 amtiert. Mit Beginn der Spielzeit 2015/16 übernimmt er ausserdem das Amt des Generalmusikdirektors der Stadt Köln. Als Gast dirigierte François-Xavier Roth das Orchestre Révolutionnaire et Romantique, das BBC Symphony Orchestra, das Ensemble intercontemporain, das Ensemble Modern, das Orchestre de Paris und das Göteborger Sinfonieorchester. Im Herbst 2015 gibt er seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern, im Frühjahr 2016 beim Boston Symphony Orchestra sowie beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Operndirigate führten François-Xavier Roth an die Pariser Opéra Comique, an die Komische Oper Berlin und an die Berliner Staatsoper. Zuletzt veröffentlichte er auf dem Plattenmarkt Tondichtungen von Richard Strauss; seine Einspielung des Feuervogels von Strawinsky wurde mit dem «Edison-Preis» und dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» gewürdigt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 10. September 2013 mit Werke von Ligeti, Czernowin, Wyschnegradsky und Haas und dem SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg.

    August 2015

    Patricia Kopatchinskaja

    Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die 1977 im moldawischen Chişinău geboren wurde, stammt aus einer Musikerfamilie – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 16-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Interna-tionalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zuhause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. In der laufenden Saison ist sie «artist-in-residence» am Berliner Konzerthaus und in der Londoner Wigmore Hall, im Sommer 2017 wird sie dann als «artiste étoile» wichtige Programmakzente beim Luzerner Sommer-Festival setzen. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 musizierte sie Ligetis Violinkonzert mit der Filarmonica della Scala, den Berliner Philharmonikern sowie dem Helsinki Philharmonic und Prokofjews Zweites mit dem London Philharmonic; Tschaikowskys Violinkonzert präsentierte sie auf einer Tournee mit den Wiener Symphonikern und Teodor Currentzis. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja mit dem «Echo Klassik» (2009 und 2013), dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Zuletzt erschienen ihre Interpretationen der Violinkonzerte von Schumann (Leitung: Heinz Holliger) und Tschaikowsky (mit Currentzis) sowie das Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

    Februar 2017

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