Sinfoniekonzert 10

Luzerner Sinfonieorchester | James Gaffigan | Daniil Trifonov

Ljadow | Rachmaninow | Prokofjew

Mo, 27.08.19.30 UhrNr. 18317

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 10

    Luzerner Sinfonieorchester | James Gaffigan | Daniil Trifonov

    James Gaffigan  Dirigent
    Anatoli Ljadow (1855–1914)
    Kikimora op. 63
    Sergei Rachmaninow (1873–1943)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 g-Moll op. 40
    Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Suite aus dem Ballett Cinderella op. 87, zusammengestellt von James Gaffigan

    Er ist der Hexenmeister unter den Pianisten: Wer Daniil Trifonov im vergangenen Luzerner Festspielsommer mit Prokofjews Zweitem Klavierkonzert erlebt hat oder zuletzt mit seiner Chopin-Hommage beim Piano-Festival 2017, der weiss Wunderdinge zu berichten. Hier war ein Virtuose zu bestaunen, dem manuell keine Grenzen gesetzt sind und der sein Publikum zugleich in einen emotionalen Ausnahmezustand führen kann: mit seelenvollem Ton, entrückten Klängen oder fieberhafter Raserei. Nun gibt es die Fortsetzung, wenn Trifonov Rachmaninows Viertes Klavierkonzert spielt – und sich damit einem Komponisten zuwendet, dem er sich wie keinem zweiten verwandt fühlt. Doch Hexenkünste sind nicht immer magisch, sie können auch grausam sein, wie James Gaffigan und das Luzerner Sinfonieorchester mit Anatoli Ljadows Tondichtung Kikimora zeigen: Diese unheimliche Alte der slawischen Sage treibt die Menschen in den Wahnsinn. Ein märchenhaftes Happy-End dagegen erwartet uns bei Prokofjews zauberhafter Ballettmusik zu Cinderella, in der das Aschenputtel glücklich zu ihrem Prinzen findet.
     

    Podcast «Kinderszenen»: Sergej Prokofjew (1891–1953) und Sergej Rachmaninow (1873–1943)
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr.

    Radio SRF2 Kultur sendet das Konzert live.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Luzerner Sinfonieorchester

    Das Luzerner Sinfonieorchester, das 1806 gegründet wurde, ist eines der ältesten Orchester der Schweiz. Neben verschiedenen Konzertreihen, die es im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) durchführt, gestaltet es am Luzerner Theater sämtliche Opernproduktionen. Nicht nur das klassisch-romantische Repertoire prägt den Spielplan – regelmässig werden auch Raritäten und zeitgenössische Werke aufgeführt. So gingen in den letzten Jahren Kompositionsaufträge an Wolfgang Rihm, Sofia Gubaidulina, Marc-André Dalbavie, Pascal Dusapin, Thomas Adès und Fazıl Say. Seit September 2011 hat der Amerikaner James Gaffigan als Chefdirigent die Leitung inne. Wichtige Akzente am Pult setzten in den letzten Jahren auch Matthias Bamert, Andrey Boreyko, Peter Eötvös, Hannu Lintu, Andris Nelsons, Vasily Petrenko und Leonard Slatkin. Regelmässig kehrt auch der frühere Chefdirigent Jonathan Nott, der von 1997 bis 2002 an der Spitze stand, zum Luzerner Sinfonieorchester zurück. Renommierte Solisten musizieren in den Abonnementszyklen; zu nennen wären etwa Martha Argerich, Renaud und Gautier Capuçon, Isabelle Faust, Vilde Frang, Kirill Gerstein, Hélène Grimaud, Hilary Hahn, Gidon Kremer, Truls Mørk und Maria João Pires. Einspielungen mit Werken von Bernstein, Brahms, Dutilleux, Dvořák, Krenek, Gubaidulina, Rihm, Saint-Saëns, Say, Schreker und Weill  dokumentieren das Wirken des Orchesters auf CD; zuletzt erschienen im Herbst 2017 sämtliche Beethoven-Klavierkonzerte mit Oliver Schnyder. Regelmässig gehen die Musikerinnen und Musiker auf Gastspielreisen: Im Sommer 2016 unternahmen sie eine Tournee durch vier asiatische Länder, im Frühjahr 2017 traten sie beim Bogotá International Music Festival auf. In der Saison 2017/18 standen dann Konzerte beim amerikanischen Ravinia Festival, beim Festival de Besançon, in Abu Dhabi, Amsterdam, St. Petersburg, London, Paris und Moskau auf dem Programm.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1993 mit Werken von Schnittke unter der Leitung von Vladimir Kiradjiev. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.sinfonieorchester.ch.

    Juli 2018

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    James Gaffigan

    James Gaffigan amtiert seit 2011 als Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters und ist überdies dem Kölner Gürzenich-Orchester und dem Radio Filharmonisch Orkest in Hilversum als Erster Gastdirigent verbunden. 1979 in New York geboren, studierte Gaffigan u. a. am Bostoner New England Conservatory of Music und an der Shepherd School of Music in Houston. Seine Karriere begann er als Assistent von Franz Welser-Möst in Cleveland und als Associate Conductor beim San Francisco Symphony. Der internationale Durchbruch gelang Gaffigan, als er 2004 den Ersten Preis beim Dirigentenwettbewerb «Sir Georg Solti» in Frankfurt am Main gewann. Seither arbeitet er mit vielen renommierten europäischen Orchestern zusammen, darunter die Münchner Philharmoniker, das London Philharmonic und das London Symphony Orchestra, die Sächsische Staatskapelle Dresden, die Tschechische Philharmonie, das Tonhalle-Orchester Zürich und das Orchestre de Paris. In den USA war er beim Cleveland und beim Philadelphia Orchestra, beim Chicago und beim San Francisco Symphony sowie beim Los Angeles und beim New York Philharmonic zu Gast. In der Saison 2017/18 debutierte er mit Prokofjews Romeo und Julia beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und stellte sich mit Mozarts Così fan tutte an der Chicago Lyric Opera vor. Im Bereich des Musiktheaters führten ihn zuvor schon Engagements zum Glyndebourne Festival sowie an die Wiener Staatsoper und die Bayerische Staatsoper. 2018/19 gibt er mit einer Aufführungsserie von Puccinis La bohème seinen Einstand an der New Yorker Metropolitan Opera; erstmals wird er auch an der Niederländischen Nationaloper Amsterdam zu erleben sein, wo er Gershwins Porgy and Bess dirigiert. Auf CD hat James Gaffigan u. a. Werke von Rihm, Dvořák und Brahms vorgelegt; gegenwärtig erarbeitet er in Hilversum eine Gesamteinspielung der Prokofjew-Sinfonien.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 2012 mit Rihms Nähe fern und Brahms’ Erstem Klavierkonzert; Solistin war Hélène Grimaud. 

    Juli 2018

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    Daniil Trifonov

    Der russische Pianist Daniil Trifonov, geboren 1991 in Nischni Nowgorod, begann seine Klavierausbildung im Alter von fünf Jahren. Im Jahr 2000 nahm er sein Studium bei Tatiana
    Zelikman an der Moskauer Gnessin-Musikschule auf, 2009 wechselte er zu Sergei Babayan an das Cleveland Institute of Music. 2011 gewann Trifonov zunächst die «Rubinstein International Piano Master Competition» in Tel Aviv und ging anschliessend als Sieger aus dem Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb hervor, bedacht mit dem Ersten Preis und dem «Grand Prix». Valery Gergiev, Jury-Vorsitzender des Tschaikowsky-Wettbewerbs, lud ihn danach gleich zu Konzerten mit den Wiener Philharmonikern, dem Mariinsky Orchestra und dem London Symphony Orchestra ein. Seither ist Trifonov regelmässiger Gast bei den renommiertesten Orchestern der Welt, darunter die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Philadelphia und das Cleveland Orchestra oder die Filarmonica della Scala. In der Saison 2017/18 präsentierte er sein Projekt Chopin Evocations, das er auch auf CD vorgelegt hat, mit 20 Rezitalen in den USA, Europa und Asien. In der New Yorker Carnegie Hall kuratierte er eine siebenteilige «Perspectives»-Reihe, und auch am Wiener Konzerthaus präsentierte er sich mit fünf Konzerten. Im Herbst 2018 wird er u. a. Beethovens Fünftes Klavierkonzert mit dem New York Philharmonic und Prokofjews Drittes mit dem Chicago Symphony Orchestra aufführen. Daniil Trifonov komponiert auch: 2014 brachte er in Cleveland sein Erstes Klavierkonzert heraus, das er in den letzten Monaten auch in New York und in Detroit interpretierte. 2016 wurde Trifonov mit dem «Royal Philharmonic Society Award» und, als «Artist of the Year», mit dem «Gramophone Award» ausgezeichnet, 2017 erhielt er den Karajan-Musikpreis.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 21. November 2012 mit Skrjabins Zweiter Klaviersonate, Liszts h-Moll-Sonate und den Préludes von Chopin.

    Juli 2018

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