Lucerne Festival Orchestra 5

Lucerne Festival Orchestra | Yannick Nézet-Séguin | Yuja Wang

Debussy | Mozart | Ravel

Sa, 21.08. | 18.30 Uhr | Nr. 211311

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft

Preise (CHF)

CHF 320 220 150 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Lucerne Festival Orchestra 5

    Lucerne Festival Orchestra | Yannick Nézet-Séguin | Yuja Wang

    Yuja Wang  Klavier
    Claude Debussy (1862–1918)
    Prélude à l'après-midi d'un faune
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Konzert für Klavier und Orchester d-Moll KV 466
    Maurice Ravel (1875–1937)
    Ma mère l’Oye, Ballettfassung

    «Nézet-Séguin hat die Herzen der Musiker offenbar im Sturm gewonnen», urteilte die Neue Zürcher Zeitung, als der kanadische Maestro 2019 beim Lucerne Festival Orchestra debutierte. Kein Wunder, dass nun die Fortsetzung folgt – mit gleich zwei Konzerten. Am ersten Abend hat «Yannick», wie er allseits genannt wird, die Pianistin Yuja Wang als prominente Mitstreiterin an seiner Seite: Sie eröffnet mit Mozarts d-Moll-Konzert, das schon auf die Romantik vorgreift, ihre Residenz als «artiste étoile». Zwei Meisterwerke der französischen Orchesterkunst bilden den Rahmen. Claude Debussys epochale Tondichtung Prélude à l’après-midi d’un faune markiert die Geburtsstunde der modernen Musik. Maurice Ravel dagegen träumte sich mit Ma mère l’Oye zurück in die Welt der Märchen und schuf eine zauberhafte Partitur voller delikater Nuancen. «Man muss all das leben lassen», weiss Nézet-Séguin, «so natürlich wie möglich, damit eine unschuldige und einfache Poesie entsteht, wie bei einem Kind. Das aber mit der ganzen Kenntnis und Erfahrung eines Erwachsenen.» 

    Lucerne Festival Orchestra

    Im Sommer 2003 schlug die Geburtsstunde des Lucerne Festival Orchestra, das vom italienischen Dirigenten Claudio Abbado und von Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen wurde. Sie knüpften damit an das legendäre «Eliteorchester» an, in dem Arturo Toscanini 1938, im Gründungsjahr des Festivals, gefeierte Virtuosen seiner Zeit zu einem luxuriösen Klangkörper vereinte und mit einem «Concert de Gala» vorstellte. Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die Leitung des Lucerne Festival Orchestra inne. Zu seinem Nachfolger wurde 2016 Riccardo Chailly ernannt, der seinen Vertrag mittlerweile bis 2026 verlängert hat. Als Gastdirigenten waren am Pult Andris Nelsons, Bernard Haitink, Yannick Nézet-Séguin und Herbert Blomstedt zu erleben. Das Orchester setzt sich aus international renommierten Solist*innen, Kammermu-siker*innen und Musikprofessor*innen sowie Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala zusammen. Viele der Aufführungen wurden im Fernsehen übertragen und liegen mittlerweile auf DVD oder CD vor; sie wurden mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem BBC Music Magazine Award und dem International Classical Music Award ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2019 eine Strauss-CD; auf DVD kam 2020 die erste Folge des Rachmaninow-Zyklus unter Chailly heraus, mit dem Dritten Klavierkonzert, gespielt von Denis Matsuev, und der Dritten Sinfonie. Gastspiele führten das Lucerne Festival Orchestra bisher in zahlreiche europäische Musikmetropolen, aber auch nach New  York, Tokio, Seoul, Peking, Schanghai und Schenzhen.

    Das Lucerne Festival Orchestra ist seit seinen ersten Auftritten im Jahr 2003 alljährlich beim Sommer-Festival zu erleben.

    Juli 2021

     

    Weitere Termine

    Yannick Nézet-Séguin

    1975 in Montreal geboren, studierte Yannick Nézet-Séguin Klavier, Dirigieren, Komposition und Kammermusik am Conservatoire de Musique du Québec. Als 19-Jähriger lernte er Carlo Maria Giulini kennen, den er bei der Probenarbeit begleiten durfte und von dem er wichtige Impulse erhielt. Nach ersten Stationen mit eigenen Ensembles und als Chorleiter an der Opéra de Montréal wurde Nézet-Séguin im Jahr 2000 zum Musikdirektor des Orchestre Métropolitain in Montreal berufen. Von 2008 bis Sommer 2018 leitete er als Chef das Rotterdam Philharmonic, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte; seit 2012 steht er an der Spitze des Philadelphia Orchestra, seit 2018 amtiert er ausserdem als Musikdirektor der Metropolitan Opera in New York, wo er 2021/22 Neuproduktionen von Terence Blanchards Fire Shut Up in My Bones und Verdis Don Carlo herausbringen wird. Yannick Nézet-Séguin tritt bei den führenden europäischen Orchestern auf: bei den Berliner und den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chamber Orchestra of Europe und dem London Philharmonic Orchestra, dem er von 2008 bis 2014 als Principal Guest Conductor verbunden war. In den USA dirigierte er auch das Boston Symphony Orchestra und das Los Angeles Philharmonic. Bei den Salzburger Festspielen debutierte Nézet-Séguin 2008 mit Gounods Roméo et Juliette; auch am Londoner Royal Opera House, an der Mailänder Scala und an der Wiener Staatsoper war er als Operndirigent zu Gast. Am Festspielhaus Baden-Baden erarbeitete er einen Zyklus der grossen Mozart-Opern, die allesamt auf CD erschienen. Im Juni 2021 veröffentlichte er seine erste Solo-CD als Pianist, Introspection, mit Werken von Bach bis Berio. Yannick Nézet-Séguin ist mehrfacher Ehrendoktor, «Companion of the Order of Canada», Träger des «Ordre des Arts et des Lettres du Québec» sowie «Officier de l’Ordre de Montréal». 2016 wurde er von Musical America zum «Künstler des Jahres» gewählt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. September 2011 am Pult der Wiener Philharmoniker mit Werken von Messiaen, Schubert, Debussy und Ravel
     
    Juli 2021

    Weitere Termine

    Yuja Wang

    Als «artiste étoile» prägt Yuja Wang den Luzerner Festspielsommer 2021. Die 1987 in Peking geborene Pianistin begann ihre Klavierausbildung im Alter von sechs Jahren. Sie studierte zunächst am Zentralen Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt, ging dann als 14-Jährige nach Kanada an das Mount Royal College in Calgary und ein Jahr später zu Gary Graffman an das Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo sie 2008 ihr Konzertdiplom erhielt. Schon 2003 konnte Yuja Wang beim Tonhalle-Orchester Zürich debutieren. Danach schlossen sich Auftritte in den USA an: beim Boston, Chicago und San Francisco Symphony, beim New York und Los Angeles Philharmonic sowie beim Philadelphia Orchestra. In Europa wiederum arbeitete Yuja Wang mit den Berliner Philharmonikern und der Staatskapelle Berlin, mit dem Royal Concertgebouworkest, dem Orchestre de Paris, der Filarmonica della Scala oder den St. Petersburger Philharmonikern zusammen. Im Frühsommer 2021 interpretierte sie mit dem London Symphony Orchestra und Michael Tilson Thomas Rachmaninows Zweites Klavierkonzert sowie Strauss’ Burleske mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons. Mozarts d-Moll-Konzert interpretierte sie im Juli mit Sir John Eliot Gardiner und dem Mariss Jansons Festival Orchestra beim Riga Jurmala Music Festival sowie anschliessend auf einer Tournee mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet Yuja Wang mit dem Geiger Leonidas Kavakos; auf CD haben die beiden die Brahms-Sonaten herausgebracht. Zuletzt, im Frühling 2020, veröffentlichte sie John Adams’ neues Klavierkonzert Must the Devil Have All the Good Tunes?, das sie ein Jahr zuvor mit dem Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel aus der Taufe gehoben hatte. Das Magazin Musical America wählte Yuja Wang zur «Künstlerin des Jahres» 2017.

    Debut bei Lucerne Festival im August 2009 mit Prokofjews Drittem Klavierkonzert, begleitet vom Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado.

    Juli 2021

     


     

    Weitere Termine

    Konzerteinführung | 17.30 | KKL Luzern, Auditorium 
    mit Susanne Stähr

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