Sinfoniekonzert 7

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Riccardo Chailly

Mendelssohn | Tschaikowsky

Fr, 18.08.19.30 UhrNo. 17311

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    18.

    Aug

    Freitag
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 7

    LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Riccardo Chailly

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
    Ouvertüre und Auszüge aus der Bühnenmusik zu Shakespeares Sommernachtstraum opp. 21 und 61
    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
    Manfred-Sinfonie h-Moll op. 58

    «Sei dir selbst die Hölle du!», martert sich Manfred, der Byronsche Held, der vor seiner schuldhaften Vergangenheit auf der Flucht ist, vor dem Inzest mit der Schwester und deren nachfolgendem Tod. Rastlos irrt er durch die Wildnis, quer durch die Alpen – und findet doch keinen Frieden. Das Hadern mit der eigenen Identität, mit der verbotenen Sexualität war Pjotr Iljitsch Tschaikowsky nur allzu vertraut. Kein Zufall also, dass er Byrons dramatisches Gedicht einer opulenten Tondichtung zugrunde legte. In Shakespeares unverwüstlichem Sommernachtstraum ist es dagegen das heitere Spiel mit den Identitäten und dem Zauber der Verwechslung, das die Beteiligten, ob Adelige, Höflinge, Handwerker oder Elfen, in rasante Liebeswirren versetzt. Felix Mendelssohn hat zu dieser Komödie eine unvergleichliche Bühnenmusik komponiert, mal duftig und verspielt, mal mit handfestem Humor. Riccardo Chailly und das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA widmen sich in ihrem zweiten Programm diesen beiden so verschiedenen Identitäts-Klassikern und präsentieren ihre ganze Vielseitigkeit.

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    LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA

    Im Sommer 2003 schlug die Geburtsstunde des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das vom italienischen Dirigenten Claudio Abbado und von Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen wurde. Sie knüpften damit an das legendäre «Eliteorchester» an, in dem Arturo Toscanini 1938, im Gründungsjahr des Festivals, gefeierte Virtuosen seiner Zeit zu einem luxuriösen Klangkörper vereinte und mit einem «Concert de Gala» vorstellte. Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die Leitung des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA inne. Zu seinem Nachfolger wurde Riccardo Chailly ernannt, der sich im Sommer 2016 mit zwei Aufführungen von Mahlers Achter Sinfonie als neuer Chefdirigent vorstellte und dabei den Mahler-Zyklus abschloss, den Abbado nicht mehr vollenden konnte. Das Orchester setzt sich aus international renommierten Solisten, Kammermusikern und Musikprofessoren sowie Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala zusammen. Beim Sommer-Festival 2017 wird Chailly mit ihnen drei verschiedene Programme erarbeiten und dabei Komponisten präsentieren, die in den bisherigen Konzerten des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA noch nicht oder nur selten zu hören waren: wie Richard Strauss, Felix Mendelssohn, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky und Igor Strawinsky. Viele der Aufführungen des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA aus dem letzten Jahrzehnt wurden im Fernsehen übertragen und liegen mittlerweile auf DVD vor; sie wurden mit Preisen wie dem «Diapason d’Or», dem «BBC Music Magazine Award» und dem «International Classical Music Award» ausgezeichnet. Gastspiele führten das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA bisher in viele europäische Musikmetropolen, aber auch nach New York, Tokio und Peking. Im Herbst 2017 steht eine Asien-Tournee auf dem Programm mit Stationen in Tokio, Kawasaki, Kyoto, Seoul und Peking.

    Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist seit seinen ersten Auftritten im Sommer 2003 alljährlich bei LUCERNE FESTIVAL zu erleben.

    April 2017

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    Riccardo Chailly

    Seit dem Sommer 2016 amtiert Riccardo Chailly als Chefdirigent des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. 1953 in Mailand geboren, studierte er an den Konservatorien von Perugia, Rom und Mailand sowie an der Accademia Musicale Chigiana und begann seine Laufbahn als Assistent von Claudio Abbado an der Mailänder Scala. 1980 wurde Chailly zum Chefdirigenten des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin berufen, 1988 wechselte er in derselben Position zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem er sechzehn Jahre lang vorstand. Von 2005 bis Sommer 2016 war Riccardo Chailly als Gewandhauskapellmeister in Leipzig tätig, seit Januar 2015 trägt er als Musikdirektor die Verantwortung an der Mailänder Scala. Chailly dirigiert regelmässig führende europäische Orchester wie die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra und das Orchestre de Paris. In den USA hat er mit dem New York Philharmonic, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem Chicago Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Als Operndirigent war er – neben seinen Auftritten an der Scala – auch an der New Yorker Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House, am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper sowie an der Chicago Lyric Opera und der San Francisco Opera zu Gast. Riccardo Chailly wurde für seine mehr als 150 CDs mit vielen Preisen geehrt, darunter gleich zweimal, 2012 und 2015, der «Echo Klassik»; seine Aufnahme der Brahms-Sinfonien wurde 2014 als «Einspielung des Jahres» mit dem «Gramophone Award» ausgezeichnet. Riccardo Chailly ist «Grand’Ufficiale della Repubblica Italiana», «Cavaliere di Gran Croce» und «Ritter vom Orden des Niederländischen Löwen». 1996 ernannte ihn die Royal Academy of Music in London zum Ehrenmitglied, seit 2011 ist er in Frankreich «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 7. September 1988 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Werken von Wagenaar, Mozart und Tschaikowsky.

    April 2017

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