Sinfoniekonzert 8

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Riccardo Chailly | Sophie Koch

Strawinsky

Sa, 19.08.18.30 UhrNo. 17313

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    19.

    Aug

    Samstag
    18.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 8

    LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Riccardo Chailly | Sophie Koch

    Sophie Koch  Mezzosopran
    Igor Strawinsky (1882–1971)
    Le Faune et la Bergère op. 2. Drei Lieder für Mezzosopran und Orchester
    Scherzo fantastique op. 3
    Feu d'artifice op. 4
    Chant funèbre op. 5
    Schweizer Erstaufführung
    Le sacre du printemps

    Mit den perkussiven Eruptionen seines Sacre du printemps sorgte Igor Strawinsky 1913 für den skandalumwitterten «Urknall der Moderne». Doch niemand wird als Revoluzzer geboren … Die Wege, die Strawinsky hin zu diesem musikalischen Meilenstein führten, erkunden Riccardo Chailly und das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA mit vier Frühwerken, die sie dem Sacre voranstellen. Gespannt sein darf man auf die Schweizer Erstaufführung des Chant funèbre aus dem Jahr 1909: Dieses Werk, das Strawinsky nach dem Tod seines Lehrers Nikolai Rimsky-Korsakow komponierte, galt über hundert Jahre lang als verschollen, ehe es 2015 in einem Hinterzimmer des St. Petersburger Konservatoriums wiederentdeckt wurde. Das Pendant dazu bildet das kurze Feu d‘artifce, das Strawinsky 1908 als Hochzeitsgeschenk für die Rimsky-Tochter Nadeschda schuf. Le Faune et la Bergère, eine Vertonung erotischer Puschkin-Gedichte, entstand wiederum während seiner eigenen Flitterwochen im Jahr 1906. Und das Scherzo fantastique veranlasste den Impresario Sergej Diaghilew, Strawinsky für eine erste Produktion der Ballets Russes zu engagieren.

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    LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA

    Im Sommer 2003 schlug die Geburtsstunde des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das vom italienischen Dirigenten Claudio Abbado und von Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen wurde. Sie knüpften damit an das legendäre «Eliteorchester» an, in dem Arturo Toscanini 1938, im Gründungsjahr des Festivals, gefeierte Virtuosen seiner Zeit zu einem luxuriösen Klangkörper vereinte und mit einem «Concert de Gala» vorstellte. Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die Leitung des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA inne. Zu seinem Nachfolger wurde Riccardo Chailly ernannt, der sich im Sommer 2016 mit zwei Aufführungen von Mahlers Achter Sinfonie als neuer Chefdirigent vorstellte und dabei den Mahler-Zyklus abschloss, den Abbado nicht mehr vollenden konnte. Das Orchester setzt sich aus international renommierten Solisten, Kammermusikern und Musikprofessoren sowie Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala zusammen. Beim Sommer-Festival 2017 wird Chailly mit ihnen drei verschiedene Programme erarbeiten und dabei Komponisten präsentieren, die in den bisherigen Konzerten des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA noch nicht oder nur selten zu hören waren: wie Richard Strauss, Felix Mendelssohn, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky und Igor Strawinsky. Viele der Aufführungen des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA aus dem letzten Jahrzehnt wurden im Fernsehen übertragen und liegen mittlerweile auf DVD vor; sie wurden mit Preisen wie dem «Diapason d’Or», dem «BBC Music Magazine Award» und dem «International Classical Music Award» ausgezeichnet. Gastspiele führten das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA bisher in viele europäische Musikmetropolen, aber auch nach New York, Tokio und Peking. Im Herbst 2017 steht eine Asien-Tournee auf dem Programm mit Stationen in Tokio, Kawasaki, Kyoto, Seoul und Peking.

    Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist seit seinen ersten Auftritten im Sommer 2003 alljährlich bei LUCERNE FESTIVAL zu erleben.

    April 2017

    Weitere Termine

    Riccardo Chailly

    Seit dem Sommer 2016 amtiert Riccardo Chailly als Chefdirigent des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. 1953 in Mailand geboren, studierte er an den Konservatorien von Perugia, Rom und Mailand sowie an der Accademia Musicale Chigiana und begann seine Laufbahn als Assistent von Claudio Abbado an der Mailänder Scala. 1980 wurde Chailly zum Chefdirigenten des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin berufen, 1988 wechselte er in derselben Position zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem er sechzehn Jahre lang vorstand. Von 2005 bis Sommer 2016 war Riccardo Chailly als Gewandhauskapellmeister in Leipzig tätig, seit Januar 2015 trägt er als Musikdirektor die Verantwortung an der Mailänder Scala. Chailly dirigiert regelmässig führende europäische Orchester wie die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra und das Orchestre de Paris. In den USA hat er mit dem New York Philharmonic, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem Chicago Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Als Operndirigent war er – neben seinen Auftritten an der Scala – auch an der New Yorker Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House, am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper sowie an der Chicago Lyric Opera und der San Francisco Opera zu Gast. Riccardo Chailly wurde für seine mehr als 150 CDs mit vielen Preisen geehrt, darunter gleich zweimal, 2012 und 2015, der «Echo Klassik»; seine Aufnahme der Brahms-Sinfonien wurde 2014 als «Einspielung des Jahres» mit dem «Gramophone Award» ausgezeichnet. Riccardo Chailly ist «Grand’Ufficiale della Repubblica Italiana», «Cavaliere di Gran Croce» und «Ritter vom Orden des Niederländischen Löwen». 1996 ernannte ihn die Royal Academy of Music in London zum Ehrenmitglied, seit 2011 ist er in Frankreich «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 7. September 1988 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Werken von Wagenaar, Mozart und Tschaikowsky.

    April 2017

    Weitere Termine

    Sophie Koch

    Die französische Mezzosopranistin Sophie Koch absolvierte ihre Ausbildung am Pariser Conservatoire Na-tional Supérieur de Musique in der Klasse von Jane Berbié. 1994 gewann sie den Gesangswettbewerb von s’Hertogenbosch und begann bald darauf ihre internationale Karriere mit Auftritten am Londoner Royal Opera House (Rossinis Il barbiere di Siviglia), an der Semperoper Dresden (Strauss’ Ariadne auf Naxos) und an der Bayerischen Staatsoper (Mozarts Don Giovanni). Mittlerweile war sie an vielen weiteren grossen Bühnen zu Gast, so an der Wiener Staatoper, der Mailänder Scala, der Opéra national de Paris, der Deutschen Oper Berlin, der New Yorker Metropolitan Opera und bei den Salzburger Festspielen. Standen anfänglich die Mezzo-Partien von Mozart und Richard Strauss sowie Rollen wie die Charlotte in Massenets Werther oder die Marguerite in Gounods Faust im Mittelpunkt ihres Repertoires, so hat Sophie Koch in jüngerer Zeit ihr Spektrum ins dramatischere Fach und zu Richard Wagner hin erweitert. Als Brangäne im Tristan und Venus im Tannhäuser war sie in London zu erleben, als Fricka und Waltraute wirkte sie bei Neuproduktionen des Rings in Paris und München mit. In Salzburg sang sie den Adriano aus Rienzi, an der Deutschen Oper Berlin widmete sie sich Meyerbeers Vasco da Gama. Sophie Koch ist auch eine gefragte Liedinterpretin und gab Rezitale bei den Festspielen von Edinburgh, Salzburg, Aix-en-Provence und Verbier, im Wiener Musikverein, in der Londoner Wigmore Hall, in Frankfurt, Berlin, Brüssel und Paris. Auch auf CD hat sie Lieder von Schubert, Wolf, Fauré, Chausson, Respighi, Wellesz und Bloch vorgelegt, dazu Massenets Werther und Manon, Griegs Peer Gynt und die Ersteinspielung von Laurent Petitgirards Elephant Man. Im Jahr 2001 erhielt Sophie Koch den Christel-Goltz-Preis der Staatsoper Dresden, 2016 ernannte die Wiener Staatsoper sie zur Kammersängerin.

    Juli 2017

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