Mendelssohn & Berlioz

Lucerne Festival Orchestra | Riccardo Chailly | Marie-Nicole Lemieux

Mendelssohn | Berlioz | Rossini

So, 10.04. | 18.30 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 290 240 190 130 70 40


Frühlings-Festival

08.04.-10.04. 2022

 

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    Mendelssohn & Berlioz

    Lucerne Festival Orchestra | Riccardo Chailly | Marie-Nicole Lemieux

    Felix Mendelssohn (1809–1847)
    Ouvertüre Ruy Blas c-Moll op. 95
    Hector Berlioz (1803–1869)
    Les Nuits d’été
    Gioachino Rossini (1792–1868)
    Ouvertüre zur Oper Il barbiere di Siviglia
    Felix Mendelssohn (1809–1847)
    Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 Italienische

    Vom Frühjahr 1830 bis zum Herbst 1831 bereiste Felix Mendelssohn Italien. Dort lernte er auch seinen sechs Jahre älteren französischen Kollegen Hector Berlioz kennen, der gerade den «Prix de Rome» gewonnen hatte und einen Studienaufenthalt in der Ewigen Stadt verbrachte. Die beiden Komponisten freundeten sich rasch an und trafen sich über einige Wochen fast jeden Tag. Sie diskutierten über Kunst und Musik, ritten durch die Campagna, besuchten das Tasso-Grab, besichtigten die Caracalla- Thermen. Bei aller menschlichen Nähe blieb die künstlerische Wertschätzung allerdings etwas einseitig: Berlioz bewunderte Mendelssohns Musik, Mendelssohn aber stand Berlioz’ Klangsprache kritisch gegenüber. Dennoch lud er ihn zwölf Jahre später für Konzerte mit dem Gewandhausorchester nach Leipzig ein und äusserte sich bei dieser Gelegenheit immerhin positiver über die Nuits d’été. Berlioz wiederum nahm als Dirigent Mendelssohns Italienische Sinfonie in sein Repertoire auf, die als Reflex auf die Erlebnisse und Eindrücke der Italien-Reise entstanden war. Wie «italienisch» dieses Werk wirklich ist, das zeigt die Gegenüberstellung mit dem Meister des Brio: mit Gioachino Rossini.

     

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

     

    Seit Donnerstag, 17. Februar 2022 sind Kulturbetriebe wieder ohne Maske und Zertifikat zugänglich. Lucerne Festival richtet sich nach den behördlichen Vorgaben und den geltenden Vorschriften. Grundsätzlich gilt somit während den Konzerten keine Maskenpflicht, trotzdem möchten wir das freiwillige Tragen einer Maske empfehlen.

    Lucerne Festival Orchestra

    Im Sommer 2003 schlug die Geburtsstunde des Lucerne Festival Orchestra, das vom italienischen Dirigenten Claudio Abbado und von Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen wurde. Sie knüpften damit an das legendäre «Eliteorchester» an, in dem Arturo Toscanini 1938, im Gründungsjahr des Festivals, gefeierte Virtuosen seiner Zeit zu einem luxuriösen Klangkörper vereinte. Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die Leitung des Lucerne Festival Orchestra inne. Zu seinem Nachfolger wurde 2016 Riccardo Chailly ernannt, der seinen Vertrag mittlerweile bis 2026 verlängert hat. Als Gastdirigenten waren Andris Nelsons, Bernard Haitink, Yannick Nézet-Séguin, Herbert Blomstedt und Jakub Hrůša zu erleben. Das Orchester setzt sich aus renommierten Solist*innen, Kammermusiker*innen und Musikprofessor*innen sowie Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmo-nica della Scala zusammen. Es gestaltet mehrere Sinfoniekonzerte während des Sommer-Festivals und seit 2022 auch ein dreitägiges Musikfest im Frühjahr. Viele Aufführungen wurden im Fernsehen übertragen und liegen auf DVD oder CD vor; sie wurden mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem BBC Music Magazine Award und dem International Classical Music Award ausgezeichnet. Zuletzt erschien im Herbst 2021 eine DVD mit Beethovens Erstem Klavierkonzert, gespielt von Martha Argerich, sowie der Zweiten und Dritten Sinfonie unter Herbert Blomstedt. Gastspiele führten das Orchester in zahlreiche europäische Musikmetropolen, aber auch nach New York, Tokio, Seoul, Peking und Shanghai.

    Das Lucerne Festival Orchestra ist seit seinen ersten Auftritten im Jahr 2003 alljährlich beim Sommer-Festival zu erleben.

    März 2022

     

    Weitere Termine

    Riccardo Chailly

    Seit 2016 amtiert Riccardo Chailly als Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra. 1953 in Mailand geboren, studierte er an den Konservatorien von Perugia, Rom und Mailand sowie an der Accademia Musicale Chigiana und begann seine Laufbahn als Assistent von Claudio Abbado an der Mailänder Scala. 1980 wurde Chailly zum Chefdirigenten des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin berufen, 1988 wechselte er in derselben Position zum Royal Concertgebouw Orchestra, dem er sechzehn Jahre lang vorstand. Von 2005 bis Sommer 2016 war Riccardo Chailly als Gewandhauskapellmeister in Leipzig tätig, seit Januar 2015 trägt er als Musikdirektor die Verantwortung an der Mailänder Scala. Chailly dirigiert regelmässig führende europäische Orchester wie die Berliner und die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra und das Orchestre de Paris. In den USA hat er mit dem New York Philharmonic, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem Chicago Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Als Operndirigent war er — neben seinen Auftritten an der Scala — auch an der New Yorker Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House, am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper sowie in Chicago und San Francisco zu Gast. Chailly wurde für seine mehr als 150 CDs mit Preisen wie dem Echo Klassik und dem Gramophone Award geehrt. Zuletzt veröffentlichte er 2021 eine Strawinsky-Edition mit 30 verschiedenen Werken auf 10 CDs, die auch Aufnahmen mit dem Lucerne Festival Orchestra enthält, und ein Arien-Album mit Anna Netrebko. 2015 erschien unter dem Titel Das Geheimnis liegt in der Stille ein Buch mit Gesprächen über die Musik. Riccardo Chailly ist Grand’Ufficiale della Repubblica Italiana, Cavaliere di Gran Croce und Ritter vom Orden des Niederländischen Löwen. 1996 ernannte ihn die Royal Academy of Music in London zum Ehrenmitglied, seit 2011 ist er in Frankreich Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 7. September 1988 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Werken von Wagner, Mozart und Tschaikowsky.

    März 2022

    Weitere Termine

    Marie-Nicole Lemieux

    Konzerteinführung | 17.30 | KKL Luzern, Auditorium
    mit Susanne Stähr