LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA 2

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Herbert Blomstedt | Martha Argerich

Beethoven

Sa, 15.08. | 18.30 Uhr | Nr. 20632

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 290 190 70


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Life Is Live

14.08.-23.08. 2020

 

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    LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA 2

    LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Herbert Blomstedt | Martha Argerich

    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
    Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Sinfonia eroica

    «Eine Komposition», weiss Martha Argerich, «erschöpft sich niemals; nur die Interpreten, die ihre Noten mechanisch herunterklimpern, sind irgendwann erschöpft.» Diese Gefahr besteht bei der argentinischen Meisterpianistin jedoch kaum. Nicht einmal bei einem Werk, dass sie länger durch ihre einzigartige Laufbahn begleitet hat als jedes andere: Beethovens Erstes Klavierkonzert. 1949, als sie gerade einmal sieben Jahre war, debutierte sie damit beim Orquesta Sinfónica de Radio El Mundo. Doch natürlich hat Argerich im Lauf der Jahrzehnte immer wieder neue Facetten an Beethovens C-Dur-Konzert entdeckt. Und so wird es auch sein, wenn sie ihr «Cheval de bataille» nun mit Herbert Blomstedt und dem LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA aufführt. «Beethovens Musik enthält eine Nachricht, aber wir müssen arbeiten, um sie zu finden», erklärt der Maestro und bezeichnet die Willenskraft als ein wesentliches Moment in der Klangsprache des Komponisten. Wie sich das anhört, wird er mit der Sinfonia eroica demonstrieren, in der es um das Schicksal eines imaginären Helden geht. Oder bezog sich Beethoven mit diesem Werk doch auf sein eigenes Los?

    «Happy Hour» mit Herbert Blomstedt

    Gratis-Programmhefte und Audio-Einführungen
    Aus hygienischen Gründen verkaufen wir in diesem Sommer keine gedruckten Programmhefte im KKL Luzern. Dafür können Sie ab sofort alle Programmhefte für die Konzerte unseres «Life Is Live»-Festivals als PDF gratis hier herunterladen. Ausserdem bieten wir zu ausgewählten Veranstaltungen Audio Einführungen mit Festival-Dramaturgin Susanne Stähr an – natürlich mit vielen Musikbeispielen.

    Konzertübertragungen
    Live-Übertragung sowie 90 Tage verfügbar auf Arte Concert unter arte.tv, jedoch geogeblockt in der Schweiz. Dieses Konzert wird ausserdem am Sonntag, 16. August ab 17.45 Uhr auf ARTE TV übertragen.

    Studenten und Schüler bei LUCERNE FESTIVAL
    Damit die Abstandsregeln des BAG eingehalten werden können, finden alle Veranstaltungen mit limitierter Platzanzahl statt. Schüler und Studierende erhalten nur im Vorverkauf für ausgewählte Konzerte ermässigte Konzertkarten für CHF 20.00. An der Abendkasse können dieses Jahr leider keine Karten bezogen werden.
    Angebote im Vorverkauf

     

     

    LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA

    Im Sommer 2003 schlug die Geburtsstunde des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das vom italienischen Dirigenten Claudio Abbado und von Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen wurde. Sie knüpften damit an das legendäre «Eliteorchester» an, in dem Arturo Toscanini 1938, im Gründungsjahr des Festivals, gefeierte Virtuosen seiner Zeit zu einem luxuriösen Klangkörper vereinte und mit einem «Concert de Gala» vorstellte. Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die Leitung des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA inne. Zu seinem Nachfolger wurde 2016 Riccardo Chailly ernannt, der seinen Vertrag mittlerweile bis 2023 verlängert hat. Als Gastdirigenten waren am Pult Andris Nelsons, Bernard Haitink und Yannick Nézet-Séguin zu erleben. Das Orchester setzt sich aus international renommierten Solisten, Kammermusikern und Musikprofessoren sowie Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala zusammen. Beim Festival «Life Is Live» im Sommer 2020 tritt es mit zwei Beethoven-Programmen erstmals unter der Stabführung des schwedischen Maestros Herbert Blomstedt auf. Hinzu kommt ein kammermusikalisches Programm mit Septetten von Mozart und Beethoven. Viele der Aufführungen des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA wurden im Fernsehen übertragen und liegen mittlerweile auf DVD oder CD vor; sie wurden mit Preisen wie dem «Diapason d’or», dem «BBC Music Magazine Award» und dem «International Classical Music Award» ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2019 eine CD mit Orchesterwerken von Richard Strauss; auf DVD kam im Sommer 2020 die erste Folge des Rachmaninow-Zyklus unter Riccardo Chailly heraus, mit dem Dritten Klavierkonzert, gespielt von Denis Matsuev, und der Dritten Sinfonie. Gastspiele führten das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA bisher in zahlreiche europäische Musikmetropolen, aber auch nach New York, Tokio, Seoul, Peking, Shenzhen und Shanghai.

    Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist seit seinen ersten Auftritten im Jahr 2003 alljährlich beim Sommer-Festival zu erleben.

    August 2020

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    Herbert Blomstedt

    Herbert Blomstedt, 1927 im amerikanischen Springfield (Massachusetts) als Sohn schwedischer Eltern geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm, an der Universität Uppsala und an der New Yorker Juilliard School of Music. Später bildete er sich bei Igor Markevitch in Salzburg und bei Leonard Bernstein in Tanglewood weiter. Im Februar 1954 debutierte Blomstedt am Pult des Stockholmer Philharmonischen Orchesters und leitete später als Chefdirigent so bedeutende skandinavische Klangkörper wie die Osloer Philharmoniker (1962–68) oder das Dänische (1968–77) und das Schwedische Radio-Sinfonieorchester (1977–82). Von 1975 bis 1985 stand er überdies an der Spitze der Staatskapelle Dresden. 1985 wurde Herbert Blomstedt zum Music Director des San Francisco Symphony Orchestra gewählt, dem er zehn Jahre lang verbunden blieb und mit dem er zahlreiche Europatourneen absolvierte. Von 1996 bis 1998 wirkte er als Chef des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg, von 1998 bis 2005 leitete er das Gewandhausorchester Leipzig, das ihn anschliessend zum Ehrendirigenten ernannte. Als Gast arbeitet Herbert Blomstedt bei allen führenden Orchestern Europas und Nordamerikas und ist auch im Alter von mehr als 90 Jahren noch international aktiv. So dirigierte er 2019/20 das Philadelphia und das Cleveland Orchestra, das San Francisco und das Chicago Symphony Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Orchestre de Paris. Im Herbst 2020 wird er dann mit dem Leipziger Gewandhausorchester und den Wiener Philharmonikern konzertieren. Herbert Blomstedt ist ein gewähltes Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie und mehrfacher Ehrendoktor. 2016 erhielt er den Léonie-Sonning-Musikpreis. Zu seinem 90. Geburtstag im Jahr 2017 erschien unter dem Titel Mission Musik ein Gesprächsband mit ihm.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 24. August 1979 am Pult der Staatskapelle Dresden mit Werken von Respighi und Bruckner-

    August 2020

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    Martha Argerich

    Die 1941 in Buenos Aires geborene Martha Argerich, die als Achtjährige ihr Konzertdebut feiern konnte, kam 1955 nach Europa, um bei Friedrich Gulda in Wien zu studieren. 1957 gewann sie den Busoni-Wettbewerb in Bozen und die Klavierkonkurrenz von Genf; gleichwohl setzte sie ihre Ausbildung weiter fort und arbeitete mit Arturo Benedetti Michelangeli und Stefan Askenase zusammen, ehe sie 1965 mit dem Ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau ihre internationale Laufbahn begann. Seitdem zählt Martha Argerich zu den besten Pianisten der Gegenwart; sie hat mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern konzertiert und dabei ein Repertoire von Bach bis Bartók zur Aufführung gebracht. In den letzten beiden Jahrzehnten nimmt vor allem die Kammermusik einen hohen Stellenwert in ihrer künstlerischen Arbeit ein. Zu ihren bevorzugten musikalischen Partnern zählen der Geiger Gidon Kremer, der Cellist Mischa Maisky und die Pianisten Nelson Freire, Alexandre Rabinovitch und Lilya Zilberstein, mit denen sie im Duo spielt. Von 2002 bis 2016 führte sie in Lugano ein eigenes Festival durch, in dessen Rahmen sie gemeinsam mit renommierten Kollegen und jungen Künstlern auftrat; 2018 und 2019 fanden ähnliche Projekte in Hamburg statt. Argerichs Einspielungen wurden mit zahlreichen Preisen bedacht. Bereits dreimal erhielt sie den begehrten «Grammy»: 1999 für ihre Aufnahme mit Prokofjew- und Bartók-Konzerten, 2005 für eine Duo-CD mit Mikhail Pletnev und 2006 für Beethoven-Konzerte mit dem Mahler Chamber Orchestra und Claudio Abbado. 2014 gewann sie für ihre Interpretation von Mozart-Konzerten, ebenfalls mit Abbado, den «Echo Klassik». Die Dokumentation Argerich, die ihre Tochter Stephanie 2013 vorlegte, präsentiert ein Filmportrait der Pianistin. Im Herbst 2005 wurde Martha Argerich für ihr Lebenswerk mit dem «Praemium Imperiale» geehrt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 20. August 1969 mit dem Dritten Klavierkonzert von Prokofjew unter Charles Dutoit.

    August 2020

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