London Symphony Orchestra 1

London Symphony Orchestra | Sir Simon Rattle

Sibelius | Bruckner

Sa, 03.09. | 18.30 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 290 240 190 130 70 40


Sommer-Festival

08.08.-11.09. 2022

 

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    London Symphony Orchestra 1

    London Symphony Orchestra | Sir Simon Rattle

    Jean Sibelius (1865–1957)
    Die Okeaniden op. 73
    Tapiola op. 112. Sinfonische Dichtung für Orchester
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

    Aufführung nach der Edition von Benjamin-Gunnar Cohrs

    «In der Musik geht es letztlich immer um die gigantische Metapher von Tod, Verlust und Abschied», weiss Simon Rattle. «Ein Kaleidoskop aus Emotionen öffnet sich, Erinnerungen, Visionen, Träume, Bilder, Erfahrungen, alles fliesst ineinander. Es ist wie bei einem Ertrinkenden, der sein Leben im Zeitraffer an sich vorüberziehen sieht.» Im ersten seiner beiden Konzerte mit dem London Symphony Orchestra dirigiert Rattle Anton Bruckners Siebte Sinfonie, die den Tod Richard Wagners vorausahnt und beklagt. Und die zugleich mit Choralanklängen und ihrem orgelähnlich registrierten Orchester eine ausgesprochen transzendentale Aura vermittelt. Die bewegende Siebte markierte Bruckners internationalen Durchbruch und gehört bis heute zu seinen beliebtesten Sinfonien. Rattle koppelt sie mit einem weiteren Abschiedswerk: mit der Tondichtung Tapiola, der letzten grossen Komposition von Jean Sibelius, die allerdings nicht dem christlichen Gott, sondern dem Waldgott Tapio aus der finnischen Sagenwelt huldigt. Mit vielfach geteilten Streichern beschwört Sibelius hier die Stimmen der Waldgeister herauf, während er in den Okeaniden das ewige Spiel der Wellen aufgreift.

    London Symphony Orchestra

    Das London Symphony Orchestra (LSO) wurde 1904 als erstes selbstverwaltetes Orchester Englands gegründet und erwarb sich bald einen herausragenden Ruf in aller Welt. Während der vergangenen Jahrzehnte amtierten André Previn (1968–79), Claudio Abbado (1979–88), Michael Tilson Thomas (1988–95), Sir Colin Davis (1995–2007) und Valery Gergiev (2007–15) an der Spitze des Orchesters. Seit 2017 hat Sir Simon Rattle als Music Director die Leitung inne; 2024 übernimmt Sir Antonio Pappano diese Position. Gianandrea Noseda und François-Xavier Roth fungieren als Principal Guest Conductors, Michael Tilson Thomas als Conductor Laureate. Das London Symphony Orchestra präsentiert jährlich über siebzig Konzerte im Barbican Centre, das seit 1982 seinen festen Sitz bildet. Residenzen führen es zum Festival d’Aix-en-Provence, wo im Sommer 2021 eine Neuproduktion von Wagners Tristan und Isolde und die Uraufführung von Kaija Saariahos Innocence auf dem Programm standen, und an die Music Academy of the West in Santa Barbara; regelmässig gastiert es auch im New Yorker Lincoln Center, in der Pariser Philharmonie und in der Suntory Hall in Tokio. Besonderen Wert legt das Orchester auf innovative und breitenwirksame Programmangebote für ein Publikum jeden Alters und Bildungsgrads. 60.000 Hörer werden pro Spielzeit mit diesen Projekten erreicht, die unter dem Titel «LSO Discovery» in der Kirche St. Luke’s stattfinden. Die Aktivitäten umfassen Familienkonzerte, Schulprojekte, eine Zusammenarbeit mit der Guildhall School of Music and Drama oder «Discovery Days». Mit «LSO live» verfügt das Orchester über ein eigenes CD-Label, das schon mehr als hundert Aufnahmen veröffentlicht hat.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 3. September 1982: Claudio Abbado dirigierte Elgars Cellokonzert und Berlioz’ Symphonie fantastique.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Sir Simon Rattle

    Geboren 1955 in Liverpool, studierte Simon Rattle Klavier, Schlagzeug und Orchesterleitung an der Royal Academy of Music in London. 1980 begann seine enge Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, das er von 1990 bis 1998 als Music Director leitete und zu einem internationalen Spitzenensemble formte. 2002 wechselte er als Chefdirigent zu den Berliner Philharmonikern, deren Repertoire er in seiner 16-jährigen Ära bis 2018 sukzessive erweiterte: durch die Integration Neuer Musik und szenischer Aufführungen, aber auch barocker Werke und musikhistorischer Raritäten. Viele der Konzerte wurden auf CD mitgeschnitten und mit Preisen ausgezeichnet. Mehrfach preisgekrönt, u. a. mit dem «Comenius Award» und dem Schillerpreis der Stadt Mannheim, wurde auch sein Berliner Education-Programm. Seit 2017 leitet Rattle als Music Director das London Symphony Orchestra; 2023 übernimmt er als Chefdirigent das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Eng ist er auch dem Orchestra of the Age of Enlightenment verbunden, mittlerweile als «Principal Artist»; überdies gastiert er bei den führenden Orchestern Europas und der USA. Als Operndirigent gab Rattle 1977 beim Glyndebourne Festival seinen Einstand. Weitere Auftritte führten ihn an die Opéra national de Paris, das Royal Opera House in London, die Nationaloper Amsterdam, die Wiener Staatsoper und die Metropolitan Opera in New York. Beim Festival d’Aix-en-Provence dirigierte er in diesem Sommer Wagners Tristan und Isolde. Regelmässig arbeitet er mit der Staatsoper Berlin zusammen, wo er in der Spielzeit 2021/22 eine Neuproduktion von Janáčeks Die Sache Makropulos herausbringt. 1994 wurde Simon Rattle als Knight Bachelor von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben; er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und Ritter der französischen Ehrenlegion. 2013 erhielt er den Léonie-Sonning-Musikpreis, 2018 die Ehrung «Freedom of the City of London».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1996 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Werken von Berlioz, Beethoven, Tippett und Haydn.

    Juli 2021

     


     

    Weitere Termine

    Konzerteinführung | 17.30 | KKL Luzern, Auditorium
    mit Susanne Stähr