London Symphony Orchestra

London Symphony Orchestra | Sir Simon Rattle | Magdalena Kožená

Adámek | Beethoven

Mi, 08.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211334

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 290 190 130 40


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    London Symphony Orchestra

    London Symphony Orchestra | Sir Simon Rattle | Magdalena Kožená

    Magdalena Kožená  Mezzosopran
    Ondřej Adámek (*1979)
    Where Are You? für Mezzosopran und Orchester
    Schweizer Erstaufführung
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Pastorale

    In Beethovens Pastorale murmelt der Bach, rufen Kuckuck, Wachtel und Nachtigall, zucken die Blitze und grollt der Donner. Doch schon der Komponist warnte die Ausführenden vor allzu viel Naturalismus: «Mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey», forderte er ausdrücklich. Auch Simon Rattle findet die Vorstellung, «der Sturm habe irgendwie mit dem Wetter zu tun», einfach nur grässlich: «Es geht ganz klar um eine geistige Krise, um die Schrecken der Französischen Revolution oder um Beethovens Wut angesichts seiner eigenen körperlichen Gebrechen und seine Dankbarkeit gegenüber Gott, dass es ihm gelang, damit zu leben.» Eine Sinn- und Gottessuche steht auch am Anfang des Konzerts, wenn Magdalena Kožená den Liederzyklus Where Are You? ihres tschechischen Landsmanns Ondřej Adámek interpretiert, der im März 2021 erst uraufgeführt wurde. «Adámek kombiniert gern die treibende Rhythmik der Minimal Music mit experimentellen Mitteln, aber auch Volksmusik-Patterns», urteilte die Süddeutsche Zeitung. «So bleibt seine Musik in jedem Moment verständlich und zielgerichtet.»

    London Symphony Orchestra

    Das London Symphony Orchestra (LSO) wurde 1904 als erstes selbstverwaltetes Orchester Englands gegründet und erwarb sich bald einen herausragenden Ruf in aller Welt. Während der vergangenen Jahrzehnte amtierten André Previn (1968–79), Claudio Abbado (1979–88), Michael Tilson Thomas (1988–95), Sir Colin Davis (1995–2007) und Valery Gergiev (2007–15) an der Spitze des Orchesters. Seit 2017 hat Sir Simon Rattle als Music Director die Leitung inne; 2024 übernimmt Sir Antonio Pappano diese Position. Gianandrea Noseda und François-Xavier Roth fungieren als Principal Guest Conductors, Michael Tilson Thomas als Conductor Laureate. Das London Symphony Orchestra präsentiert jährlich über siebzig Konzerte im Barbican Centre, das seit 1982 seinen festen Sitz bildet. Residenzen führen es zum Festival d’Aix-en-Provence, wo im Sommer 2021 eine Neuproduktion von Wagners Tristan und Isolde und die Uraufführung von Kaija Saariahos Innocence auf dem Programm standen, und an die Music Academy of the West in Santa Barbara; regelmässig gastiert es auch im New Yorker Lincoln Center, in der Pariser Philharmonie und in der Suntory Hall in Tokio. Besonderen Wert legt das Orchester auf innovative und breitenwirksame Programmangebote für ein Publikum jeden Alters und Bildungsgrads. 60.000 Hörer werden pro Spielzeit mit diesen Projekten erreicht, die unter dem Titel «LSO Discovery» in der Kirche St. Luke’s stattfinden. Die Aktivitäten umfassen Familienkonzerte, Schulprojekte, eine Zusammenarbeit mit der Guildhall School of Music and Drama oder «Discovery Days». Mit «LSO live» verfügt das Orchester über ein eigenes CD-Label, das schon mehr als hundert Aufnahmen veröffentlicht hat.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 3. September 1982: Claudio Abbado dirigierte Elgars Cellokonzert und Berlioz’ Symphonie fantastique.

    Juli 2021

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    Sir Simon Rattle

    Geboren 1955 in Liverpool, studierte Simon Rattle Klavier, Schlagzeug und Orchesterleitung an der Royal Academy of Music in London. 1980 begann seine enge Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, das er von 1990 bis 1998 als Music Director leitete und zu einem internationalen Spitzenensemble formte. 2002 wechselte er als Chefdirigent zu den Berliner Philharmonikern, deren Repertoire er in seiner 16-jährigen Ära bis 2018 sukzessive erweiterte: durch die Integration Neuer Musik und szenischer Aufführungen, aber auch barocker Werke und musikhistorischer Raritäten. Viele der Konzerte wurden auf CD mitgeschnitten und mit Preisen ausgezeichnet. Mehrfach preisgekrönt, u. a. mit dem «Comenius Award» und dem Schillerpreis der Stadt Mannheim, wurde auch sein Berliner Education-Programm. Seit 2017 leitet Rattle als Music Director das London Symphony Orchestra; 2023 übernimmt er als Chefdirigent das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Eng ist er auch dem Orchestra of the Age of Enlightenment verbunden, mittlerweile als «Principal Artist»; überdies gastiert er bei den führenden Orchestern Europas und der USA. Als Operndirigent gab Rattle 1977 beim Glyndebourne Festival seinen Einstand. Weitere Auftritte führten ihn an die Opéra national de Paris, das Royal Opera House in London, die Nationaloper Amsterdam, die Wiener Staatsoper und die Metropolitan Opera in New York. Beim Festival d’Aix-en-Provence dirigierte er in diesem Sommer Wagners Tristan und Isolde. Regelmässig arbeitet er mit der Staatsoper Berlin zusammen, wo er in der Spielzeit 2021/22 eine Neuproduktion von Janáčeks Die Sache Makropulos herausbringt. 1994 wurde Simon Rattle als Knight Bachelor von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben; er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und Ritter der französischen Ehrenlegion. 2013 erhielt er den Léonie-Sonning-Musikpreis, 2018 die Ehrung «Freedom of the City of London».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1996 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Werken von Berlioz, Beethoven, Tippett und Haydn.

    Juli 2021

     


     

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    Magdalena Kožená

    Die 1973 im tschechischen Brno geborene Mezzosopranistin Magdalena Kožená begann ihre musikalische Ausbildung 1987 am Konservatorium ihrer Heimatstadt und setzte ihr Studium von 1991 bis 1995 bei Eva Blahová in Bratislava fort. Mehrere internationale Preise, darunter 1995 der Sieg beim Mozartwettbewerb in Salzburg, eröffneten ihre Berufslaufbahn. 1996 wurde sie Ensemblemitglied an der Wiener Volksoper, seit 1997 ist sie freischaffend tätig. Ihr Opernrepertoire spannt sich von Monteverdi bis zu Werken der Gegenwart. Bei den Salzburger Festspielen war Magdalena Kožená als Zerlina im Don Giovanni und Idamante in Idomeneo zu erleben, bei den dortigen Osterfestspielen gestaltete sie die Dorabella in Così fan tutte und Bizets Carmen. Lucerne Festival ernannte sie im Sommer 2009 zur «artiste étoile». Eng verbunden ist Kožená der Staatsoper Berlin, wo sie u. a. als Debussys Mélisande, Marguerite in Berlioz’ La Damnation de Faust, Martinůs Juliette und als Phaedra in Rameaus Hippolyte et Aricie zu Gast war. An der Bayerischen Staatsoper sang sie den Cherubino in Mozarts Figaro, am Royal Opera House in London Rossinis Cenerentola, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel die Lady Macbeth bei der Uraufführung von Dusapins Macbeth Underworld. Auch die Metropolitan Opera, die Opéra du Châtelet in Paris und die Festivals von Edinburgh und Aldeburgh luden sie für Aufführungen ein. Im Sommer 2021 wirkte sie bei der Weltpremiere von Kaija Saariahos Innocence in Aix-en-Provence mit. Magdalena Kožená arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Gustavo Dudamel, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt und Mariss Jansons zusammen. Für ihre CDs wurde sie mit dem Echo Klassik, dem Gramophone Award und dem Diapason d’or ausgezeichnet; zuletzt, im Herbst 2019, veröffentlichte sie das Album Soirée — Magdalena Kožená and Friends. Seit 2003 ist Magdalena Kožená «Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres».

    LUCERNE FESTIVAL (IMF) debut on 22 March 1997 with Les Musiciens du Louvre conducted by Marc Minkowski in sacred music works by Handel and Charpentier.

    Juli 2021

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