Kosmos Stockhausen 6

London Symphony Orchestra | Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Rattle | Ward | Choi

Stockhausen

So, 09.09.18.30 UhrNr. 18363

KKL Luzern, Luzerner Saal

Vergangenes Konzert


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Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

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    Kosmos Stockhausen 6

    London Symphony Orchestra | Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Rattle | Ward | Choi

    Jaehyuck Choi  Dirigent
    Duncan Ward  Dirigent
    Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
    GRUPPEN für drei Orchester

    Doppelt gehört hält besser – das gilt gerade für die komplexen Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts. Aber nicht nur deshalb können Sie Karlheinz Stockhausens bahnbrechende GRUPPEN gleich zweimal an einem Abend erleben. Sondern auch, weil das 1958 in Köln uraufgeführte Werk als Raummusik angelegt ist: Drei Orchester, insgesamt 109 Musikerinnen und Musiker, umschliessen hufeisenfömig das Publikum. Sie «spielen – jedes unter seinem Dirigenten – teilweise unabhängig in verschiedenen Tempi; von Zeit zu Zeit treffen sie sich; das eine gibt des andern Echo; eine Zeitlang hört man nur Musik von links, von vorne oder von rechts», erläuterte der Komponist den faszinierenden Klangeindruck. Es ist also von grossem Reiz, Stockhausens GRUPPEN zweimal hintereinander zu hören und dabei den Platz zu wechseln, um unterschiedliche «Hörwinkel» einzunehmen. Zwischen den beiden Aufführungen erklingen im grossen Saal des KKL Luzern zwei weitere Schüsselwerke der Neuen Musik von Olivier Messiaen und Luigi Nono (siehe Sinfoniekonzert 24).

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    London Symphony Orchestra

    Das London Symphony Orchestra (LSO) wurde 1904 als erstes selbstverwaltetes Orchester Englands gegründet und erwarb sich bald einen herausragenden Ruf in aller Welt. Während der vergangenen Jahrzehnte amtierten André Previn (1968–79), Claudio Abbado (1979–88), Michael Tilson Thomas (1988–95), Sir Colin Davis (1995–2007) und Valery Gergiev (2007–15) an der Spitze des Orchesters. 2017 begann die Amtszeit von Sir Simon Rattle als neuem Music Director; Gianandrea Noseda und François-Xavier Roth fungieren als Principal Guest Conductors, Tilson Thomas ist Conductor Laureate und Previn Conductor Emeritus. Das London Symphony Orchestra präsentiert jährlich über siebzig Konzerte im Barbican Centre, das seit 1982 seinen festen Sitz bildet. Regelmässige Residenzen führen die Musikerinnen und Musiker in das New Yorker Lincoln Center, die Pariser Philharmonie und die Suntory Hall nach Tokio; hinzu kommen Auftritte in europäischen Musikmetropolen und in Fernost, so zuletzt im Juni 2018 mit Konzerten in Bangkok und sieben chinesischen Metropolen. Die Saison 2018/19 widmet sich dem Schwerpunkt «Roots & Origins»; zu den Gästen am Pult zählen dann Philippe Jordan, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink und Sir Antonio Pappano. Besonderen Wert legt das Orchester auf innovative und breitenwirksame Programmangebote für ein Publikum jeden Alters und Bildungsgrads. 60.000 Hörer werden pro Spielzeit mit diesen Projekten erreicht, die unter dem Titel «LSO Discovery» in St. Luke’s stattfinden. Die Aktivitäten umfassen Familienkonzerte, Schulprojekte, eine Zusammenarbeit mit der Guildhall School of Music and Drama oder «Discovery Days». Mit «LSO live» verfügt das Orchester über ein eigenes CD-Label, das schon mehr als hundert Aufnahmen veröffentlicht hat: Sie wurden mit dem «Grammy», dem «Classical Brit Award», dem «Orphée d’or» oder dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» bedacht.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 3. September 1982: Claudio Abbado dirigierte Elgars Cellokonzert und Berlioz’ Symphonie fantastique.

    August 2018

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    Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    2003 gründeten der Komponist und Dirigent Pierre Boulez und Festspielintendant Michael Haefliger die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY: ein weltweit einzigartiges Ausbildungsinstitut für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sommer für Sommer erhalten hier junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Fast 1.200 Absolventen haben die Akademie in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen, viele von ihnen waren sogar mehrere Sommer dabei. Seit 2016 hat der deutsche Komponist Wolfgang Rihm die künstlerische Leitung inne; als «Principal Conductor» steht ihm Matthias Pintscher zur Seite. Unterstützt werden sie von international renommierten Interpreten der zeitgenössischen Musik, die als Instrumentalcoaches fungieren. 2018 steht das Schaffen von Karlheinz Stockhausen im Zentrum der Orchester- und Ensemblekonzerte, u. a. mit Aufführungen von Inori und Gruppen; bei letzterem schliesst sich das Orchester der Akademie mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pintscher, Sir Simon Rattle und Duncan Ward zusammen. Zur Uraufführung gelangt Peter Eötvös’ neue Partitur Reading Malevich, ausserdem werden Werke von Kurtág, Bella, Zimmermann, Nono und «composer-in-residence» Fritz Hauser präsentiert. Bereits zum dritten Mal findet das «Composer Seminar» statt, in dessen Rahmen junge Komponisten ihre Arbeiten mit Rihm, Dieter Ammann sowie weiteren Gästen diskutieren und sie mit ausgewählten LUCERNE FESTIVAL ALUMNI praktisch erproben. Ein «Conducting Fellowship» bietet Stipendiaten die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie zu begleiten. Das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY wirkt in diesem Sommer auch wieder beim «Erlebnistag» mit und tritt in der Reihe «40min» auf.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Sir Simon Rattle

    Seit Beginn der Spielzeit 2017/18 steht Sir Simon Rattle als neuer Musikdirektor an der Spitze des London Symphony Orchestra. Seine Amtszeit eröffnete er mit dem zehntägigen Festival «This Is Rattle» und Berlioz’ La Damnation de Faust als Hauptwerk; in der Saison 2018/19 wird er sich u. a. Janáčeks Schlauem Füchslein widmen. Rattle, der 1955 in Liverpool geboren wurde, studierte Klavier, Schlagzeug und Orchesterleitung an der Royal Academy of Music in London. 1980 begann seine enge Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, das er von 1990 bis 1998 als Music Director leitete und zu einem internationalen Spitzenensemble formte. 2002 wechselte er als Chefdirigent zu den Berliner Philharmonikern, deren Repertoire er in seiner 16-jährigen Ära sukzessive erweiterte: durch die Integration Neuer Musik, aber auch barocker Werke und musikhistorischer Raritäten. Viele der Konzerte wurden auf CD mitgeschnitten und mit Preisen ausgezeichnet. Mit Mahlers Sechster Sinfonie, mit der er 1987 schon bei den «Berlinern» debutiert hatte, verabschiedete er sich im Juni 2018 als Chef von den Philharmonikern. Seit 1992 ist Sir Simon auch dem Orchestra of the Age of Enlightenment eng verbunden, mittlerweile als «Principal Artist»; überdies dirigiert er die führenden Orchester Europas und der USA. Als Operndirigent gab er 1977 beim Glyndebourne Festival seinen Einstand. Weitere Auftritte führten ihn an die Opéra national de Paris, das ROH Covent Garden, die Niederländische Nationaloper, die Wiener Staatsoper und die Metropolitan Opera New York. Zuletzt brachte er bei den Osterfestspielen Baden-Baden 2018 Wagners Parsifal heraus. 1994 wurde Simon Rattle als Knight Bachelor von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben; er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und Ritter der französischen Ehrenlegion. 2013 erhielt er den Léonie-Sonning-Musikpreis.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1996 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Werken von Berlioz, Beethoven, Tippett und Haydn.

    Juli 2018

     


     

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    Jaehyuck Choi

    Der koreanische Dirigent und Komponist Jaehyuck Choi wurde 1994 in Seoul geboren. Er studierte in New York an der Juilliard School und besuchte darüber hinaus Meisterkurse unter anderem am Pariser IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) und in Royaumont, wo er mit Peter Eötvös zusammenarbeiten konnte. 2015 rief Jaehyuck Choi in Korea das Ensemble Blank ins Leben, das sich der zeitgenössischen Musik widmet und das er seither als Komponist und Dirigent leitet. 2017 wurde Jaehyuck Choi für sein Klarinettenkonzert Nocturne III beim Concours de Genève mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Seine Werke wurden sowohl in den USA und Korea als auch in Europa aufgeführt, unter anderem vom Orchestre de Chambre de Genève, vom Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, vom Ensemble Dal Niente oder vom TIMF Ensemble. Jaehyuck Choi, der sich auch für Malerei und Film interessiert, lebt in New York und Seoul.

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    Duncan Ward

    Der britische Dirigent Duncan Ward, 1989 in der Grafschaft Kent geboren, studierte Klavier, Dirigieren und Komposition am Royal Northern College of Music in Manchester. Auf Empfehlung von Sir Simon Rattle wurde er 2012 als erster Dirigent für zwei Jahre in die Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker aufgenommen. Dabei leitete er die Stipendiaten u. a. in einem Boulez-Programm und konnte weitere praktische Erfahrungen als Rattles Assistent sammeln. Seine Zusammenarbeit mit Musikern der Berliner Philharmoniker führte später zu Auftritten bei den Osterfestspielen Baden-Baden, beim Acht-Brücken-Festival in Köln und zum Projekt «Violins of Hope», bei denen die Philharmoniker zum Holocaust-Gedenktag auf Instrumenten von Auschwitz-Opfern musizierten. 2015 wurde Duncan Ward zum Chefdirigenten der britischen Sinfonia Viva berufen; ausserdem ist er Associate Conductor des National Youth Orchestra of Great Britain. Mittlerweile hat er zahlreiche renommierte Orchester geleitet, darunter das Radio-Symphonieorchester Wien und das BBC Philharmonic, das Orchestre de Paris und das Schwedische Rundfunk-Sinfonieorchester, die Bamberger Symphoniker und das Ensemble intercontemporain. In der Saison 2017/18 debutierte er bei der Dresdner Philharmonie, beim Orchestre National de Belgique und beim Trondheim Symphony Orchestra. An der Niederländischen Nationaloper leitete er Bernsteins Trouble in Tahiti und MacMillans Clemency, bei «Glyndebourne on Tour» brachte er Donizettis Don Pasquale und Brett Deans Hamlet heraus. Für seine Kompositionen wurde Duncan Ward bereits 2005 als «BBC Young Composer of the Year» ausgezeichnet. Seine Werke, die in der Edition Peters erscheinen, wurden u. a. vom London Symphony Orchestra, vom Endymion Ensemble, den BBC Singers und The Sixteen aufgeführt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL: Am 13. August 2017 brachte er hier mit einem Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI Michel van der Aas Musiktheater The Book of Disquiet zur Schweizer Erstaufführung.

    Juli 2018

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    Das «Stockhausen-Paket»
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