Sinfoniekonzert 29

London Philharmonic Orchestra | Marin Alsop | Sol Gabetta

Elgar | Mahler

Fr, 14.09.19.30 UhrNr. 18355

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

|

 
     

    Sinfoniekonzert 29

    London Philharmonic Orchestra | Marin Alsop | Sol Gabetta

    Marin Alsop  Dirigentin
    Sol Gabetta  Violoncello
    Edward Elgar (1857–1934)
    Auszüge aus The Wand of Youth, Suiten Nr. 1 und 2
    Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85
    Gustav Mahler (1860–1911)
    Sinfonie Nr. 1 D-Dur

    Zum Abschluss ihrer Auftritte als «artiste étoile» beim Sommer-Festival 2018 präsentiert Sol Gabetta ihr «cheval de bataille»: das vor genau hundert Jahren entstandene Cellokonzert von Edward Elgar, dessen nostalgischer Wehmutston das Publikum weltweit begeistert. 15 bis 20 Mal pro Saison führt Gabetta dieses Werk auf, und sie spielte es auch, als sie 2014 ihren Einstand bei den Berliner Philharmonikern gab oder als sie 2016 die BBC Proms eröffnete. «Bei keinem anderen Konzert hat sich meine Sichtweise stärker entwickelt», erklärt sie. Einen weniger bekannten Elgar stellen Dirigentin Marin Alsop und das London Philharmonic zu Beginn des Konzerts vor: In The Wand of Youth griff der Komponist auf Melodien zurück, die er als Kind und Jugendlicher komponiert hatte – ein idealer Beitrag zum Festivalthema «Kindheit». Hauptwerk des Abends aber ist Mahlers ohrwurmträchtige Erste Sinfonie, die eine tragische Liebesgeschichte erzählt: vom Erwachen der Gefühle über die höchste Euphorie und die Desillusionierung bis zur finalen Erlösung. Bewegender können Liebesfreud und Liebesleid nicht klingen …
     

    Podcast «Kinderszenen»: Gustav Mahler (1860–1911)
    Auch die Grossen waren einmal klein: Wie sah die Kindheit der grossen Komponisten aus. Erzählt von Susanne Stähr.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben

    London Philharmonic Orchestra

    Das London Philharmonic Orchestra wurde 1932 von Sir Thomas Beecham gegründet und ist seit 1951 im Londoner Southbank Centre beheimatet. International renommierte Dirigenten wie Sir Adrian Boult, Bernard Haitink, Sir Georg Solti, Klaus Tennstedt und Kurt Masur haben auf der Chefposi-tion die Geschichte des Orchesters geprägt. 2007 wurde Vladimir Jurowski zum Principal Conductor berufen; seit 2015 steht ihm Andrés Orozco-Estrada als Principal Guest Conductor zur Seite. Neben den rund vierzig jährlichen Konzerten in der Royal Festival Hall des Southbank Centre ist das London Philharmonic als Residenzorchester regelmässig in Brighton und Eastbourne zu erleben; seit über fünfzig Jahren musiziert es ausserdem allsommerlich beim Glyndebourne Festival. 2018 widmet sich das Orchester unter dem Titel Changing Faces: Stravinsky’s Journey schwerpunkthaft dem Schaffen Igor Strawinskys. Tourneen haben die Musikerinnen und Musiker um die ganze Welt geführt: 1956 war das London Philharmonic das erste britische Orchester, das in Russland gastierte, 1973 gar das erste westliche Orchester überhaupt, das in China auftrat. In der Saison 2017/18 standen Gastspiele in Japan, China und Rumänien, in der Tschechischen Republik, in Deutschland, Belgien, Österreich, Spanien, Italien und Frankreich auf dem Programm. Die rege Aufnahmetätigkeit des Orchesters, die auch eine Zusammenarbeit mit der Filmindustrie einschliesst, setzte bereits im Jahr 1932 ein, als nur drei Tage nach dem Gründungskonzert die erste Platte eingespielt wurde; seit 2005 unterhält das London Philharmonic Orchestra sein eigenes Label, auf dem mittlerweile mehr als hundert Einspielungen erhältlich sind. Mit seinen Jugendprogrammen, darunter Schul- und Familienkonzerte und ein Ausbildungsprojekt für hochbegabte Nachwuchsmusiker, erreicht das Orchester jährlich Tausende junger Menschen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL(IMF) am 17. August 1992 mit Werken von Beethoven und Strauss unter Leitung von Klaus Tennstedt.

    Juli 2018

     

    Marin Alsop

    Die amerikanische Dirigentin Marin Alsop wurde 1956 in New York City geboren, studierte an der Yale University und erhielt ihr «Master’s Degree» an der Juilliard School of Music. Ihre internationale Karriere begann, als sie 1989 die «Leopold Stokowski International Conducting Competition» gewann und als erste Frau den «Koussevitzky Conducting Prize» in Tanglewood erhielt, wo sie die Meisterklasse von Leonard Bernstein absolviert hatte. Bereits 1992 übernahm Marin Alsop die Leitung des Cabrillo Festival of Contemporary Music in Kalifornien, dem sie bis 2016 vorstand. Von 1993 bis 2005 war sie Music Director des Colorado Symphony Orchestra, von 2002 bis 2008 Chefdirigentin beim Bournemouth Symphony Orchestra. 2007 trat Marin Alsop die Position der Musikdirektorin beim Baltimore Symphony Orchestra an; seit 2012 steht sie überdies an der Spitze des brasilianischen São Paulo Symphony Orchestra, das sie noch bis Ende 2019 leiten wird. Zur Spielzeit 2019/20 übernimmt sie dann die Chefposition beim Radio-Symphonieorchester Wien. Als Gastdirigentin war Alsop mit dem Philadelphia und dem Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Filarmonica della Scala, dem London Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig zu erleben. Sowohl 2013 als auch 2015 leitete sie die legendäre «Last Night of the Proms», als erste Dirigentin überhaupt. In der Saison 2018/19 ist sie «Musical Curator» beim Ravinia Festival und «artist-in-residence» am Londoner Southbank Centre. Marin Alsops Diskographie umfasst u. a. Gesamteinspielungen der Sinfonien von Brahms und Prokofjew. Für ihre Aufnahme von Bernsteins Mass wurde ihr der «Gramophone Award» verliehen, für Jennifer Higdons Percussion Concerto der «Grammy». Seit 2015 lehrt sie als «Director of Graduate Conducting» am John Hopkins Peabody Institute.

    Debut LUCERNE FESTIVAL am 26. August 2016 am Pult des São Paulo Symphony Orchestra mit Werken von Nobre, Grieg, Villa-Lobos und Rachmaninow.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Sol Gabetta

    Sol Gabetta ist «artiste étoile» beim Sommer-Festival 2018, wo sie in drei Sinfoniekonzerten mit dem Mahler Chamber Orchestra, den Wiener Philharmonikern sowie dem London Philharmonic Orchestra zu erleben ist und ausserdem zwei Kammerkonzerte gestaltet. Die internationale Karriere der Cellistin, die 1981 als Tochter französisch-russischer Eltern im argentinischen Córdoba geboren wurde und ihr Studium bei Ivan Monighetti in Basel und bei David Geringas in Berlin absolvierte, ist ohnehin eng mit LUCERNE FESTIVAL verbunden. Als Gewinnerin des «Credit Suisse Young Artist Award» konnte sie hier 2004 ihr Debut mit den Wiener Philharmonikern feiern. Seither arbeitet sie mit Klangkörpern wie dem Orchestre national de France und dem Orchestre de Paris, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Los Angeles und dem London Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und dem Philharmonia Orchestra zusammen. 2014 gab Sol Gabetta ihren Einstand bei den Berliner Philharmonikern, als sie unter der Leitung von Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen Baden-Baden auftrat. Im Frühjahr 2018 konzertierte sie bei den Salzburger Osterfestspielen mit der Sächsischen Staatskapelle unter Christian Thielemann; dort erhielt sie auch den Karajan-Musikpreis. Kurz danach brachte sie das Schumann-Konzert mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel zur Aufführung. Sol Gabetta ist eine passionierte Kammermusikerin und veranstaltet in der Klosterkirche Olsberg seit 2006 ihr eigenes Festival «SOLsberg»; gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Bertrand Chamayou war sie 2018 in der New Yorker Carnegie Hall, im Pariser Théâtre des Champs-Elysées und in der Philharmonie Luxemburg zu hören. Bereits viermal erhielt sie für ihre CDs den «Echo Klassik». Sol Gabetta spielt auf einem vom Atelier Cels Paris zur Verfügung gestellten Violoncello von Matteo Goffriller (Venedig 1730).

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 29. August 2001 mit Werken von Penderecki, Schubert, Vasks und Tschaikowsky.

    Juli 2018

    Weitere Termine
    None
    Konzertsponsor