Sinfoniekonzert 31

Les Musiciens du Prince | Männerchor der Opéra de Monte-Carlo | Gianluca Capuano | Cecilia Bartoli u.a.

Rossini

So, 16.09.17.00 UhrNr. 18360

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

17.08.-16.09. 2018

 

|

 
     

    Sinfoniekonzert 31

    Les Musiciens du Prince | Männerchor der Opéra de Monte-Carlo | Gianluca Capuano | Cecilia Bartoli u.a.

    Männerchor der Opéra de Monte-Carlo  
    Edgardo Rocha  Don Ramiro
    Carlos Chausson  Don Magnifico
    Rosa Bove  Tisbe
    Gioachino Rossini (1792–1868)
    La cenerentola
    Dramma giocoso in zwei Akten
    Halbszenische Aufführung

    «Wie wunderbar!», schwärmte Cecilia Bartoli, als sie im Februar 2017 in Monte-Carlo Rossinis La cenerentola herausbrachte. «Ich empfand das als einen Abend der Superlative. Wir alle wollten dasselbe, waren im absoluten Gleichklang – das ist doch das Geheimnis einer richtig guten Aufführung. Alle bringen ihre Passion ein, haben aber auch unglaublich viel Vergnügen daran.» Mit Rossini hatte die Mezzosopranistin als 19-Jährige ihre Laufbahn begonnen. Für die Rückkehr zum «Patron» ihrer Karriere hat sie nun sogar ein eigenes neues Ensemble gegründet, Les Musiciens du Prince, mit Prinz Albert von Monaco als Schirmherrn. Und mit dieser Truppe krönt sie jetzt das Sommer-Festival 2018 und bringt es, als Rossinis Aschenputtel, zu einem märchenhaften Abschluss. «Am Ende dieses Opernabends dreht sich Bartoli im Hochzeitskleid immer noch wie im Rausch im Kreis und trägt ihre Koloraturen mühelos in die Ränge hinauf: ein Cecilia Surround System», berichtete der Norddeutsche Rundfunk und urteilte: «Es ist ein leidenschaftlicher, witziger Weltklasse-Abend – eine Sternschnuppen-Stunde.»

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Les Musiciens du Prince – Monaco

    Das Barockensemble Les Musiciens du Prince – Monaco wurde im Frühjahr 2016 auf Initiative von Cecilia Bartoli an der Opéra de Monte-Carlo gegründet und wird von Prinz Albert II. und seiner Schwester Caroline Prinzessin von Hannover unterstützt. Es vereint internationale Spitzenmusiker, die mit der Tradition der europäischen Hofmusik vom 17. bis 19. Jahrhundert eng vertraut sind. Das Repertoire erstreckt sich von Barockkomponisten wie Antonio Vivaldi oder Georg Friedrich Händel bis zum Opernschaffen Gioachinos Rossinis; ein Schwerpunkt gilt auch Raritäten und wiederentdeckten Werken. Noch in ihrem Gründungsjahr bestritten Les Musiciens du Prince mit Cecilia Bartoli eine erste Europatournee. 2017 gastierten sie sowohl bei den Salzburger Pfingst- als auch bei den Sommerfestspielen und präsentierten Händels Ariodante und Rossinis La donna del lago; 2018 folgte dort die Fortsetzung mit einem Konzert des mexikanischen Tenors Javier Camarena, das auch auf CD aufgenommen wurde. Für den Spätherbst 2018 ist eine Gastspielreise mit einem Vivaldi-Programm und Auftritten in Martigny, Luxemburg, Brüssel, Amsterdam, Paris, Köln, Dortmund, Hamburg und Bremen geplant. Bei der Luzerner Aufführung von Rossinis La cenerentola steht den Musiciens du Prince das Herrenensemble des Chœur de l’Opéra de Monte-Carlo zur Seite. Der Chor, der seit 2007 von Stefano Visconti geleitet wird, wirkt nicht nur bei den Opernaufführungen der monegassischen Bühne mit, sondern interpretiert auch chorsinfonisches Repertoire und geistliche Werke. So waren die Sängerinnen und Sänger zuletzt bei Aufführungen von Liszts Faust-Sinfonie, Ravels Daphnis et Chloé, Schönbergs Survivor from Warsaw und Haydns Missa in tempore belli zu hören.

    Juli 2018

    Gianluca Capuano

    Gianluca Capuano, 1968 in Mailand geboren, studierte Orgel, Komposition und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt und schloss auch ein Studium der Philosophie an der dortigen Universität ab. Früh spezialisierte er sich auf die Alte Musik sowie die historisch-informierte Aufführungspraxis und trat als Dirigent, Organist und Continuo-Spieler in ganz Europa, den USA, Russland und Japan auf. Dabei arbeitete er mit Künstlern wie Michael Chance, Emma Kirkby, Cecilia Bartoli, Max Emanuel Cencic, Philippe Jaroussky, Diego Fasolis oder Lorenzo und Vittorio Ghielmi zusammen. 2006 gründete Capuano das Ensemble Il canto di Orfeo, mit dem er seither das barocke und klassische Repertoire erarbeitet. Mit dieser Formation trat er auch am Mailänder Teatro alla Scala auf, wo er sich 2013 mit Raskatows Hundeherz vorstellte und 2015 an einer Produktion von Bernd Alois Zimmermanns Soldaten mitwirkte. Gemeinsam mit dem Concerto Köln spielte er Leonardo Vincis Artaserse ein und präsentierte das Werk an der Oper Köln. Beim Edinburgh Festival, am Théâtre des Champs-Elysées und am Festspielhaus Baden-Baden leitete er Bellinis Norma mit Cecilia Bartoli in der Hauptrolle, und diese Zusammenarbeit setzte sich 2017 bei den Salzburger Festspielen fort, wo er am Pult der Musiciens du Prince – Monaco Händels Ariodante und Rossinis La donna del lago dirigierte. In der Saison 2017/18 war Gianluca Capuano mit Mozarts La clemenza di Tito am Badischen Staatstheater Karlsruhe und mit Monteverdis Poppea im französischen Nantes zu Gast; er widmete sich Spontinis Le metamorfosi di Pasquale am Teatro La Fenice in Venedig, Rossinis La cenerentola an der Opéra de Monte-Carlo und Cimarosas Il matrimonio segreto am Opernhaus Köln. Überdies ist Gianluca Capuano künstlerischer Leiter des Festivals «Musica negli horti», das jeweils im September im Val d’Orcia stattfindet.

    Juli 2018

    Claudia Blersch

    Claudia Blersch arbeitet als Regisseurin und Spielleiterin vor allem am Opernhaus Zürich. Sie studierte in Mailand und Konstanz Politikwissenschaften und Italienisch, ehe sie an der Zürcher Hochschule für Gestaltung und Kunst den Studiengang Kulturwissenschaften absolvierte. Ab 2003 entstanden eigene Inszenierungen, darunter Mozarts Così fan tutte in Friedrichshafen, Telemanns Pimpinone für die Zürcher Festspiele und die Nietzsche-Wagner-Collage Wahnfried, ebenfalls in Zürich. Am dortigen Opernhaus führte sie Regie bei der Uraufführung von Anno Schreiers Musiktheater Hinter Masken, bei Telemanns Der geduldige Sokrates (mit dem Internationalen Opernstudio) und bei Jonathan Doves Musical Das verzauberte Schwein. Weitere Produktionen realisierte sie für die Swiss Pocket Opera, das Theater Rigiblick und die Bluebird Productions. Ihre Videoinstallationen PEEPSHOW/Salome und SLOTMACHINE/Tosca wurden 2007 beim Festival der Künste der ZHdK ausgezeichnet.

    Juli 2018

    Cecilia Bartoli

    Cecilia Bartoli, die aus Rom stammt, wurde von ihrer Mutter Silvana Bazzoni ausgebildet. 1987 gab sie ihr Operndebut, 1988 arbeitete die gerade 22-Jährige bei einer Produktion von Mozarts Così fan tutte erstmals mit Nikolaus Har­non­court zusammen. Gleich am Beginn ihrer Karriere standen auch Begeg­nungen mit Her­bert von Karajan, Sir Georg Solti und Daniel Barenboim. Cecilia Bartoli tritt seit mehr als zwanzig Jahren an den renommiertesten Opern- und Konzerthäusern sowie bei den grossen internationalen Festspielen auf. Schon früh arbeitete sie neben den führenden Sinfonieorchestern auch mit Ensembles der Alten Musik zusammen, darunter Les Arts Florissants, der Concentus Musicus Wien, Il Giardino Armonico, Les Musiciens du Louvre, das Freiburger Barockorchester, La Scintilla und I Barocchisti. 2016 gründete sie das in Monaco beheimatete Orchester Les Musiciens du Prince. Die barocke Literatur, das Mozart-Fach und der Belcanto bilden die Schwerpunkte ihres Repertoires – dabei sorgte sie für die Wiederentdeckung vieler in Vergessenheit geratener Werke. Seit 2012 ist Cecilia Bartoli künstlerische Leiterin der Pfingstfestspiele in Salzburg, wo sie in den vergangenen Jahren u. a. als Bellinis Norma, als Rossinis Cenerentola und Händels Ariodante zu erleben war. 2018 gestaltete sie dort die Titelrolle in Rossinis L’italiana in Algeri, 2019 folgt eine Neuproduktion von Händels Alcina. Cecilia Bartolis CDs wurden mehr als zehn Millionen Mal verkauft – allein fünfmal wurde ihr der «Grammy» verliehen. Zuletzt, im Spätherbst 2017, veröffentlichte sie das Album Dolce Duello mit Sol Gabetta und der Cappella Gabetta. In Italien und Frankreich wurde sie mit höchsten Orden dekoriert, in Dänemark erhielt sie 2010 den Léonie-Sonning-Musikpreis; 2012 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem «Herbert von Karajan Musikpreis» und 2016 mit dem «Polar Music Prize» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 7. September 1995 mit einem Liederrezital, am Klavier György Fischer.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Edgardo Rocha

    Der Tenor Edgardo Rocha stammt aus Rivera in Uruguay. Er studierte Klavier und Orchesterleitung in Montevideo, zog 2008 nach Italien und absolvierte seine Gesangsausbildung bei Salvatore Fisichella; Meisterkurse führten ihn zu Rockwell Blake und Alessandro Corbelli. 2010 feierte Rocha seinen Bühneneinstand in der Titelrolle von Donizettis Gianni di Parigi in Martina Franca. Bald wurde er, vor allem als Interpret im Belcanto-Repertoire, auch an die Wiener, die Bayerische und die Sächsische Staatsoper, die Opéra national de Paris und ans Teatro alla Scala nach Mailand eingeladen. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen war er an der Seite von Cecilia Bartoli in Rossinis Otello, La donna del lago und L’italiana in Algeri zu erleben. In der Spielzeit 2018/19 wird er mit Rossinis Semiramide am Teatro La Fenice in Venedig, mit L’italiana in Algeri am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und mit Il turco in Italia am Opernhaus Zürich gastieren.

    Juli 2018

    Alessandro Corbelli

    Der Bariton Alessandro Corbelli, der aus Turin stammt, wurde von Giuseppe Valdengo und Claude Thiolas ausgebildet und gab 1973 sein Operndebut. Seit 30 Jahren ist er Stammgast an führenden Bühnen, so etwa an der Mailänder Scala, am Londoner Royal Opera House, an der Opéra national de Paris, der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera New York und bei den Salzburger Festspielen. Berühmt ist er vor allem für seine Rollenportraits im Belcanto-Repertoire und seine Mozart-Interpretationen, bei denen auch sein komisches Talent zur Geltung kommt. 2017/18 war er als Don Alfonso in Mozarts Così fan tutte an der Chicago Lyric Opera zu Gast, sang den Fra Melitone in Verdis La forza del destino an der Niederländischen Nationaloper und den Geronio in Rossinis Il turco in Italia an der Bayerischen Staatsoper. Corbelli wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem «Premio Abbiati» der italienischen Kritikervereinigung und dem «Rossini d’oro».

    Juli 2018

    Carlos Chausson

    Der Bassbariton Carlos Chausson, geboren im spanischen Saragossa, studierte an der Escuela Superior de Canto in Madrid und an der University of Michigan. Nach seinem Bühneneinstand, den er 1976 als Masetto in Mozarts Don Giovanni an der Oper von Las Palmas gab, wurde er an international führende Bühnen verpflichtet, etwa an die Staatsopern von Wien, München und Berlin, die Mailänder Scala, das Opernhaus Zürich, die San Francisco und die New Yorker Metropolitan Opera. Zu seinen Paraderollen zählen Buffo-Partien von Rossini wie der Bartolo (Il barbiere di Siviglia), Don Magnifico (La cenerentola) und Taddeo (L’italiana in Algeri) oder von Donizetti (Don Pasquale sowie Dulcamara in L’elisir d’amore) und Mozart (Don Alfonso in Così fan tutte). Chausson arbeitete mit Claudio Abbado, Daniel Barenboim und Nikolaus Harnoncourt zusammen, mit dem er in Zürich Mozarts Le nozze di Figaro und Così fan tutte sowie Offenbachs La belle Hélène interpretierte.

    Juli 2018

    Martina Janková

    Martina Janková, Schweizer Sopranistin mit tschechischen Wurzeln, studierte in Ostrava und Basel und begann ihre Laufbahn am Opernhaus Zürich, dessen Ensemble sie bis 2012 angehörte. Dort arbeitete sie mit William Christie, Nikolaus Harnoncourt, Marc Minkowski und Franz Welser-Möst zusammen und gestaltete ein breites Repertoire von der Barock-oper bis zu Pfitzner und Janáček. Vor allem als Mozart-Interpretin geniesst Martina Janková hohes Ansehen; so war sie als Despina in Così fan tutte und als Susanna in Le nozze di Figaro bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Weitere Auftritte führten sie an die Opernhäuser von Wien, Mailand und Paris. Als Konzertsängerin trat sie mit den Berliner und den Münchner Philharmonikern, dem Israel Philharmonic, der Tschechischen Philharmonie, dem Leipziger Gewandhausorchester und dem Cleveland Orchestra auf. Darüber hinaus ist sie eine gefragte Liedsängerin und präsentiert regelmässig Rezitale.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 8. September 2001 mit der Achten Sinfonie von Gustav Mahler unter der Leitung von Franz Welser-Möst.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Rosa Bove

    Die Mezzosopranistin Rosa Bove erhielt ihre Ausbildung bei Carlo Tuand am Konservatorium ihrer Heimatstadt Salerno und später bei Virginio Profeta. Nach ersten Engagements in Neapel, Lecce und Foggia debutierte sie 2008 als Giannina in Spontinis Li puntigli delle donne beim Festival Pergolesi Spontini in Jesi. Seither trat sie auch bei den Schwetzinger Festspielen, am Théâtre des Champs-Elysées, am Teatro La Fenice in Venedig, am Teatro Massimo in Palermo und an der Garsington Opera auf. Bei den Salzburger Festspielen war sie an der Seite von Cecilia Bartoli in Glucks Iphigénie en Tauride und Rossinis L’italiana in Algeri zu erleben. Rosa Boves Repertoire reicht von der Barockoper bis zu geistlicher Musik des 20. Jahrhunderts. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Fabio Biondi, Laurence Cummings, Diego Fasolis, Christopher Hogwood und Antonello Manacorda zusammen. Claudio Abbado nahm mit ihr Pergolesis Confitebor tibi Domine auf CD auf.

    Juli 2018

    José Coca Loza

    Der Bassist José Coca Loza, Jahrgang 1989, stammt aus Bolivien. 2012 kam er nach Basel, um bei Marcel Boone an der dortigen Musikhochschule zu studieren; 2016 wurde er Mitglied im Opernstudio OperAvenir am Theater Basel, wo er in Händels Alcina, Dukas’ Ariane et Barbe-bleue, Verdis La traviata und Strauss’ Elektra zu erleben war. Coca Loza ist Preisträger der Wettbewerbe «Quest for the Best» (2011, Tucson/Arizona), «Oper Schloss Hallwyl» (2014), «Migros Kulturprozent» und des «Concorso Renata Tebaldi» (2017). Seit 2014 nimmt er an Meisterkursen von Silvana Bazzoni teil, der Mutter und Lehrerin Cecilia Bartolis, die erstmals mit ihm 2017 bei «Stars & Rising Stars» in München auftrat und ihn 2018 als Haly in Rossinis L’italiana in Algeri zu den Salzburger Pfingstfestspielen einlud. Dieselbe Rolle gestaltete er anschliessend auch bei den dortigen Sommerfestspielen sowie unter Jean-Christophe Spinosi an der Opéra de Versailles.

    Juli 2018

    None