Oper Partenope

Les Arts Florissants | William Christie | Sophie Daneman | Solist*innen

Händel

Fr, 03.09. | 19.30 Uhr | Nr. 211327

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 240 150 100 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Oper Partenope

    Les Arts Florissants | William Christie | Sophie Daneman | Solist*innen

    Sophie Daneman  Halbszenische Einrichtung
    Solistinnen und Solisten des «Jardin des Voix» 2021:  Ana Vieira Leite, Partenope | Helen Charlston, Rosmira/Eurimene | Hugh Cutting, Arsace | Alberto Miguélez Rouco, Armindo | Jacob Lawrence, Emilio | Matthieu Walendzik, Ormonte
    Georg Friedrich Händel (1685–1759)
    Partenope HWV 27, Oper in drei Akten
    Halbszenische Aufführung

    Die schöne Königin Partenope kann sich vor Verehrern kaum retten: Gleich drei Prinzen buhlen um ihre Gunst. Einer von ihnen, Arsace, hat für sie sogar seine Braut Rosmira verlassen. Doch die sinnt auf Rache, verkleidet sich als armenischer Edelmann Eurimene und gesellt sich als weiterer Freier zu den drei anderen. Im Vierkampf der Rivalen geht es dann heftig zur Sache. Prinz Emilio schreckt nicht einmal vor einem Krieg zurück, weil Partenope ihn nicht erhört. Und Arsace, der bald Eurimenes wahre Identität erkennt, fordert den «Nebenbuhler» zum Duell – infamerweise mit nacktem Oberkörper. Da hilft dann nur noch ein Geständnis, das den schier unentwirrbaren Knoten der Handlung löst. Partenope ist Händels irrwitzigste Oper, funkelnd vor Ironie, mit der er den heroischen Stil, die Militärmusik und die Travestie der damaligen Opernstoffe aufs Korn nimmt. Ein Schmankerl für William Christie und die Absolvent*innen seiner Meisterschmiede «Le Jardin des Voix», die das selten gespielte Meisterwerk in einem halbszenischen Arrangement auf die Bühne bringen.

    Partenope wird ungekürzt und ohne Pause aufgeführt. Die halbszenische Version dauert ca. 120 Minuten.

    Les Arts Florissants

    Das Ensemble Les Arts Florissants wurde 1979 gegründet: Sein Name geht auf eine Oper von Marc-Antoine Charpentier zurück. Künstlerischer Leiter ist seit Anbeginn der Cembalist und Dirigent William Christie; ihm steht Paul Agnew zur Seite, der 2019 zum Musikalischen Ko-Direktor ernannt wurde. Aus den Schatzkammern der Bibliothèque nationale de France hat das Ensemble zahlreiche in Vergessenheit geratene Werke zutage gefördert und ins Repertoire zurückgebracht — nicht allein Kompositionen des französischen Grand Siècle, sondern der gesamten europäischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Seit ihrem Operndebut mit Lullys Atys, das 1987 an der Opéra Comique in Paris erfolgte, haben sich Les Arts Florissants intensiv dem Musiktheater verschrieben. Sie absolvieren jede Saison rund 100 Auftritte, vor allem in der Pariser Philharmonie, der sie als artist-in-residence verbunden sind, aber auch am Théâtre de Caen, an der Pariser Opéra Comique, am Théâtre des Champs-Elysées und in Schloss Versailles; überdies gastieren sie regelmässig in New York, London, Edinburgh, Brüssel, Wien, Salzburg, Madrid, Barcelona und Moskau. Seit 2012 gestaltet das Ensemble das Festival «Dans les Jardins de William Christie». Mit der Gesangsakademie «Le Jardin des Voix» und dem Programm «The Arts Flo Juniors» widmet es sich dem hochbegabten musikalischen Nachwuchs. Les Arts Florissants werden vom französischen Staat, von der Direction régionale des affaires culturelles, vom Département de la Vendée und der Region Pays de la Loire unterstützt. The Selz Foundation, die American Friends of Les Arts Florissants und Crédit Agricole Corporate & Investment Bank sind Hauptsponsoren.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 27. August 1996 mit Werken von Sigismondo d’India und Claudio Monteverdi unter der Leitung von William Christie.

    Juli 2021

    William Christie

    Der Cembalist, Dirigent und Musikwissenschaftler William Christie wurde 1944 in Buffalo/New York geboren und absolvierte sein Musikstudium an den Universitäten von Harvard und Yale. 1971 liess er sich in Frankreich nieder und begann in ganz Europa zu konzertieren. Den entscheidenden Aufschwung nahm seine Karriere durch die Grün­dung des Ensembles Les Arts Florissants im Jahr 1979, mit dem sich Christie vor allem dem französischen Barockrepertoire von Charpentier bis Rameau widmet. Dabei stehen seit der Aufführung von Lullys Atys an der Pariser Opéra Comique auch immer wieder szenische Produktionen auf dem Programm, sei es in Paris oder beim Festival von Aix-en-Provence, wo Christie Opern von Monteverdi bis Mozart präsentierte. Beim Glyndebourne Festival führte er Werke von Händel und Rameau auf, am Opernhaus Zürich brachte er u. a. Glucks Iphigénie en Tauride, Rameaus Les Indes galantes, Charpentiers Médée und zuletzt Händels Semele heraus, an der Metropolitan Opera New York widmete er sich Mozarts Così fan tutte, bei den Wiener Festwochen Purcells Dido and Aeneas, bei den Salzburger Festspielen Monteverdis Poppea. 2021 dirigierte er eine Neuproduktion von Mondonvilles Titon et l’Aurore in Paris. Mehrfach arbeitete Christie auch mit den Berliner Philhar­monikern zusammen. Einen wichtigen Stellenwert nimmt für ihn die pädagogische Arbeit ein: 1982 erhielt er als erster Amerikaner eine Professur am Pariser Conservatoire, wo er bis 1995 die Klasse für Alte Musik leitete. In Caen rief er im Jahr 2002 eine Akademie für junge Sänger*innen ins Leben, «Le Jardin des Voix». Und seit 2007 führt er zweimal jährlich Meisterklassen an der New Yorker Juilliard School of Music durch. William Christie hat über 100 CDs eingespielt, viele davon preisgekrönt. 1995 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an; er ist Commandeur der Ehrenlegion sowie im Orden der Künste und der Literatur und wurde zum «Grand Officier dans l’Ordre National du Mérite» ernannt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 27. August 1996 mit Les Arts Florissants und Werken von Sigismondo d’India und Claudio Monteverdi.

    Juli 2021

    Sophie Daneman

    Die britische Sopranistin Sophie Daneman studierte an der London Guildhall School of Music and Drama und wurde Anfang der 1990er Jahre als Interpretin barocker Werke, die sie vor allem unter der Leitung von William Christie aufführte, weltweit bekannt. Darüber hinaus erarbeitete sie sich aber auch Partien wie die Susanna in Mozarts Figaro oder Debussys Mélisande und trat in Werken wie Leonard Bernsteins Wonderful Town oder Tod Machovers Skellig auf. Sophie Daneman konzertierte mit dem Freiburger Barockorchester, den Berliner Philharmonikern und mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe oder Neville Marriner. Ausserdem ist sie eine erfolgreiche Liedsängerin und nahm Werke von Mendelssohn und Schumann auf CD auf. Seit einiger Zeit tritt Sophie Daneman auch als Regisseurin hervor: Zuletzt inszenierte sie 2019 Mozarts La finta giardiniera für Les Arts Florissants mit Aufführungen in Valencia, Paris und Wien.

    Juli 2021

    Konzerteinführung | 18.30 | KKL Luzern, Auditorium 
    mit Susanne Stähr

    Konzertsponsor