Rezital 1 − Violine

Leonidas Kavakos | Yuja Wang

Mozart | Prokofjew | Bartók | Strauss

Mo, 19.08.19.30 UhrNr. 19307

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 90 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Yuja Wang  Klavier
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Violinsonate B-Dur KV 454
    Sergej Prokofjew (1891–1953)
    Violinsonate Nr. 1 f-Moll op. 80
    Béla Bartók (1881–1945)
    Rhapsodie für Violine und Klavier Nr. 1 Sz 86
    Richard Strauss (1864–1949)
    Sonate Es-Dur für Violine und Klavier op. 18

    Der griechische Geiger Leonidas Kavakos ist ein Ausnahmekünstler. Und zwar nicht nur, weil er auf seinem Instrument die schwierigsten Passagen mühelos meistert und den vier Saiten betörende Klänge entlocken kann. Kavakos  ist auch deshalb besonders, weil er die gängigen Erwartungen unterläuft. Er hat sich Zeit gelassen mit seiner Karriere und geniesst es umso mehr, erst jetzt, mit Anfang fünfzig, den Zenit zu erreichen. Er setzt nicht auf den schalen Oberflächenreiz der «Teufelsgeiger», sondern hat seine eigene Definition von Virtuosität: «Das Wort kommt von ‹virtus› und heisst Tugend. Virtuosität hat nichts mit sehr schnell spielen zu tun. Es bedeutet, die Musik so darzubieten, dass das Publikum Zeit und Raum vergisst.» Da passt es gut, dass er seine Luzerner Residenz als «artiste étoile» nicht mit Orchester und einem der grossen Schlachtrösser des Repertoires beginnt, sondern mit einem Kammerkonzert. Seine Partnerin am Klavier ist die extravagante und extrovertierte Pianistin Yuja Wang – Feuer und Wasser, sollte man meinen. Aber Kavakos wiegelt ab. Alles sei eine Frage der Chemie: «Es ist ein echtes Vergnügen, mit ihr zu musizieren.»

     

    Sommer-Serie 2019: Machtspiele
    Unsere sommerliche Blog-Serie spürt dem Festivalthema «Macht» nach. 
    «Dieses Räuber- und Mördersystem». Béla Bartók im Kampf gegen den Faschismus

    Leonidas Kavakos

    Leonidas Kavakos, 1967 in Athen geboren, begann als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel. Sein Studium absolvierte er bei Stelios Kafantaris am Konservatorium seiner Heimatstadt und bei Josef Gingold an der Universität von Indiana. 1985 ging Kavakos als Sieger aus dem Sibelius-Wettbewerb in Helsinki hervor, 1988 gewann er die «Naumburg Violin Competition» in New York und den «Premio Paganini» in Genua. Seitdem tritt er als Solist mit vielen renommierten Orchestern auf, etwa mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Dresdner Staatskapelle, dem Philadelphia Orchestra und der Filarmonica della Scala, dem Chicago Symphony, dem Los Angeles oder dem New York Philharmonic. Dirigenten wie Riccardo Chailly, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Bernard Haitink, Mariss Jansons und Sir Simon Rattle waren dabei seine Partner am Pult. Zunehmend widmet sich Leonidas Kavakos auch selbst dem Dirigieren und leitete das London, das Boston und das Houston Symphony Orchestra, das Budapest Festival Orchestra, das New York und das Rotterdam Philharmonic, die Wiener Symphoniker, das Chamber Orchestra of Europe sowie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. 2017/18 prägte er als «artist-in-residence» das Programm des Amsterdamer Concertgebouw und des Wiener Musikvereins; 2018/19 nimmt er diese Position beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ein. Im Bereich der Kammermusik spielt Kavakos u. a. im Trio mit Emanuel Ax und Yo-Yo Ma, aber auch mit Renaud und Gautier Capuçon, Hélène Grimaud und Yuja Wang zusammen. Sein Zyklus aller Beethoven-Sonaten mit Enrico Pace wurde 2013 mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet. 2014 erhielt er den «Gramophone Artist of the Year Award». Zuletzt veröffentlichte er im Herbst 2017 sämtliche Brahms-Klaviertrios mit Ax und Ma. Leonidas Kavakos, dem 2017 der Sonning-Musikpreis verliehen wurde, spielt die Stradivari «Willemotte» aus dem Jahr 1734.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 29. August 1999 bei einem Beethoven-Schnittke-Konzert mit Kim Kashkashian und Natalia Gutman.

    Juli 2018

    Weitere Termine

    Yuja Wang

    Die 1987 in Peking geborene chinesische Pianistin Yuja Wang begann ihre Klavierausbildung im Alter von sechs Jahren. Sie studierte zunächst am Zentralen Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt, ging dann als 14-Jährige nach Kanada an das Mount Royal College in Calgary und ein Jahr später zu Gary Graffman an das Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo sie 2008 ihr Konzertdiplom erhielt. Schon 2003 hatte Yuja Wang mit Beethovens Viertem Klavierkonzert beim Tonhalle-Orchester in Zürich debutiert. Danach schlossen sich Auftritte bei führenden amerikanischen Klangkörpern an: beim Boston, Chicago und San Francisco Symphony, beim New York und Los Angeles Philharmonic sowie beim Philadelphia Orchestra. Im Sommer 2009 spielte Yuja Wang Prokofjews Drittes Klavierkonzert unter der Leitung von Claudio Abbado zur Eröffnung von LUCERNE FESTIVAL; diese Zusammenarbeit setzte sich bei einer Aufnahme mit Werken von Rachmaninow fort, die 2011 veröffentlicht wurde. In Europa hat Yuja Wang mittlerweile auch mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Orchestre de Paris, dem London Symphony Orchestra und der Berliner Staatskapelle zusammengearbeitet; im Mai 2015 gab sie ihren Einstand bei den Berliner Philharmonikern. Dirigenten wie Daniel Barenboim, Valery Gergiev, Lorin Maazel, Antonio Pappano und Michael Tilson Thomas waren ihre Partner am Pult. In der Saison 2015/16 geht sie mit dem Royal Concertgebouw Orchestra auf Asien-Tournee und mit der Sinfónica de la Juventud Venezolana unter Gustavo Dudamel auf Europareise; ausserdem konzertiert sie mit dem Los Angeles Philharmonic und dem Russian National Symphony Orchestra. Als Kammermusikerin stellte sie sich in der vergangenen Saison mit dem Geiger Leonidas Kavakos vor, mit dem sie auch die Brahms-Sonaten eingespielt hat. 2010 wurde Yuja Wang der «Avery Fisher Career Grant» verliehen, 2011 der «ECHO Klassik».

    Debut bei LUCERNE FESTIVA im August 2009 mit Prokofjews Drittem Klavierkonzert, begleitet vom LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA unter Claudio Abbado.

    August 2015

     

    Yuja Wang im Interview (Musik&Theater, 01.07.2009)

    Yuja Wang im Interview (Sonntag AZ, 31.05.2009)

     


     

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