Alte Musik 2

Le Concert d’Astrée | Emmanuelle Haïm | Sandrine Piau | Tim Mead

Händel

Fr, 12.04.19.30 UhrNr. 19107

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 100 80 70 50 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

06.04.-14.04. 2019

 

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    Alte Musik 2

    Le Concert d’Astrée | Emmanuelle Haïm | Sandrine Piau | Tim Mead

    Emmanuelle Haïm  Dirigentin
    Tim Mead  Countertenor

    «Desperate Lovers»

    Georg Friedrich Händel (1685–1759)
    Concerto grosso B-Dur op. 3 Nr. 2 HWV 313

    Arien, Duette und Instrumentalsätze aus den Opern Rodelinda, Tamerlano, Ariodante, Alcina und Orlando sowie aus der dramatischen Kantate Aci, Galatea e Polifemo

    Staatsaktionen und Zauberspiele, Bühnenspektakel mit Topstars, gesellschaftliche Ereignisse für die Snobs und Weihestunden für die Feinschmecker der Gesangskunst: Die italienischen Opern, die der Deutsche Georg Friedrich Händel in London seinem Publikum präsentierte, brachen alle Rekorde, sie kannten nichts als Superlative. Sensationen und Skandale begleiteten die begeistert akklamierten und hitzig umstrittenen Premieren. Aber die beste Nachricht bleibt, dass Händels dramatische Musik, nach zwei Jahrhunderten nahezu vollständiger Vergessenheit, ihren vergangenen Ruhm überlebt hat und in das moderne Konzert- und Theaterleben zurückgekehrt ist. «Desperate Lovers» – «Verzweifelte Liebende»: Unter dieses Motto stellt Emmanuelle Haïm ihr zweites Programm für LUCERNE FESTIVAL mit Ouvertüren, Tänzen, Arien und Duetten aus Händels hinreissenden, herzergreifenden, melodieseligen, klang- und prachtvollen Opern. Ein zeitloses Fest der Barockmusik, das die Konzertbesucher mit Liebe empfängt, aber gewiss nicht zur Verzweiflung treibt.

    Le Concert d’Astrée

    Weitere Termine

    Emmanuelle Haïm

    Die französische Cembalistin und Dirigentin Emmanuelle Haïm studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris: Klavier bei Yvonne Lefébure, Orgel bei André Isoir sowie Cembalo bei Kenneth Gilbert und Christophe Rousset. Ihre Ausbildung schloss sie mit fünf Ersten Preisen ab. William Christie, der auf sie aufmerksam geworden war, lud sie als Cembalistin zu seinem Ensemble Les Arts Florissants ein und vertraute ihr bald auch die Einstudierung von Konzerten an. Als Assistentin von Sir Simon Rattle sammelte sie dann weitere Pulterfahrungen. Im Jahr 2000 gründete Emmanuelle Haïm Le Concert d’Astrée, mit dem sie Opernproduktionen und ambitionierte Konzertprojekte erarbeitet: In der Saison 2016/17 wird sie mit dem Ensemble in London, Paris, Zürich und Brüssel auftreten, französische Barockarien mit Magdalena Kožená interpretieren, Händels Il trionfo del tempo wiederaufnehmen und Monteverdis ­­­Ulisse aufführen. Als Operndirigentin war Emmanuelle Haïm auch beim Glyndebourne Festival zu Gast, wo sie Händels Theodora und Monteverdis Poppea herausbrachte; als erste Frau dirigierte sie an der Chicago Lyric Opera und stellte sich dort mit Händels Giulio Cesare vor. Bei Konzerten leitete sie das Orchestra of the Age of Enlightenment, das hr-Sinfonieorchester Frankfurt, das Concerto Köln, das Los Angeles Philharmonic und das City of Birmingham Symphony Orchestra. Seit ihrem Debut bei den Berliner Philharmonikern im Jahr 2008 arbeitet sie regelmässig mit diesem Orchester zusammen. Das heutige Händel-Programm ist ihr erstes gemeinsames Projekt mit den Wiener Philharmonikern. Emmanuelle Haïm ist Ehrenmitglied der britischen Royal Academy of Music; sie ist «Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres» und «Chevalier de la Légion d’hon-neur». Für ihre CDs wurde sie zweimal bei den «Victoires de la Musique Classique» ausgezeichnet und erhielt einen «Echo Klassik».

    August 2016

    Weitere Termine

    Sandrine Piau

    Die in der Nähe von Paris geborene französische Sopranistin Sandrine Piau studierte zunächst Harfe, ehe sie am Pariser Conservatoire Supé-rieur National de Musique ihre Stimme ausbilden liess. Die Begegnung mit William Christie veranlasste sie, sich intensiv der Barockmusik zu widmen, die bis heute einen Schwerpunkt ihres Repertoires darstellt. In diesem Bereich arbeitete sie – neben Christie – auch mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Ton Koopman, Gustav Leonhardt, Marc Minkowski und Christophe Rousset zusammen. Darüber hinaus hat sich Sandrine Piau aber auch einen Namen als Mozart-Sängerin und Interpretin ausgewählter Opernpartien bis ins 20. Jahrhundert gemacht. Am Théâtre des Champs-Elysées war sie als Mozarts Pamina (Die Zauberflöte) und Donna Anna (Don Giovanni) zu erleben, am Pariser Châtelet gestaltete sie die Sophie in Massenets Werther, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel Debussys Mélisande. Im Sommer 2016 wirkte sie beim Festival d’Aix-en-Provence als Despina bei einer Neuproduktion von Mozarts Così fan tutte mit, im November ist sie mit Rameaus Zoroastre am Theater an der Wien zu hören. Orchester wie die Berliner und die Münchner Philharmoniker, das Boston Symphony Orchestra und das Orchestre de Paris verpflichteten sie für Konzerte. Auch die Pflege des Liedrepertoires, des französischen wie des deutschen, liegt Sandrine Piau am Herzen; Jos van Immerseel, Corine Durous, Roger Vignoles und Susan Manoff zählen dabei zu ihren musikalischen Partnern. Für ihre Einspielungen erhielt sie u. a. den «Prix Charles Cros» (Mozart-Arien), den «Prix Ravel aux Orphées» (Debussy-Lieder) sowie auf der MIDEM 2010 den «Cannes Classical Award» (Händel-Duette). Sandrine Piau ist «Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres» und wurde 2009 bei den «Victoires de la Musique» als Opernsängerin des Jahres ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 16. April 1992 mit Bachs Matthäus-Passion, dirigiert von Philippe Herreweghe.

    August 2016

    Tim Mead

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