Leif Ove Andsnes

Klavier

Leif Ove Andsnes wurde 1970 im norwegischen Karmøy geboren. Sein Klavierstudium absolvierte er bei Jiří Hlinka am Musikkonservatorium von Bergen; wichtige Impulse erhielt er ausserdem von Jacques de Tiège, einem belgischen Klavierpädagogen. 1989 begann Andsnes’ internationale Karriere mit Auftritten in New York und Washington D.C., 1990 debutierte er beim Cleveland Orchestra, 1991 bei den Londoner Proms. Seit dieser Zeit konzertiert er mit den bedeutendsten Orchestern, von den Berliner Philharmonikern bis zum Los Angeles Philharmonic. Immer wieder hat Andsnes dabei auch selbst die Orchesterleitung übernommen, so etwa bei der grossen «Beethoven Journey», in deren Rahmen er von 2012 bis 2015 sämtliche Klavierkonzerte des Komponisten mit dem Mahler Chamber Orchestra in 27 Ländern zur Aufführung brachte. In der Saison 2017/18 arbeitet er als «artist-in-residence» eng mit dem New York Philharmonic zusammen, wo er Klavierkonzerte von Rachmaninow und Britten sowie Debussys Fantasie für Klavier und Orchester interpretiert. Weitere Auftritte führen ihn zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, zum Oslo und zum London Philharmonic Orches-tra, zu den Wiener Symphonikern und zum Stavanger Symphony Orchestra.
Andsnes’ Repertoire spannt sich vom 18. Jahrhundert bis zu den Klassikern der Moderne und zeitgenössischen Werken. Mehr als dreissig CDs hat er im Laufe der Jahre vorgelegt und dafür gleich sechsmal den «Gramophone Award» erhalten. Zuletzt veröffentlichte er im Oktober 2017 ein Album mit Klavierwerken von Jean Sibelius. In seiner norwegischen Heimat leitete Leif Ove Andsnes, der auch ein passionierter Kammermusiker ist, fast zwanzig Jahre lang das Risør-Festival, das er 1991 mitbegründet hatte. Als Professor für Klavier lehrt er an der Norwegischen Musikakademie. Andsnes ist Träger des norwegischen Sankt-Olav-Ordens und wurde 2007 mit dem Peer-Gynt-Preis geehrt.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 30. August 2002 mit Bartóks Zweitem Klavierkonzert; Pierre Boulez dirigierte die Berliner Philharmoniker.

November 2017