Chorkonzert 3

Junge Philharmonie Zentralschweiz | Akademiechor Luzern | Howard Arman | Marie-Claude Chappuis

Caplet | Arman

Mo, 08.04.19.30 UhrNr. 19103

Kirchensaal MaiHof

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Preise (CHF)

CHF 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

06.04.-14.04. 2019

 

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    Chorkonzert 3

    Junge Philharmonie Zentralschweiz | Akademiechor Luzern | Howard Arman | Marie-Claude Chappuis

    Howard Arman  Dirigent
    André Caplet (1878–1925)
    Le Miroir de Jésus. Mystères du Rosaire für Mezzosopran, Frauenchor, Streicher und Harfe
    Howard Arman (*1954)
    The Cries of London für Soli, Chor und Streichinstrumente
    Schweizer Erstaufführung

    Mystische Meditation und buntes Markttreiben – sie treffen in diesem Konzert aufeinander. Zutiefst erschüttert von den Schrecken des Ersten Weltkriegs, wandte sich der Franzose André Caplet nach 1918 immer stärker der Religion und geistlichen Werken zu. In seinen letzten Lebensjahren entstand Le Miroir de Jésus: ein musikalischer Rosenkranz, der das Leben Jesu aus der Perspektive Marias nacherzählt. Caplets mystische, verinnerlichte Klangsprache verbindet Einflüsse der Musik seines Freundes Claude Debussy und des gregorianischen Gesangs. Anschliessend entführt uns Howard Arman in seine englische Heimat: «Im alten London war es üblich, auf den Märkten und Strassen bestimmte Waren musikalisch anzupreisen. Wer Fische zu verkaufen hatte, sang andere Melodiefetzen als ein Kaminkehrer.» The Cries of London, 2015 für den Chor des Bayerischen Rundfunks komponiert, lässt diese Tradition humorvoll wiederaufleben: «In der Mitte gibt es ein richtig schönes Durcheinander der Marktschreier, und parallel dazu haben vor allem die zwei Geigen viele Anklänge an volkstümliche Violinmusik, sehr handfest und rhythmisch.»

    Mit freundlicher Unterstützung der Josef Müller Stiftung Muri

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Junge Philharmonie Zentralschweiz

    Die Junge Philharmonie Zentralschweiz wurde 1987 von Thüring Bräm als Orchester des Luzerner Konservatoriums gegründet; heute ist sie das Sinfonieorchester der Hochschule Lu-
    zern – Musik. Gemäss seiner pädagogisch-künstlerischen Zielsetzung musiziert das Ensemble, das seit 2006 von Andreas Brenner betreut wird, in unterschiedlichen Formationen, vom Kammerorchester bis zur grossen sinfonischen Besetzung. Die innerschulische Arbeit wird dabei durch regelmässige Konzerte, Gastverpflichtungen und CD-Aufnahmen ergänzt; dazu gehört die enge Kooperation mit ortsansässigen Institutionen. Auch bei LUCERNE FESTIVAL konnte die Junge Philharmonie Zentralschweiz schon mehrfach auftreten: So stellten die Musikerinnen und Musiker in den vergangenen Jahren Werke von Krzysztof Penderecki und Peter Eötvös unter Leitung der Komponisten vor, erarbeiteten mit Alois Koch A Child of Our Time von Michael Tippett und Willy Burkhards Oratorium Das Jahr und brachten im Sommer 2012 Sofia Gubaidulinas Doppeloratorium Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes, das Opus summum der Komponistin, zur Aufführung. Zuletzt war das Ensemble hier im Sommer 2015 zu Gast, als Jürg Wyttenbach Werke von Ives, Mussorgsky und eigene Kompositionen dirigierte. Auch mit der Hochschule für Musik in Basel wurden schon mehrere Gemeinschaftsprojekte durchgeführt, so etwa im Oktober 2013 unter der Leitung von Heinz Holliger. Die Junge Philharmonie Zentralschweiz brachte 2015 am Luzerner Theater Antonio Salieris Oper Prima la musica e poi le parole heraus, gestaltet die Preisträgerkonzerte der Stiftung für junge Musiktalente Meggen und tritt regelmässig beim hochschuleigenen Festival «Szenenwechsel» auf, so zuletzt im Januar mit Werken von Mozart, Hindemith und Strauss unter der Leitung von Yaron Traub.

    Februar 2019

    Akademiechor Luzern

    Der Akademiechor Luzern, der Chor der Hochschule Luzern – Musik, wurde 1953 von Johann Baptist Hilber ins Leben gerufen. Als seine Nachfolger amtierten Guido Fässler, Joseph Bu-cher, Stephan Simeon und Alois Koch; seit 2010 hat Ulrike Grosch die künstlerische Leitung inne. Der Chor, der sich in erster Linie aus Gesangsstudenten und stimmlich begabten Hochschulmitgliedern anderer Fächer zusammensetzt, interpretiert ein Repertoire von Palestrina bis Penderecki. Dabei variiert die Besetzung je nach Werk und kann sich von der Kammerformation bis zum grossen Ensemble für die Chorsinfonik erstrecken. Gastspiele führten den Akademiechor in zahlreiche Schweizer Städte, nach Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Polen; Radioaufnahmen und CD-Einspielungen dokumentieren die künstlerische Arbeit. Seit 1983 ist das Ensemble regelmässig bei LUCERNE FESTIVAL zu erleben, sei es zu Ostern oder auch im Sommer. Steht bei den vorösterlichen Auftritten das geistliche Repertoire im Mittelpunkt – so zuletzt Georg Friedrich Händels Oratorium Belshazzar unter Marcus Creed (2014), Carl Heinrich Grauns Passionskantate Der Tod Jesu unter Howard Arman (2015), Arthur Honeggers dramatische Legende Nicolas de Flue unter Pascal Mayer (2017) sowie Programme mit Werken von Schütz und Strawinsky (2016) bzw. Bruckner und Tomasi (2018) unter Ulrike Grosch –, war der Akademiechor während der Sommer-Festivals auch in Sinfoniekonzerten zu erleben. Zu den Höhepunkten zählten dabei Aufführungen von Mahlers Dritter Sinfonie mit Zubin Mehta und dem Israel Philharmonic Orchestra, von Skrjabins Prométhée mit Vladimir Ashkenazy und der Tschechischen Philharmonie, von Gustav Holsts The Planets mit Matthias Bamert am Pult des Londoner Royal Philharmonic Orchestra und von Debussys Trois Nocturnes mit Hans Zender und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg.

    Februar 2019

    Weitere Termine

    Howard Arman

    Vielseitigkeit gehört zu den zentralen künstlerischen Anliegen des britischen Dirigenten und Komponisten Howard Arman, dessen Repertoire vom historisch informierten Barockkonzert über Chorsinfonik und Oper bis hin zu Jazzprogrammen und breitenwirksamen, selbst moderierten Sendungen oder Mitsingkonzerten reicht. Geboren 1954 in London, wurde Arman in seiner Heimatstadt am Trinity College of Music ausgebildet. Von 1983 bis 2000 leitete er den Salzburger Bachchor, mit dem er 1995 erstmals bei den Salzburger Festspielen auftrat. Von 1998 bis 2013 amtierte Howard Arman als Künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchors in Leipzig und von 2011 bis 2016 als Musikdirektor am Luzerner Theater, wo er neben Mozarts Figaro, Bizets Carmen oder Strauss’ Ariadne auch die Uraufführungen von Johannes Maria Stauds Die Antilope und seiner eigenen Oper Cantos di Sirena leitete. Seit 2016 steht er dem Chor des Bayerischen Rundfunks vor, mit dem er seither zahlreiche CDs vorgelegt hat, darunter Mozarts c-Moll-Messe, ausgewählte Bach-Motetten, Händels selten aufgeführtes Occasional Oratorio sowie die Weihnachtsalben Joy to the World und More Christmas Surprises. Eng verbunden ist Arman den Händel-Festspielen in Halle, wo er die erste Produktion auf historischen Instrumenten verantwortete und dafür 1996 mit dem Händel-Preis ausgezeichnet wurde. Weltweite Aufmerksamkeit erntete seine Interpretation der Neunten Sinfonie von Beethoven, die aus Anlass des 25-jährigen Pontifikats von Papst Johannes Paul II. im Vatikan stattfand und als Fernsehübertragung in vielen Ländern ausgestrahlt wurde. Armans CD-Einspielungen von Rachmaninows Vespern und Grauns Passionskantate Der Tod Jesu wurden jeweils mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet. Ausserdem ist er Träger des Mozartpreises der Sächsischen Mozart-Gesellschaft.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 19. März 2013 mit Poulencs Stabat Mater und Bizets Te Deum.

    Februar 2019

    Weitere Termine

    Marie-Claude Chappuis

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