Rezital − Lied

Julia Lezhneva | Mikhail Antonenko

Vivaldi | Händel | Rossini | Bellini u.a.

Di, 20.03.19.30 UhrNr. 18104

Kirchensaal MaiHof

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

17.03.-25.03. 2018

 

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    Arien und Lieder von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Nicola Porpora, Wolfgang Amadé Mozart, Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini und Franz Schubert

    Klavierstücke von Johann Sebastian Bach und Franz Schubert

    Die grossen Werke der Barockmusik, voran die Opern und Oratorien von Händel, Vivaldi oder Graun, sind die eigentliche Domäne der russischen Wundersopranistin Julia Lezhneva, der «artist-in-residence» des Oster-Festivals 2018. Und doch bekennt sie: «Ich würde mich sehr gerne als Lied-Sängerin weiterentwickeln.» Mit ihrem Luzerner Rezital unternimmt sie einen wichtigen  Schritt in diese Richtung. Denn sie interpretiert auch Canzonetten des italienischen Belcanto wie etwa Gioachino Rossinis hinreissende Regata veneziana: eine dreiteilige «Live-Reportage» von einer Regatta auf dem Canal Grande, bei der die junge Anzoleta das Rennen im venezianischen Dialekt kommentiert und ihren Geliebten Momolo so vehement anfeuert, dass er natürlich gewinnen muss … Aber auch bei Franz Schubert dürfte Julia Lezhneva ganz in ihrem Element sein. Mit Liedern wie Nacht und Träume oder Die junge Nonne kann sie ihr sphärisches Pianissimo und ihre sublime Phrasierungskunst präsentieren. Und bei Im Frühling darf sie sich schliesslich von ihrer gemütvoll-humoristischen Seite zeigen.

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Julia Lezhneva

    Die russische Sopranistin Julia Lezhneva, 1989 als Tochter zweier Geophysiker auf der Insel Sachalin geboren, studierte in Moskau, wo sie ihre Gesangsausbildung 2008 am Staatlich-Akademischen Konservatorium mit dem Diplom abschloss. Bis 2010 vervollkommnete sie ihre Fertigkeiten noch bei Dennis O’Neill an der Cardiff International Academy of Voice und bei Yvonne Kenny an der Londoner Guildhall School. Ausserdem besuchte sie Meisterkurse u. a. bei Elena Obraztsova, Alberto Zedda und Thomas Quasthoff. Bereits als 17-Jährige konnte Julia Lezhneva die «Elena Obraztsova International Competition» gewinnen, 2009 ging sie als Siegerin aus dem Mirjam-Helin-Wettbewerb in Helsinki hervor, 2010 aus dem «Concours international de chant lyrique» in Paris. Rasch sorgte sie danach in der Opernszene für Aufsehen: Für ihr Debut am Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie in Meyerbeers Hugenotten wurde sie 2011 in der Jahresumfrage des Magazins Opernwelt sogleich zur «Nachwuchssängerin des Jahres» gekürt. Marc Minkowski verpflichtete sie als Fiordiligi in Mozarts Così fan tutte, die Salzburger Festspiele luden sie 2012 für Händels Tamerlano ein. 2015 gab sie als Zerlina in Mozarts Don Giovanni ihren Einstand am Londoner Royal Opera House. Julia Lezhneva arbeitet regelmässig mit dem Ensemble Il Giardino Armonico und Giovanni Antonini zusammen, mit denen sie das Album Alleluia und eine Händel-CD eingespielt hat. 2017 veröffentlichte sie Arien von Graun mit dem Concerto Köln; ihre jüngste CD mit Porporas Germanico in Germania erschien im Januar 2018. Julia Lezhneva, die auch mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Ivor Bolton, Teodor Currentzis, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Konrad Junghänel, Sir Roger Norrington, Sir Antonio Pappano, Jean-Christophe Spinosi und Franz Welser-Möst aufgetreten ist, wurde mit dem «Echo Klassik», dem «Diapason d’Or» und dem «International Classical Music Award» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 1. April 2017 gemeinsam mit dem Ensemble La Voce Strumentale und Dmitry Sinkovsky sowie Werken von Porpora, Vivaldi und Händel.

    Februar 2018

    Weitere Termine

    Mikhail Antonenko

    Der Pianist und Dirigent Mikhail Antonenko wurde 1989 als Sohn zweier Biochemiker in Moskau geboren. Im Alter von sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht und trat bereits ein Jahr später bei einem öffentlichen Konzert auf. 2004 nahm er sein Studium am Staatlich-Akademischen Konservatorium seiner Heimatstadt auf, wo er von Vera Khoroshina, der Lieblingsschülerin des grossen Pädagogen Heinrich Neuhaus, unterrichtet wurde. Ausserdem belegte er Kurse im Orgelspiel bei Natalia Gureeva. 2008 wechselte Antonenko an das Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau; dort schloss er das Studium 2013 bei Pavel Nersessian ab. Überdies absolvierte er Meisterkurse beim Dirigenten Michail Jurowski, bei der Sängerin Kiri Te Kanawa und beim Pianisten Dmitri Bashkirov. Bereits seit 2007, seit den gemeinsamen Studientagen am Staatlich-Akademischen Konservatorium, arbeitet Mikhail Antonenko mit der Sopranistin Julia Lezhneva zusammen. Gemeinsam traten die beiden im Berliner und im Wiener Konzerthaus auf, in der Hamburger Laeiszhalle, im Pariser Théâtre des Champs-Elysées, in der Zürcher Tonhalle, im Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie und in der Budapester Liszt-Akademie. Antonenko dirigierte, als Lezhneva beim Neujahrskonzert 2015 im Grossen Saal des Moskauer Konservatoriums debutierte. Und er spielte den Tastenpart bei einem gemeinsamen Adventskonzert mit Herbert Blomstedt im Leipziger Gewandhaus. Auch bei der jüngsten Solo-CD der Sopranistin, die Arien von Carl Heinrich Graun enthält, wirkte er mit und leitete das Concerto Köln. Mikhail Antonenkos Solorepertoire als Pianist reicht von Scarlatti und Couperin bis zu Prokofjew und Schostakowitsch, wobei er einen Schwerpunkt auf die Werke von Bach, Mozart, Beethoven und Schubert setzt. 2018 wird er in Moskau den Zyklus der Beethoven-Klavierkonzerte als Pianist und Dirigent in Personalunion gestalten.

    Februar 2018

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