Sinfoniekonzert 15

Israel Philharmonic Orchestra | Zubin Mehta

Pártos | Schubert | Berlioz

Mo, 02.09.19.30 UhrNr. 19336

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

|

 
     

    Sinfoniekonzert 15

    Israel Philharmonic Orchestra | Zubin Mehta

    Zubin Mehta  Dirigent
    Ödön Pártos (1907–1977)
    Concertino für Streicher
    Franz Schubert (1797–1828)
    Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200
    Hector Berlioz (1803–1869)
    Symphonie fantastique op. 14

    In der Symphonie fantastique verarbeitete Hector Berlioz seine eigene unglückliche Liebe zur irischen Schauspielerin Harriet Smithson – und beschwor die höheren Mächte, die der Verstand nicht lenken kann: Träume und Wahnvorstellungen, hemmungslose Leidenschaft und Opiumrausch. Berlioz übertrug diese Kräfte des Unterbewussten in eine fiebrige, ausschweifende und rauschhafte Musik, die seine irrwitzige Passion drastisch spiegelt und tatsächlich alle Züge des Fantastischen trägt. Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestra kontrastieren dieses romantische Nachtstück mit Franz Schuberts sonniger Dritter Sinfonie: einem Jugendwerk des 18-Jährigen, das mit viel Brio und Italianità aufwartet und im Finale in eine Tarantella mündet, einen entfesselten neapolitanischen Tanz. Eröffnet wird der Abend mit Musik des 1977 verstorbenen ungarisch-israelischen Komponisten und Kodály-Schülers Ödön Pártos, der seine Laufbahn übrigens 1925 als Konzertmeister im Stadtorchester Luzern begann. Sein Concertino lässt die Volksmusik seines ungarischen Heimatlandes nachklingen.

    Mit freundlicher Unterstützung der René und Susanne Braginsky Stiftung

    Achtung:
    Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Türöffnung und Personenkontrollen bereits ab 17.30 Uhr. Weitere Informationen unter ticketbox@lucernefestival.ch, +41 41 226 44 80.

    Gastronomisches Angebot des KKL beim Sommer-Festival 2019

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Israel Philharmonic Orchestra

    Das Israel Philharmonic Orchestra kann auf eine mehr als 80-jährige Geschichte zurückblicken. Mitte der dreissiger Jahre versuchte der polnische Geiger Bronisław Huberman, osteuropäische und deutsche Orchestermusiker, die aufgrund der Nazi-Politik ihren Arbeitsplatz verloren hatten, zur Emigration nach Palästina zu bewegen, um dort ein neues Orchester ins Leben zu rufen. Das so entstandene Palestine Orchestra gab am 26. Dezember 1936 unter der Leitung von Arturo Toscanini sein Gründungskonzert; mit der israelischen Unabhängigkeit im Jahr 1948 wurde es in Israel Philharmonic Orchestra umbenannt. Heute ist das Orchester der wichtigste Kulturbotschafter des Staates Israel. Eine enge Zusammenarbeit verband die Musiker über fast ein halbes Jahrhundert mit Leonard Bernstein, der von der Mitte der 1940er Jahre bis zu seinem Tod zahlreiche Konzerte, darunter 1963 die Uraufführung seiner Sinfonie Kaddish, leitete und seit 1988 den Titel eines Ehrendirigenten trug. Zubin Mehta, der 1961 seinen Einstand beim Orchester gab, wurde 1977 zum Chefdirigenten berufen und 1981 in dieser Position auf Lebenszeit verlängert. Ende 2019 wird er jedoch das Amt auf eigenen Wunsch niederlegen; zur Saison 2020/21 tritt Lahav Shani seine Nachfolge an, flankiert von Gianandrea Noseda, der bereits seit 2011 als Principal Guest Conductor für das Orchester tätig ist. In der Spielzeit 2018/19 arbeitete das Israel Philharmonic auch mit Christoph Eschenbach, Alan Gilbert, Pablo Heras-Casado, Manfred Honeck und Vasily Petrenko zusammen. Mit Yoel Levi am Pult absolvierte es im Februar 2019 eine Reise durch die USA mit Stationen in Brookville, New York City, Palm Beach, Miami, Sarasota und Ann Arbor. Das Israel Philharmonic Orchestra gestaltet Abonnementskonzerte in Tel Aviv, Jerusalem sowie Haifa und gastiert regelmässig bei den grossen Musikfestivals in aller Welt.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 1971 mit Werken von Ami Maayani, Felix Mendelssohn und Béla Bartók, die Zubin Mehta dirigierte.

    Juli 2019

    Zubin Mehta

    Zubin Mehta, der 1936 als Sohn des Geigers und Dirigenten Mehli Mehta in Mumbai geboren wurde, absolvierte sein Studium in Wien, wo er die Fächer Orchesterleitung (bei Hans Swarowsky), Kontrabass, Schlag­­zeug und Komposition belegte. 1958 gewann er den Dirigentenwettbewerb von Liverpool. Erste Chefpositionen führten ihn zum Orchestre symphonique de Montréal (1961–67) und zum Los Angeles Philharmonic (1962–78). Legendär ist vor allem Mehtas Zusammenarbeit mit dem Israel Philharmonic Orchestra, die im Jahr 1961 begann und 1977 in die Berufung zum Chefdirigenten mündete; dieses Amt wird er zum Ende des Jahres 2019 niederlegen. Ausserdem leitete Zubin Mehta als Musikdirektor das New York Philharmonic (1978–91), den Maggio Musicale in Florenz (1985–2017) und die Bayerische Staatsoper (1998–2006). Als Operndirigent ist er auch bei den Salzburger Festspielen, an der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und am Londoner Royal Opera House aufgetreten. Zubin Mehta ist Träger des Nikisch-Rings und Ehrenmitglied der Berliner Philharmoniker sowie der Gesellschaft der Musikfreunde Wien und der Wiener Philharmoniker, deren Neujahrskonzerte er fünfmal dirigierte. Ausserdem ist er Ehrendirigent der Münchner Philharmoniker, des Los Angeles Philharmonic, des Bayerischen Staatsorchesters und der Staatskapelle Berlin. Mit seiner musikalischen Arbeit setzte Zubin Mehta immer wieder Akzente im politisch-humanitären Bereich, etwa 1990 mit einem Gemeinschaftskonzert der Berliner Philharmoniker und des Israel Philharmonic Orche­stra. Zusammen mit seinem Bruder Zarin hat er in Mumbai die Mehli Mehta Music Foundation gegründet, um indische Kinder an die klassische westliche Musik heranzuführen. Zubin Mehta ist Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv; im Oktober 2008 wurde er in Tokio mit dem «Praemium Imperiale» ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 4. September 1964 mit den Wiener Philharmonikern; auf dem Programm standen Werke von Gottfried von Einem, Franz Liszt und Johannes Brahms.

    Juli 2019

    None