Sinfoniekonzert 18

Il Giardino Armonico | Giovanni Antonini | Patricia Kopatchinskaja

Vivaldi | Francesconi | Scelsi | Beethoven

Do, 03.09. | 19.30 Uhr | Nr. 20343

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 220 190 150 110 70 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

14.08.-13.09. 2020

 

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    Sinfoniekonzert 18

    Il Giardino Armonico | Giovanni Antonini | Patricia Kopatchinskaja

    Antonio Vivaldi (1678–1741)
    Concerto g-Moll für Streicher und Basso continuo RV 157
    Luca Francesconi (*1956)
    Spiccato il volo für Violine solo
    Antonio Vivaldi (1678–1741)
    Concerto D-Dur für Violine, Streicher und Basso continuo RV 208 Il Grosso Mogul
    Giacinto Scelsi (1905–1988)
    L’Âme ouverte für Violine solo
    Antonio Vivaldi (1678–1741)
    Concerto Es-Dur für Violine, Streicher und Basso continuo RV 253 La Tempesta di mare
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

    Hier haben sich zwei gefunden, die aufs Ganze gehen. Wer Patricia Kopatchinskaja 2017 als «artiste étoile» bei LUCERNE FESTIVAL erlebt hat, weiss, dass sie den Ausdruck der Musik radikal zuspitzt und bis in die Extreme auslotet. Der Dirigent und Flötist Giovanni Antonini ist ebenfalls ein Verfechter der interpretatorischen Freiheit und will auch das wiedergeben, was nicht in der Partitur steht. Mit diesem unorthodoxen Zugriff kommt dann die Dramatik oder die Komik der Werke viel besser zur Geltung. Die moldawisch-schweizerische Ausnahmegeigerin und der italienische Guru der Alten Musik lieben ungewöhnliche Programmzusammenstellungen. Weshalb sie drei Concerti von Vivaldi, der zu seiner Zeit mit Techniken wie dem «fliegenden Staccato» oder dem Schlagen auf die Saiten das Ausdrucksspektrum erweiterte, mit modernen Werken für Solovioline paaren, die Vivaldis Errungenschaften aufgreifen oder selbst neue Klangsphären erfinden. Nach der Pause wird Antonini dann mit seinem famosen Ensemble beweisen, wie pfeffrig Beethovens vermeintlich «harmlose» Vierte Sinfonie klingen kann, wenn man ihr Brio ernst nimmt.

    Il Giardino Armonico

    Giovanni Antonini

    Patricia Kopatchinskaja

    Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja wurde 1977 im moldawischen Chişi-nău in eine Musikerfamilie geboren – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 13-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Internationalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zu Hause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. Dieses breite Spektrum stellte sie im Sommer 2017 als «artiste étoile» auch bei LUCERNE FESTIVAL vor. In der Saison 2018/19 trat Kopatchinskaja unter der Leitung von Kirill Petrenko mit dem Bayerischen Staatsorchester und den Berliner Philharmonikern auf. Sie gab mit Peter Eötvös’ Violinkonzert Seven ihr Debut beim Cleveland Orchestra, ging mit Teodor Currentzis und dem Tschaikowsky-Konzert auf Japan-Tournee und konzertierte mit dem Orchestre symphonique de Montréal unter Kent Nagano. Als singende und spielende Rezitatorin präsentierte sie gemeinsam mit Musikern der Berliner Philharmoniker Schönbergs Pierrot lunaire. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja u. a. mit dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Für ihr Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág erhielt sie 2018 den «Grammy». Zuletzt veröffentlichte sie mit der Pianistin Polina Leschenko Sonaten von Bartók und Poulenc.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

    Juli 2019

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