Rezital 1

Igor Levit

Bach | Busoni | Schumann | Wagner u.a.

Sa, 17.11.18.30 UhrNr. 18501

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Piano-Festival

17.11.-25.11. 2018

 

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    Igor Levit  Klavier
    Johann Sebastian Bach (1685–1750) / Johannes Brahms (1833–1897)
    Chaconne aus der Partita d-Moll BWV 1004
    Ferruccio Busoni (1866–1924)
    Fantasia nach Johann Sebastian Bach BV 253
    Robert Schumann (1810–1856)
    Thema mit Variationen Es-Dur WoO 24 Geistervariationen
    Richard Wagner (1813–1883) / Franz Liszt (1811–1886)
    Feierlicher Marsch zum heiligen Gral aus «Parsifal» S 450
    Franz Liszt (1811–1886) / Ferruccio Busoni (1866–1924)
    Fantasie und Fuge über den Choral Ad nos, ad salutarem undam S 259

    Mit Musik über Musik eröffnet Igor Levit das Piano-Festival 2018: Brahms und Busoni übertrugen Werke von Bach auf das moderne Klavier. Liszt arrangierte einen Marsch aus Wagners Bühnenweihfestspiel Parsifal für das Tasteninstrument und bot seinerseits mit seinem Orgelwerk über Ad nos, ad salutarem undem die Vorlage für eine Transkription des Kollegen Busoni. Schumann aber verarbeitete in seinem letzten Klavierwerk, den Geistervariationen, die unmittelbar vor seinem geistigen Zusammenbruch entstanden, ein Thema, das ihm die Engel vorgesungen haben sollen: der Komponist im Dialog mit dem Jenseits. Diese spirituelle Komponente bildet ohnehin einen roten Faden in Levits Programm, denn auch Bachs Musik hat etwas von einem Exerzitium oder einem Gebet an sich, Wagners Parsifal rührt an heilige Mysterien, und Liszts Ad nos gründet auf einem Choral aus Meyerbeers Oper Le Prophète. Es geht also um höhere Wahrheiten – und wer könnte sie am Klavier besser verkünden als der 31-jährige Igor Levit, der Mann für existentielle Musikerfahrungen?

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.


    Sperrung des Bahnhofs Luzern
    Der Bahnhof Luzern wird am 17. und 18. November 2018 wegen Bauarbeiten gesperrt sein. Weitere Informationen finden Sie hier.
     

    Igor Levit

    Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er gleich vier Preise beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv; auch aus der japanischen «Hamamatsu Competition» ging er als Sieger hervor. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so etwa mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra oder dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Im Sommer 2018 debutierte er mit dem Chicago Symphony Orchestra beim Ravinia Festival und mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen; im März 2019 wird er zum ersten Mal beim Gewandhausorchester Leipzig zu Gast sein. In der Saison 2018/19 ist Igor Levit mit Rezitalen u. a. in Wien, München, Paris und Tokio zu hören; in der Londoner Wigmore Hall gibt er gleich drei Klavierabende. Zu seinen grossen Projekten gehört der komplette Zyklus aller 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, den er ab 2019 auch bei LUCERNE FESTIVAL interpretieren wird. Beethoven und seinen letzten drei Klaviersonaten hatte Levit bereits seine Debut-CD gewidmet, die 2013 erschien. 2014 folgte seine Einspielung der sechs Partiten von Bach, 2015 veröffentlichte er Bachs Goldberg- und Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated. Dafür wurde ihm 2016 der «Gramophone Instrumental Award» verliehen. Sein jüngstes Album mit dem Titel Life (2018) enthält u. a. die Werke des heutigen Rezitals. 2018 wurde Igor Levit der «Gilmore Artist Award» überreicht.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.

    Oktober 2018

    Weitere Termine

    17.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium