HAMMERKLAVIER-SONATE ─ ABGESAGT

Igor Levit

Beethoven

Sa, 21.11. | 18.30 Uhr | Nr. 20502

KKL Luzern, Konzertsaal


Beethoven Farewell – Abgesagt

20.11.-22.11. 2020

 

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    Igor Levit  Klavier
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate e-Moll op. 90
    Klaviersonate A-Dur op. 101
    Klaviersonate B-Dur op. 106 Hammerklavier-Sonate

    Die Hammerklavier-Sonate ist die mit gewaltigem Abstand anspruchsvollste aller 32 Beethoven-Sonaten. Es ist wirklich eine Grenzerfahrung, was die manuelle, die körperliche, die emotionale Beanspruchung betrifft », weiss Igor Levit und gesteht: «Mich hat kein anderes Klavierwerk – vielleicht noch die Diabelli-Variationen – so bewegt, verändert, berührt. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht über diese Sonate nachdenke.» Am vorletzten Abend seines achtteiligen Beethoven-Zyklus, den er seit dem Sommer 2019 bei LUCERNE FESTIVAL zu Gehör bringt, erklimmt Levit diesen «Mount Everest» des Klavierrepertoires. Aber schon auf dem Weg dorthin sorgt er für weitere musikalische Glücksmomente. Zunächst mit der nur zweisätzigen e-Moll-Sonate op. 90, deren betörendes Rondo lustvoll in sich kreist, wie eine melodische Endlosschleife. Die darauffolgende A-Dur-Sonate op. 101 klingt dafür bereits im ersten Takt so, als hätte sie schon längst begonnen. Und greift mit dem vital auftrumpfenden Scherzo, das Schumanns Davidsbündler-Märsche vorwegzunehmen scheint, weit in die Zukunft voraus. «Diese Sonate ist einfach ein menschliches Wunderwerk », glaubt Levit.

    Schutzkonzept

    Igor Levit

    Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er gleich vier Preise beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv; auch aus der japanischen «Hamamatsu Competition» ging er als Sieger hervor. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra. 2018 debutierte er mit den Wiener Philharmonikern, 2019 beim Gewandhausorchester Leipzig. In der Saison 2020/21 ist Levit «artist-in-residence» beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Portraitkünstler der Philharmonie Essen. Unter der Leitung von Herbert Blomstedt gibt er seinen Einstand beim Chicago Symphony Orchestra und beim New York Philharmonic, ausserdem konzertiert er mit dem Orchestre de Paris, den Berliner Philharmonikern sowie dem Royal Concertgebouworkest und geht mit dem Hagen Quartett auf Tournee. Zu Levits grossen aktuellen Projekten gehört der Zyklus der 32 Klaviersonaten Beethovens, den er bei LUCERNE FESTIVAL, den Salzburger Festspielen, beim Musikfest Berlin sowie in Hamburg, Stockholm und London interpretiert. Diese Beethoven-Totale hat er auch auf CD vorgelegt. Ausserdem veröffentlichte er u. a. Bachs Goldberg-Variationen, Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated; im September 2020 erscheint sein neues Album Encounter mit Werken von Bach, Brahms und Feldman. 2018 erhielt Igor Levit den «Gilmore Artist Award», 2020 wurde er für sein politisches Engagement mit dem Beethoven-Preis ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.

    August 2020

    Weitere Termine

    17.30 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium