Vergangenes Konzert


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Piano-Festival

16.11.-24.11. 2019

 

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    Igor Levit  Klavier
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate A-Dur op. 2 Nr. 2
    Klaviersonate D-Dur op. 10 Nr. 3
    Klaviersonate F-Dur op. 10 Nr. 2
    Klaviersonate Es-Dur op. 31 Nr. 3

    Die Popularität der Beethoven-Sonaten hängt auch mit ihren Beinamen zusammen. Kein Wunder also, dass die Pathétique, die Mondschein- oder die Waldstein-Sonate, die Appassionata und die Sturm-Sonate in der Beliebtheit weit oben rangieren. Über den künstlerischen Wert sagen die Titel allerdings nichts aus. Und so findet sich im Quartett der vier «Namenlosen», mit denen Igor Levit das Piano-Festival beschliesst, einer seiner grossen Lieblinge: die D-Dur-Sonate op. 10 Nr. 3. «Unheimlich mitreissend» sei schon der Kopfsatz, findet Levit. Aber es kommt noch besser, mit dem «Largo e mesto» an zweiter Stelle: «Ich kenne keinen langsamen Satz, der so in die Tiefe schürft wie dieser.» Dem Menuett attestiert er die skurrile Kombination von «Humor und Andacht», und das Finale hält er für schier unglaublich: «Es ist totale Innerlichkeit. Wenn ein Finale schon mit einer Frage beginnt …» Wann immer er einen Beethoven-Abend beendet habe, gesteht Igor Levit, fühle er den unwiderstehlichen Impuls: «Ich will nochmal, ich will nochmal.» Und wir wollen das auch: Die Fortsetzung folgt im Sommer 2020.

    Igor Levit

    Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er den Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv und errang dort auch den Publikumspreis sowie Sonderpreise für Kammermusik und zeitgenössische Werke. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra. 2018 debutierte er bei den Wiener Philharmonikern und beim Royal Concertgebouworkest, 2019 beim Gewandhausorchester Leipzig. In der Saison 2020/21 war Igor Levit artist-in-residence beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, 2021/22 hat er dieselbe Position an der Düsseldorfer Tonhalle inne. Zu Levits grossen Projekten der jüngsten Zeit gehört der Zyklus der 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, den er bei Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen, beim Musikfest Berlin sowie in Hamburg und Stockholm interpretierte. Diese Beethoven-Totale hat er auch auf CD vorgelegt. Überdies veröffentlichte er u. a. Bachs Goldberg-Variationen, Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated!; im September 2021 erscheint sein neues Album On DSCH mit den 24 Präludien und Fugen Dmitri Schostakowitschs. Das Buch Hauskonzert, das er 2021 gemeinsam mit dem Journalisten Florian Zinnecker veröffentlichte, begleitet ihn durch ein Jahr und resümiert auch seine Erfahrungen in der Corona-Pandemie. 2018 erhielt Igor Levit den «Gilmore Artist Award», 2019 wurde er für sein politisches Engagement mit dem Beethoven-Preis ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.

    Juli 2021

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