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Piano-Festival

16.11.-24.11. 2019

 

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    Igor Levit  Klavier
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate c-Moll op. 10 Nr. 1
    Klaviersonate g-Moll op. 49 Nr. 1
    Klaviersonate G-Dur op. 49 Nr. 2
    Klaviersonate F-Dur op. 54
    Klaviersonate f-Moll op. 57 Appassionata

    Gibt es eigentlich eine ideale Beethoven-Deutung? Igor Levit, der 2019 und 2020 den gesamten Zyklus aller 32 Sonaten des Komponisten bei LUCERNE FESTIVAL aufführt, lehnt ein solches Anspruchsdenken ab. «Mir sind Begriffe wie ‹der Interpret, ein Diener des Komponisten› fremd. Ich finde, niemand sollte irgendjemandem dienen, auf keiner Ebene. ‹Ich spiele das, was Beethoven schreibt›, ist so ungefähr der hohlste Satz, den es gibt.» Lieber preist Levit die Freiheit der Interpretation, die ganz unterschiedlich ausfallen kann. Und sorgt mit seiner Programmzusammenstellung obendrein für einen bunten Wechsel der Stilebenen und Perspektiven. Weshalb an diesem Abend die heroische und technisch vertrackte Appassionata auf die vermeintlich harmlosen «Sonatinen» op. 49 trifft. Levit liebt «diese beiden Juwele, die tatsächlich jeder Klavierschüler spielen kann», ganz besonders: «Sie sind voll reinster Anmut, sie sind humorvoll, spitz und frech. Beethoven konnte es eben. Für Elise ist auch ein Kinderstück und trotzdem wundervoll, ich lasse da gar nichts drauf kommen.

    Igor Levit

    Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er gleich vier Preise beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv; auch aus der japanischen «Hamamatsu Competi-tion» ging er als Sieger hervor. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra oder dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. 2018 debutierte er mit dem Chicago Symphony Orchestra beim Ravinia Festival und mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen, 2019 beim Gewandhausorchester Leipzig. In der Saison 2019/20 ist Levit «Featured Artist» am Londoner Barbican Centre, wo er auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons auftritt; in dieser Konstellation geht er überdies auf Spanien-Tournee. Mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck unternimmt er eine Konzertreise durch Europa, mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem London Philharmonic Orchestra unter Sir Antonio Pappano führt er Busonis Klavierkonzert auf. Zu seinen grossen Projekten gehört der Zyklus der 32 Klaviersonaten Beethovens, den er 2019/20 auch bei LUCERNE FESTIVAL interpretiert und der im September auf CD erscheint. Igor Levit hat ausserdem u. a. Bachs Goldberg-Variationen, Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated eingespielt. Dafür wurde ihm 2016 der «Gramophone Instrumental Award» verliehen. 2018 erhielt Levit den «Gilmore Artist Award».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.

    August 2019

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    Patronatskonzert der Freunde LUCERNE FESTIVAL