Rezital 2 − Klavier

Igor Levit

Beethoven

Mi, 21.08.19.30 UhrNr. 19312

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 100 80 70 50 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Igor Levit  Klavier
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate f-Moll op. 2 Nr. 1
    Klaviersonate As-Dur op. 26
    Klaviersonate G-Dur op. 79
    Klaviersonate C-Dur op. 53 Waldstein-Sonate

    Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Mit diesem Rezital eröffnet Igor Levit, der wie kaum ein zweiter Musiker zum Nachdenken provoziert, musikalisch wie politisch, seinen Luzerner Zyklus mit allen 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Das Grossprojekt erstreckt sich über das Piano-Festival 2019 bis ins Jahr 2020, wenn die Musikwelt den 250. Geburtstag des Komponisten feiert. Für Levit ist Beethoven keine rein historische Grösse – er sei vielmehr hochaktuell, schliesslich habe schon er sich dieselben Fragen gestellt wie wir uns heute. «Das ist kein unerreichbarer Gott, dem wir uns nicht annähern dürfen», findet Levit. «Beethoven war Mensch, er hat Menschliches in Musik übersetzt.» Zum Auftakt präsentiert der 1987 in Russland geborene Pianist, der als Achtjähriger mit seiner Familie nach Deutschland übersiedelte, gleich einen seiner Favoriten: die Waldstein-Sonate. Deren Anfang empfindet er wie ein Naturereignis: «Weil er so bebt. Er ist ein Erdbeben. Herzschlag dreihundert. Es ist pures Leben.» Und ein Paradox zugleich, denn mit einem Mal könne das vibratolose Klavier sogar ein Vibrato intonieren.

    Igor Levit

    Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er gleich vier Preise beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv; auch aus der japanischen «Hamamatsu Competition» ging er als Sieger hervor. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so etwa mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra oder dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Im Sommer 2018 debutierte er mit dem Chicago Symphony Orchestra beim Ravinia Festival und mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen; im März 2019 wird er zum ersten Mal beim Gewandhausorchester Leipzig zu Gast sein. In der Saison 2018/19 ist Igor Levit mit Rezitalen u. a. in Wien, München, Paris und Tokio zu hören; in der Londoner Wigmore Hall gibt er gleich drei Klavierabende. Zu seinen grossen Projekten gehört der komplette Zyklus aller 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, den er ab 2019 auch bei LUCERNE FESTIVAL interpretieren wird. Beethoven und seinen letzten drei Klaviersonaten hatte Levit bereits seine Debut-CD gewidmet, die 2013 erschien. 2014 folgte seine Einspielung der sechs Partiten von Bach, 2015 veröffentlichte er Bachs Goldberg- und Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated. Dafür wurde ihm 2016 der «Gramophone Instrumental Award» verliehen. Sein jüngstes Album mit dem Titel Life (2018) enthält u. a. die Werke des heutigen Rezitals. 2018 wurde Igor Levit der «Gilmore Artist Award» überreicht.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.

    Oktober 2018

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