Sinfoniekonzert 1

Iberacademy Orchestra, Medellín | Roberto González Monjas | Fatma Said | Rolando Villazón

Mozart | Beethoven

So, 18.03.17.00 UhrNr. 18102

Kirchensaal MaiHof

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

17.03.-25.03. 2018

 

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    Sinfoniekonzert 1

    Iberacademy Orchestra, Medellín | Roberto González Monjas | Fatma Said | Rolando Villazón

    Roberto González Monjas  Konzertmeister und Musikalische Leitung
    Fatma Said  Sopran
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Chaconne aus der Ballettmusik zur Oper Idomeneo KV 367
    Ausgewählte Arien u. a. aus Der Schauspieldirektor KV 486 und Die Zauberflöte KV 620
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Sinfonia eroica

    2008 gründete das kolumbianische Orquesta Filarmonica de Medellín eine Akademie, um hochbegabten Instrumentalisten, oft aus sozial benachteiligten Verhältnissen, das Studium zu ermöglichen und sie durch regelmässige Konzerte mit international tätigen Orchestermusikern und Solisten zu fördern – und zwar kostenlos. Zu den Gründungsmitgliedern gehört neben dem Dirigenten  Alejandro Posada auch Roberto González Monjas, der Erste Konzertmeister  des Musikkollegiums Winterthur. 2015 entwickelte sich aus diesem Projekt eine länderübergreifende Initiative, die heute als «Academia Filarmónica Iberoamericana» auch Musikerinnen und Musiker aus anderen lateinamerikanischen Ländern integriert. Das Iberacademy Orchestra vereint die besten Studierenden und konzertiert bereits regelmässig in Kolumbien und Südamerika. Nun aber gastiert das junge Ensemble erstmals auch in Europa – und bringt promi-nente Unterstützung mit: Gemeinsam mit der 26-jährigen ägyptischen Sopranistin Fatma Said wird Star-Tenor Rolando Villazón Werke von Mozart vortragen.

    In Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum Salzburg

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Iberacademy Orchestra, Medellín

    IBERACADEMY, die Ibero-Amerikanische Philharmonische Akademie, wurde 2015 als Non-Profit-Organisation gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die musikalische Ausbildung in Lateinamerika auf höchstem Niveau zu fördern und auch in der Breite zu stärken. Dabei sollen Erfahrungen mit verschiedenen pädagogischen Modellen zwischen den Ländern ausgetauscht und hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker unterstützt werden. Die Initiative zu diesem Projekt stammt vom kolumbianischen Dirigenten Alejandro Posada und seiner Gattin María Helena Tamayo. IBERACADEMY wird grosszügig von der Hilti Foundation unterstützt, sodass sich ein effizientes und nachhaltiges Ausbildungssystem in Kolumbien und der gesamten Region etablieren kann. Neben Maestro Posada ist der spanische Geiger Roberto González-Monjas als künstlerischer Leiter in verantwortlicher Position tätig. Die Aus-bildung im Orchesterspiel und in der Kammermusik wird gemeinsam mit der Universidad EAFIT durchgeführt und von zahlreichen Institutionen und Künstlern aus aller Welt unterstützt, darunter die New World Symphony, die Stiftung Mozarteum, das Schweizer Verbier Festival und viele andere. Mit diesem globalen Ansatz soll einerseits die Qualität der musikalischen Ausbildung in den iberoamerikanischen Ländern verbessert werden; andererseits sollen Talente früh erkannt, ausgewählt und gezielt gefördert werden. Unlängst wurde IBERACADEMY für seine Arbeit mit jungen Musikern vom Kongress der Republik Kolumbien und vom Bürgermeister der Stadt Medellín ausgezeichnet. Die Initiative fühlt sich der Idee verpflichtet, eine Gesellschaft der besseren Chancen zu schaffen. Deshalb kümmert sie sich gezielt um benachteiligte Bevölkerungsgruppen, aus deren Reihen Nachwuchsmusiker rekrutiert werden.

    Februar 2018

    Roberto González Monjas

    Der Geiger und Dirigent Roberto González-Monjas, der 1988 im spanischen Valladolid geboren wurde, studierte bei Igor Ozim an der Salzburger Universität Mozarteum und bei David Takeno an der Londoner Guildhall School of Music and Drama. Er ist Konzertmeister beim Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und beim Musikkollegium Winterthur, lehrt als Professor für Violine an der Guildhall School und ist Joint Artistic Director von IBERACADEMY, der Ibero-Amerikanischen Philharmonischen Akademie. Neben den Orchestern und Ensembles, denen er fest verbunden ist, leitete und dirigierte er auch das Orchestre de l’Opéra National de Bordeaux-Aquitaine, das Verbier Festival Chamber Orchestra, das Orquesta Sinfónica de Castilla y León, die New World Symphony in Miami und das Medellín Philharmonic Orchestra. Dabei arbeitete er mit Solisten wie Ian Bostridge, Yuja Wang, Thomas Quasthoff, Daniil Trifonov, Sir András Schiff, Fazıl Say und Kit Armstrong zusammen. Im Dezember 2017 absolvierte er mit dem Klarinettisten Andreas Ottensamer und dem Musikkollegium Winterthur eine Asienreise. Roberto González-Monjas interpretiert ein breites Repertoire, das sich vom Barock bis zur Gegenwart erstreckt. Seine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Richard Dubugnon mündet im Mai 2018 in die Uraufführung eines neuen Violinkonzerts. Auf CD veröffentlichte er mit dem Musikkollegium Winterthur Serenaden von Mozart und Schoeck; auch bei der 2017 erschienenen Neueinspielung von Bachs Brandenburgischen Konzerten mit den Berliner Barock Solisten unter Reinhard Goebel wirkte er mit. Roberto González-Monjas spielt auf der «Filius Andreae»-Violine von Giuseppe Guarnieri aus dem Jahr 1710.

    Februar 2018

    Fatma Said

    Die ägyptische Sopranistin Fatma Said, Jahrgang 1991, wuchs in Kairo auf und besuchte dort die deutsche Schule. Als 14-Jährige erhielt sie ihren ersten Gesangsunterricht, vier Jahre später, 2009, zog sie nach Berlin, um bei Renate Faltin an der Musikhochschule «Hanns Eisler» zu studieren. Wichtige Impulse verdankt sie auch Kursen von Julia Varady, Wolfram Rieger und Tom Krause. Bereits 2012 gewann Fatma Said den Ersten Preis und den Publikumspreis bei der «Leyla Gencer Voice Competition» in Istanbul sowie den Zweiten Preis beim Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau; später ging sie auch als Siegerin aus der «Veronica Dunne International Singing Competition» in Dublin hervor. Ein Stipendium ermöglichte es ihr nach ihrem Bachelor-Abschluss im Jahr 2013, die Ausbildung an der Akademie der Mailänder Scala fortzusetzen und im Opernstudio der renommierten Bühne praktische Erfahrungen zu sammeln. Dort wurde sie ausgewählt, die Rolle der Pamina in einer von Peter Stein inszenierten und von Ádám Fischer dirigierten Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte zu gestalten. Im Februar und März 2018 sang sie dann an der Scala den Amor in Glucks Orfeo ed Euridice. Weitere Auftritte führten Fatma Said ans Teatro San Carlo nach Neapel, an die Hamburgische Staatsoper sowie an die Opernhäuser von Kairo und Muscat. Sie konzertierte im Leipziger Gewandhaus, in der Kölner Philharmonie, im Berliner Konzerthaus, beim Haydn-Festival in Eisenstadt und beim Kissinger Sommer. Im Januar 2018 debutierte sie mit einem Lied-Rezital in der Londoner Wigmore Hall. Seit 2016 gehört Fatma Said zu den «BBC New Generation Artists» und erhält in diesem Rahmen Gelegenheit, mit den Klangkörpern des Senders aufzutreten und Aufnahmen für die BBC einzuspielen.

    Februar 2018

    Rolando Villazón

    Mit seinen gefeierten Auftritten an den führenden Opernhäusern der Welt hat sich der gebürtige Mexikaner Rolando Villazón als einer der gefragtesten Tenöre der Gegenwart etabliert. Sein besonderes Markenzeichen ist seine Vielseitigkeit: Neben seiner Bühnenkarriere ist er auch als Regisseur, Schriftsteller und Fernsehmoderator bekannt. Villazóns musikalische Karriere begann, nachdem er 1999 mehrere Preise bei Plácido Domingos «Operalia»-Wettbewerb gewann, darunter den Zarzuela-Preis und den Publikumspreis. Noch im selben Jahr folgten sein europäischer Einstand als Des Grieux in Massenets Manon am Teatro Carlo Felice in Genua sowie zwei weitere wichtige Debuts: als Alfredo in Verdis La traviata an der Opéra national de Paris und als Macduff in Macbeth an der Staatsoper Berlin. Rolando Villazón ist regelmässiger Gast an Bühnen wie den Staatsopern von München und Wien, an der Mailänder Scala, am Royal Opera House in London, an der Metropolitan Opera in New York sowie bei den Salzburger Festspielen und tritt in allen bedeutenden Konzertsälen auf. Als Regisseur stellte er sich erstmals 2011 in Lyon vor; seither inszenierte er auch für das Festspielhaus Baden-Baden, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein und die Wiener Volksoper. Als Künstlerischer Leiter der Salzburger Mozartwoche trägt er seit 2017 auch Verantwortung im Musikmanagement. Villazón hat rund 50 CDs und DVDs veröffentlicht, die mit zahl-
    reichen Preisen ausgezeichnet wurden. In seiner französischen Wahl-heimat wurde er zum «Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt; ausserdem engagiert er sich als Botschafter der RED NOSES Clowndoctors International und ist Mitglied des Collège de Pataphysique de Paris.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 15. März 2016 in Mozarts Il re pastore mit William Christie und Les Arts Florissants.

    Februar 2018

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    Mit freundlicher Unterstützung der Hilti Foundation