Rezital 4

Grigory Sokolov

Beethoven | Schubert

Do, 22.11. | 19.30 Uhr | Nr. 18511

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Piano-Festival

17.11.-27.11. 2018

 

|

 
     
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate C-Dur op. 2 Nr. 3
    Elf Bagatellen op. 119
    Franz Schubert (1797–1828)
    Vier Impromptus D 935

    Kein anderer Pianist geht so unbeirrt und radikal seinen Weg wie Grigory Sokolov. Ein halbes Jahr lang beschäftigt er sich mit ein und denselben Werken, die er zu Gehör bringt, wo immer er auftritt. Dennoch stellt sich für ihn nie Routine ein – die Musik bleibt unerschöpflich. Auch weil jedes Konzert anders ist, weil jeder Tag etwas Neues bringt und sich mit dem wechselnden Publikum zwangsläufig die Rahmenbedingungen ändern. «Interpreten sind Interpreten ihrer Zeit, ob sie es wollen oder nicht, und die Zuhörer sind es auch», erklärte Sokolov 2016 in einem Gespräch mit der ZEIT, seinem ersten Interview nach fünfzehn Jahren des Schweigens. Das Ergebnis seiner Deutungen ist freilich einzigartig. Schuberts Impromptus, so urteilte die Süddeutsche Zeitung, klängen bei Sokolov, als «habe man sie noch nie zuvor gehört. Als spiele Schubert sie selbst vom noch tintennassen Blatt. Man meint, einer Art weisem Mönch zu begegnen, der die Musik in unendlichen Stunden der Übung bis auf ihren Grund durchdrungen hat, um gelegentlich das Publikum daran teilnehmen zu lassen. Ein bisschen brummelig zwar, aber keineswegs widerwillig.»

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Grigory Sokolov

    Grigory Sokolov, der 1950 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geboren wurde, begann als Fünfjähriger mit dem Klavierspiel, nahm zwei Jahre später sein Studium bei Liya Zelikhman am Leningrader Konservatorium auf und gewann im Alter von sechzehn Jahren die Goldmedaille beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion konnte sich seine internationale Karriere vollumfänglich entfalten, mit Auftritten in den grossen Konzertsälen und bei den bedeutenden Festivals der Welt. Als Solist in Orchesterkonzerten arbeitete Sokolov mit den führenden Klangkörpern zusammen, bevor er sich dafür entschied, nur noch Solorezitale zu spielen. Heute gibt Grigory Sokolov etwa 70 Konzerte pro Spielzeit; dabei widmet er sich, im halbjährigen Wechsel, jeweils ganz einem einzigen Programm. Sein Repertoirespektrum ist allerdings denkbar weit angelegt: Es reicht von Transkriptionen mittelalterlicher Polyphonie über barocke Cembalowerke sowie die grossen Klassiker und Romantiker bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Minutiös bereitet Sokolov seine Rezitale vor und macht sich vor jedem Auftritt genauestens vertraut mit der Feinmechanik der jeweiligen Instrumente, auf denen er konzertieren wird; selbst am Tag des Konzerts probt er noch viele Stunden im Saal, um die akustischen Bedingungen und die Spezifika des Flügels zu erkunden. In der laufenden Saison gastiert Sokolov u. a. in der Berliner Philharmonie, im Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw, im Théâtre des Champs-Elysées in Paris, im Auditorio Nacional de Música in Madrid, im Parco della Musica in Rom und im Konserthuset Stockholm. Seine CD-Aufnahmen sind grösstenteils live eingespielt: Grigory Sokolov zieht den magischen Moment des Konzertereignisses der sterilen Atmosphäre im Studio vor. Seine jüngste Veröffentlichung erschien 2017 und umfasst Klavierkonzerte von Mozart und Rachmaninow.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 22. November 2001 mit Werken von Haydn, Mozart und César Franck.

    Oktober 2018

    None