Sinfoniekonzert 7

Gewandhausorchester Leipzig | Andris Nelsons

Bruckner

So, 25.08.18.30 UhrNr. 19323

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 240 200 150 100 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Andris Nelsons  Dirigent
    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108
    (Fassung von Robert Haas)

    Anton Bruckner wusste, dass er alles allein der Macht Gottes verdankte. «Unter Tausenden hat mich Gott begnadigt und dies Talent mir, gerade mir gegeben», verkündete er. «Ihm muss ich einmal Rechenschaft ablegen.» Seine Achte Sinfonie löst diesen Vorsatz mit der markerschütternden Gewalt ihrer Themen und dramatischen Steigerungskurven, mit choralartigen Hymnen, aber auch mit der überirdischen Schönheit immaterieller Klänge ein: Von tiefer Verzweiflung bis zu religiöser Verzückung spannt sich der Bogen. «Bruckner beschäftigten dieselben existentiellen Fragen und Zweifel wie uns alle – und darum hat uns seine Musik gerade heute so viel zu sagen», glaubt Andris Nelsons und vergleicht den Effekt mit einer Pilgerreise. «Er lädt uns ein, ihn zu begleiten und mit ihm unseren Lebensweg fortzusetzen, um nach Menschlichkeit, Liebe und Mitgefühl zu suchen. Bruckners Musik wendet sich nicht an eine bestimmte Altersgruppe oder Religion, sondern spricht zu allen Menschen, sie schenkt uns einen Blick ins Universum. Und ich fühle, wie sie mich Gott näherbringt.»

    Gewandhausorchester Leipzig

    Das Leipziger Gewandhausorchester gehört zu den ältesten bürgerlichen Musikinstitutionen der Welt: Seine Wurzeln reichen in das Jahr 1743 zurück, als Leipziger Kaufleute den Verein «Das grosse Concert» gründeten. Im Haus der Tuchwarenhändler («Gewandhaus») erhielt das Orchester 1781 einen repräsentativen Konzertsaal – und seinen heutigen Namen. Den europäischen Ruhm begründete Felix Mendelssohn, der 1835 das Amt des Gewandhauskapellmeisters antrat und als erster Dirigent im modernen Sinne wirkte. Zu seinen Nachfolgern gehörten Carl Reinecke (1860–95), Arthur Nikisch (1895–1922), Wilhelm Furtwängler (1922–28), Bruno Walter (1929–33), Franz Konwitschny (1949–62), Kurt Masur (1970–96) und Herbert Blomstedt (1998–2005). Von 2005 bis Sommer 2016 hatte Riccardo Chailly die Chefposition inne; zur Saison 2017/18 übernimmt Andris Nelsons die Leitung. Das Orchester ist Konzertorchester des Gewandhauses und Opernorchester der Stadt Leipzig; zudem bringt es – gemeinsam mit dem berühmten Thomanerchor – in der Thomaskirche wöchentlich Kantaten zur Aufführung. Das Gewandhausorchester trägt wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Sinfonik: Noch zu Lebzeiten Beethovens standen seine sämtlichen Sinfonien im Repertoire, der weltweit erste Bruckner-Zyklus wurde in Leipzig musiziert, und auch die erste komplette Wiedergabe der Schostakowitsch-Sinfonien erfolgte durch das Gewandhausorchester. Zahlreiche Werke wurden von den Leipziger Musikern uraufgeführt, darunter Beethovens Tripelkonzert, Schuberts Grosse C-Dur-Sinfonie, Schumanns Frühlingssinfonie und Brahms’ Violinkonzert. Unter der Leitung Chaillys erschienen in den letzten Jahren auf CD u. a. Gesamteinspielungen der Sinfonien Beethovens und der Orchesterwerke von Brahms, die mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Ende 2016 wird der gemeinsame Mahler-Zyklus, der seit 2011 entstand, auf DVD veröffentlicht.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1998: Herbert Blomstedt dirigierte die Dritten Sinfonien von Honegger und Bruckner.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.gewandhaus.de.

    August 2016

    Weitere Termine

    Andris Nelsons

    Andris Nelsons wurde 1978 in Riga geboren, wuchs in einer Musikerfamilie auf und begann seine Karriere als Trompeter an der Lettischen Nationaloper. Parallel dazu bildete er sich als Dirigent fort, studierte diese Disziplin bei Alexander Titov in St. Petersburg und nahm Privatunterricht bei Mariss Jansons. Schon 2003 wurde Nelsons zum Chefdirigenten der Lettischen Nationaloper berufen, wo er vier Jahre lang die Verantwortung trug; von 2008 bis Juni 2015 stand er dann an der Spitze des City of Birmingham Symphony Orchestra. Seit 2014 amtiert er als Music Director beim Boston Symphony Orchestra, seit Februar 2018 hat er ausserdem die Position des Gewandhauskapellmeisters beim Leipziger Gewandhausorchester inne. Binnen kurzer Zeit gelang es Nelsons, zum Stammgast bei international führenden Orchestern und an bedeutenden Opernbühnen zu werden. Er dirigierte an der Wiener, der Münchner und der Berliner Staatsoper, an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House in London und bei den Bayreuther Festspielen; er konzertiert regelmässig mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Philharmonia Orchestra, dem New York Philharmonic und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. LUCERNE FESTIVAL ehrte ihn 2012 mit der Ernennung zum «artiste étoile» und betraute ihn 2014 und 2015 mit der Leitung mehrerer Konzerte des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. Die Einspielungen, die Andris Nelsons vorgelegt hat, wurden mit vielen internationalen Preisen geehrt. Gegenwärtig erarbeitet er mit dem Boston Symphony Orchestra einen Schostakowitsch-Zyklus, der sämtliche Sinfonien und die Oper Lady Macbeth von Mzensk umfasst; bereits die ersten beiden CDs der Reihe erhielten jeweils den «Grammy». 2019 wird er mit den Wiener Philharmonikern alle neun Beethoven-Sinfonien veröffentlichen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 31. August 2009 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) und Werken von Britten, Berlioz, Debussy und Ravel.

    Andris Nelsons im Interview

    Juli 2018

    Weitere Termine

    17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
    Konzerteinführung mit Susanne Stähr

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