Sinfoniekonzert 8

Gewandhausorchester Leipzig | Andris Nelsons | Martin Helmchen

Mozart | Debussy | Strawinsky

Mo, 26.08. | 19.30 Uhr | Nr. 19324

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    Sinfoniekonzert 8

    Gewandhausorchester Leipzig | Andris Nelsons | Martin Helmchen

    Andris Nelsons  Dirigent
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Konzert für Klavier und Orchester G-Dur KV 453
    Claude Debussy (1862–1918)
    La Mer
    Igor Strawinsky (1882–1971)
    Konzertsuite aus dem Märchenballett Der Feuervogel (Fassung von 1919)

    Einen Wiener Klassiker und zwei moderne Klassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kombinieren Andris Nelsons und sein fabelhaftes Gewandhausorchester in ihrem zweiten Luzerner Programm. Strawinskys erster Welterfolg, Der Feuervogel, speist sein ohrwurmträchtiges Melos aus der russischen Volksmusik und kleidet es dabei in die schillerndsten Orchesterklänge. Debussys La Mer wiederum spiegelt plastisch die rauschenden Wogen, das Schäumen der Gischt und die oszillierenden Farben des Wassers, mit unendlichen Varianten der Motive, denn keine Welle gleicht der anderen. Doch zuvor, in der ersten Konzerthälfte, interpretiert Martin Helmchen Mozarts quirliges G-Dur-Klavierkonzert KV 453: ein Werk voller Spielfreude und Humor, durch das der Geist der Opera buffa weht. Die Melodie des Schlusssatzes habe sogar sein Vogel «Stahrl» fast fehlerlos nachpfeifen können, bemerkte Mozart.

    Sommer-Serie 2019: Machtspiele
    Unsere sommerliche Blog-Serie spürt dem Festivalthema «Macht» nach. 
    «Dieses Räuber- und Mördersystem». Béla Bartók im Kampf gegen den Faschismus

    Gastronomisches Angebot des KKL beim Sommer-Festival 2019

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Gewandhausorchester Leipzig

    Das Leipziger Gewandhausorchester gehört zu den ältesten bürgerlichen Musikinstitutionen der Welt: Seine Wurzeln reichen in das Jahr 1743 zurück, als Leipziger Kaufleute den Verein «Das grosse Konzert» gründeten. Im Haus der Tuchwarenhändler («Gewandhaus») erhielt das Orchester 1781 einen repräsentativen Konzertsaal – und seinen heutigen Namen. Den europäischen Ruhm begründete Felix Mendelssohn, der 1835 das Amt des Gewandhauskapellmeisters antrat und als erster Dirigent im modernen Sinne wirkte. Zu seinen Nachfolgern zählten Carl Reinecke (1860–95), Arthur Nikisch (1895–1922), Wilhelm Furtwängler (1922–28), Bruno Walter (1929–33), Franz Konwitschny (1949–62), Kurt Masur (1970–96), Herbert Blomstedt (1998–2005) und Riccardo Chailly (2005–2016). Seit Februar 2018 hat Andris Nelsons als 21. Gewandhauskapellmeister die Leitung inne. Zu den Aufgaben des Orchesters, dem heute über 180 Musiker angehören, gehört die Gestaltung von Opernaufführungen und Sinfoniekonzerten, aber auch – gemeinsam mit dem berühmten Thomanerchor – die Pflege der Kirchenmusik in der Thomaskirche. Seit 1916 gastiert das Gewandhausorchester in aller Welt; zuletzt absolvierte es im Mai und Juni 2019 eine Tournee nach Japan und China. Es trägt wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Sinfonik: Noch zu Lebzeiten Beethovens, 1825/26, standen hier seine sämtlichen Sinfonien im Repertoire, und auch der weltweit erste Bruckner-Zyklus wurde 1919/20 in Leipzig musiziert. Die reiche Tradition der Uraufführungen – darunter Werke von Schubert, Schumann, Mendelssohn und Brahms – wird vom Orchester mit der Vergabe jährlicher Auftragskompositionen fortgeführt. Die Einspielungen des Gewandhausorchesters wurden mit zahlreichen Plattenpreisen und einer «Goldenen Schallplatte» ausgezeichnet. Unter Andris Nelsons erarbeiten die Musikerinnen und Musiker gegenwärtig alle Bruckner-Sinfonien.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1998: Herbert Blomstedt dirigierte die Dritten Sinfonien von Honegger und Bruckner.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.gewandhaus.de.

    August 2019

    Weitere Termine

    Andris Nelsons

    Andris Nelsons wurde 1978 in Riga geboren, wuchs in einer Musikerfamilie auf und begann seine Karriere als Trompeter an der Lettischen Nationaloper. Parallel dazu bildete er sich als Dirigent fort, studierte diese Disziplin bei Alexander Titov in St. Petersburg und nahm Privatunterricht bei Mariss Jansons. Schon 2003 wurde Nelsons zum Chefdirigenten der Lettischen Nationaloper berufen; von 2008 bis Juni 2015 stand er dann an der Spitze des City of Birmingham Symphony Orchestra. Seit 2014 amtiert er als Music Director beim Boston Symphony Orchestra, seit 2018 hat er ausserdem die Position des Gewandhauskapellmeisters in Leipzig inne. Binnen kurzer Zeit gelang es Nelsons, zum Stammgast bei international führenden Orchestern und an bedeutenden Opernbühnen zu werden. Er dirigierte an der Wiener, der Münchner und der Berliner Staatsoper, an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House in London und bei den Bayreuther Festspielen; er konzertiert regelmässig mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Philharmonia Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2020 leiten wird. LUCERNE FESTIVAL ehrte ihn 2012 mit der Ernennung zum «artiste étoile» und betraute ihn 2014/15 mit der Leitung mehrerer Konzerte des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. Die Einspielungen, die Andris Nelsons vorgelegt hat, wurden bereits dreimal mit dem «Grammy», aber auch mit dem «Edison Klassiek Award» und dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» geehrt. Gegenwärtig erarbeitet er mit dem Boston Symphony Orchestra einen Schostakowitsch- und mit dem Gewandhausorchester Leipzig einen Bruckner-Zyklus; mit den Wiener Philharmonikern wird er zum Beethoven-Jahr 2020 alle neun Sinfonien vorlegen. 2019 wurde Nelsons der Internationale Schostakowitsch-Preis verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 31. August 2009 mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) und Werken von Britten, Berlioz, Debussy und Ravel.

    Andris Nelsons im Interview

    August 2019

    Weitere Termine

    Martin Helmchen

    Martin Helmchen, der 1982 in Berlin geboren wurde, absolvierte sein Studium bei Galina Iwanzowa an der Berliner Hochschule für Musik «Hanns Eisler» und bei Arie Vardi in Hannover. Weitere wichtige Mentoren waren William Grant Naboré und Alfred Brendel. 2001 gewann er den «Concours Clara Haskil», 2006 wurde ihm der «Credit Suisse Young Artist Award» zuerkannt, der ihm einen Auftritt mit den Wiener Philharmonikern bei LUCERNE FESTIVAL eintrug. Seither konzertierte Martin Helmchen mit den Berliner Philharmonikern, dem Leipziger Gewandhausorchester und der Sächsischen Staatskapelle Dresden, mit dem Orchestre de Paris und dem London Philharmonic, dem Cleveland und dem Boston Symphony Orchestra und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Philippe Herreweghe und Andris Nelsons zusammen. In der Saison 2018/19 war er u. a. in Skandinavien beim Oslo Philharmonic, beim Danish National Symphony Orchestra und beim Royal Stockholm Philharmonic Orchestra zu Gast und gab seinen Einstand beim Orchestre symphonique de Montréal, beim Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai sowie beim Orchestre Philharmonique de Luxembourg. Intensiv widmet sich Martin Helmchen auch der Kammermusik: Regelmässig musiziert er mit der Sopranistin Juliane Banse, mit dem Bariton Matthias Goerne, mit der Klarinettistin Sabine Meyer, mit den Geigern Veronika Eberle, Chris-tian Tetzlaff, Antje Weithaas und Carolin Widmann sowie mit seiner Ehefrau, der Cellistin Marie-Elisabeth Hecker. Mit Frank Peter Zimmermann interpretierte er in zahlreichen Städten Beethovens Violinsonaten. Eine enge Verbindung pflegt er zur Schubertiade in Vorarlberg. Seit 2010 lehrt Martin Helmchen, der auf CD zuletzt im Frühjahr 2019 Messiaens Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus vorgelegt hat, als Associate Professor für Kammermusik an der Kronberg Academy.

    Erster Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL am 22. August 2006 im Rahmen der «Debut»-Reihe mit Werken von Bach, Messiaen und Schumann.

    August 2019

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