Nachmittagskonzert

Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds

Bach | Mozart | Schreker | Bartók

So, 16.08. | 14.30 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal


Karten (CHF 10) vom 3. bis 14. August im Stadthaus Luzern (Hirschengraben 17) erhältlich

Sommer-Festival

14.08.-13.09. 2020

 

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    Daniel Dodds  Violine, Musikalische Leitung und Moderation
    Vital Julian Frey  Cembalo
    Johann Sebastian Bach (1685–1750)
    Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048
    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Cembalokonzert D-Dur KV 107 Nr. 1
    Franz Schreker (1887–1934)
    Intermezzo für Streichorchester op. 8
    Scherzo für Streichorchester
    Béla Bartók (1881–1945)
    Rumänische Volkstänze Sz 68

    Sind Klassikkonzerte nur etwas für eine elitäre Minderheit, die sich teure Tickets leisten kann? Mit dem traditionellen Nachmittagskonzert liefern LUCERNE FESTIVAL und die Stadt Luzern den Gegenbeweis: Mit nur zehn Franken ist man dabei und kann klassische Musik auf höchstem Niveau geniessen. Für die neueste Ausgabe nehmen sich die Festival Strings Lucerne und Daniel Dodds fünf Werke vor, die allesamt das Thema «Freude» umkreisen: Beschwingt klingt Bachs Drittes Brandenburgisches Konzert, verspielt und munter das Cembalokonzert D-Dur, in dem der erst 14-jährige Wolfgang Amadé Mozart Sonaten seines Idols Johann Christian Bach aufgriff und verarbeitete. Den reinen Wohlklang verströmt das schwelgerische Intermezzo für Streicher von Franz Schreker, der für dieselbe Besetzung auch noch ein frohgemutes Scherzo schrieb. Den schmissigen Kehraus des Nachmittags aber bilden die Rumänischen Volkstänze, die der Ungar Béla Bartók erstmals in siebenbürgischen Dörfern zu hören bekam, sie aufzeichnete und für verschiedene Besetzungen arrangierte. Bei dieser Musik fällt es dann schwer, still sitzen zu bleiben.

    Festival Strings Lucerne

    Die Festival Strings Lucerne, die 1956 von Rudolf Baumgartner und Wolfgang Schneiderhan gegründet wurden, sind LUCERNE FESTIVAL mit alljährlichen Auftritten verbunden. Die Stammbesetzung um den Konzertmeister und Künstlerischen Leiter Daniel Dodds besteht aus siebzehn Streichersolisten und einem Cembalisten, kann aber bis zu einem 60-köpfigen Orchester erweitert werden, das auch sinfonisches Repertoire zur Aufführung bringt. Ihre besondere Klangkultur verdanken die «Strings» zum einen den Meisterinstrumenten aus den legendären Cremoneser Werkstätten Stradivari, Guarneri und Amati, die sich im Besitz des Ensembles befinden, zum anderen ihrer grossen Aufführungstradition. Denn von Anbeginn prägte die Zusammenarbeit mit prominenten Solisten das Profil des Ensembles. Yehudi Menuhin, David Oistrach, Pablo Casals, Wilhelm Kempff und Clara Haskil waren in seinen Konzerten zu hören, und auch heutige Stars wie Anne-Sophie Mutter, Mischa Maisky, Hélène Grimaud, Daniil Trifonov, Rudolf Buchbinder, Martin Grubinger, Vilde Frang sowie Re-naud und Gautier Capuçon zählen zu den musikalischen Partnern. Neben ihrer eigenen Luzerner Konzertreihe konzertieren die Festival Strings Lucerne auch regelmässig im Ausland: In der Saison 2019/20 stehen neben drei Deutschland-Tourneen Gastspiele in Italien, Slowenien und England sowie, gemeinsam mit der Geigerin Midori, eine Reise nach Hongkong, Singapur, China und Korea auf dem Programm. Das Repertoire der «Strings» erstreckt sich vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik; mehr als hundert Werke, darunter Kompositionen von Jean Françaix, Frank Martin, Bohuslav Martinů, Iannis Xenakis und Krzysztof Penderecki, haben sie bis heute uraufgeführt. Regelmässig veröffentlicht das Ensemble CD-Einspielungen; zuletzt erschien eine Aufnahme dreier Mozart-Violinkonzerte mit Arabella Steinbacher.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. August 1956 mit Werken von Corelli, Purcell, Bach und Pergolesi.

    Oktober 2019

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    Daniel Dodds

    Der Geiger Daniel Dodds, geboren 1971 als Sohn australisch-chinesischer Eltern in Adelaide, verliess als Siebzehnjähriger seine australische Heimat, um sein Violinstudium bei Gunars Larsens an der Musikhochschule in Luzern fortzusetzen. Nachdem er seine Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, erhielt er weitere Impulse durch Meisterkurse bei Rudolf Baumgartner, Franco Gulli, Nathan Milstein und Thomas Zehetmair. Im Jahr 2000 wurde Daniel Dodds als Erster Konzertmeister zu den Festival Strings Lucerne engagiert, seit 2012 ist er Künstlerischer Leiter des Ensembles, mit dem er auf der ganzen Welt auftritt. Darüber hinaus ist er auch als freischaffender Solist tätig und trat zuletzt u. a. beim Orchestra della Svizzera Italiana unter Vladimir Ashkenazy, beim Australian World Orchestra unter Zubin Mehta, beim Sinfonie Orchester Berlin und beim Sofia Philharmonic Orchestra auf. 2008 wurde Daniel Dodds von Claudio Abbado ins LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA berufen, dem er seither Sommer für Sommer angehört. In diesem Rahmen präsentierte er sich auch als Kammermusiker. Ausserdem arbeitet er als Gast-Konzertmeister mit dem Mahler Chamber Orchestra, der Camerata Salzburg und dem Sydney Symphony Orchestra zusammen. Im Bereich der Kammermusik zählen Dimitri und Vovka Ashkenazy, Kolja Blacher, Wolfram Christ, James Galway, Jens Peter Maintz, Herbert Schuch und Martin Stadtfeld zu seinen Partnern. Sein Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten und umfasst auch Crossover-Projekte mit Jazz, Tango und fernöstlicher Musik. 2012 erschien seine Solo-CD Time Transcending mit Werken von Bach bis Berio. Daniel Dodds, der als Dozent für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik – Luzern lehrt, spielt die Stradivari «ex Hämmerle – ex Baumgartner» aus dem Jahr 1717.

    Seit dem Jahr 2000 ist Daniel Dodds mit den Festival Strings Lucerne alljährlicher Gast bei LUCERNE FESTIVAL.

    November 2017

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