Sinfoniekonzert 3

Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds | Sir James Galway

Mozart | Sibelius

Mo, 14.08.19.30 UhrNr. 17306

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    14.

    Aug

    Montag
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 3

    Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds | Sir James Galway

    Daniel Dodds  Violine und Musikalische Leitung

    40. Luzerner Bühnenjubiläum von Sir James Galway

    Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
    Sinfonie A-Dur KV 201 (186a)
    Flötenkonzert D-Dur KV 314 (285d)
    Jean Sibelius (1865–1957)
    Suite aus Pelléas und Mélisande op. 46

    Wiedersehen mit einer Legende: Zu seinem 40. Bühnenjubiläum beim Festival gibt sich Sir James Galway, «der Mann mit der goldenen Flöte», die Ehre und spielt Mozarts D-Dur-Konzert KV 314. Dass der Komponist die Flöte eigentlich nicht leiden konnte, hört man dem Werk in keinem Takt an. Hätte Mozart allerdings Galway gekannt, hätte er sicher mehr als nur zwei Konzerte für das Instrument geschrieben. Denn Sir James bezaubert mit erlesenem Ton, makelloser Technik, musikalischem Tiefgang und funkensprühendem Temperament. Ein Feuerwerk zünden die Festival Strings zuvor schon mit Mozarts A-Dur-Sinfonie KV 201, die im Finale mit einer «Mannheimer Rakete» verblüfft: mit einer aufschiessenden Sechzehntelkette, die das damalige Publikum in Begeisterungsstürme ausbrechen liess. Ein Seelendrama erklingt dagegen nach der Pause: Jean Sibelius komponierte 1905 seine Bühnenmusik zu Maurice Maeterlincks Pelléas et Mélisande – und steuerte damit eine finnische Alternative zu den Adaptionen von Fauré, Debussy und Schönberg bei.

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    Festival Strings Lucerne

    Die Festival Strings Lucerne, die 1956 von Rudolf Baumgartner und Wolfgang Schneiderhan gegründet wurden, sind LUCERNE FESTIVAL mit alljährlichen Auftritten verbunden. Die Stammbesetzung um den Konzertmeister und Künstlerischen Leiter Daniel Dodds besteht aus siebzehn Streichersolisten und einem Cembalisten, kann aber bis zu einem 60-köpfigen Orchester erweitert werden, das auch sinfonisches Repertoire zur Aufführung bringt. Ihre besondere Klangkultur verdanken die «Strings» zum einen den Meisterinstrumenten aus den legendären Cremoneser Werkstätten Stradivari, Guarneri und Amati, die sich im Besitz des Ensembles befinden, zum anderen ihrer grossen Aufführungstradition. Denn von Anbeginn prägte die Zusammenarbeit mit prominenten Solisten das Profil des Ensembles. Yehudi Menuhin, David Oistrach, Pablo Casals, Wilhelm Kempff und Clara Haskil waren in seinen Konzerten zu hören, und auch heutige Stars wie Anne-Sophie Mutter, Mischa Maisky, Hélène Grimaud, Daniil Trifonov sowie Renaud und Gautier Capuçon zählen zu den musikalischen Partnern. In der Saison 2016/17 konzertierten die Festival Strings Lucerne u. a. mit Nicolas Altstaedt, Vilde Frang, Sergei Nakariakov, Julian Rachlin und Arabella Steinbacher. Gastspiele führten sie in den vergangenen Spielzeiten in die USA und nach Südamerika, nach Japan, Südkorea, China und Russland. Im Sommer 2017 traten die «Strings» bereits in der neuen Hamburger Elbphilharmonie auf (als erstes Schweizer Orchester) und gastierten beim Würzburger Mozartfest sowie beim Rheingau Musik Festival. Ihr Repertoire erstreckt sich vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik; so gab es im Januar 2017 eine zweiteilige Hommage an Sofia Gubaidulina. Regelmässig veröffentlicht das Ensemble CD-Einspielungen; zuletzt erschien eine Aufnahme dreier Mozart-Violinkonzerte mit Arabella Steinbacher.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. August 1956 mit Werken von Corelli, Purcell, Bach und Pergolesi.

    April 2017

    Weitere Termine

    Daniel Dodds

    Der Geiger Daniel Dodds, geboren 1971 als Sohn australisch-chinesischer Eltern in Adelaide, verliess als Siebzehnjähriger seine australische Heimat, um sein Violinstudium bei Gunars Larsens an der Musikhochschule in Luzern fortzusetzen. Nachdem er seine Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, erhielt er weitere Impulse durch Meisterkurse bei Rudolf Baumgartner, Franco Gulli, Nathan Milstein und Thomas Zehetmair. Im Jahr 2000 wurde Daniel Dodds als Erster Konzertmeister zu den Festival Strings Lucerne engagiert, seit 2012 ist er Künstlerischer Leiter des Ensembles, mit dem er auf der ganzen Welt auftritt. Darüber hinaus ist er auch als freischaffender Solist tätig und trat er zuletzt u. a. beim Orchestra della Svizzera Italiana unter Vladimir Ashkenazy, beim Australian World Orchestra unter Zubin Mehta, beim Sinfonie Orchester Berlin und beim Sofia Philharmonic Orchestra auf. 2008 wurde Daniel Dodds von Claudio Abbado ins LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA berufen, dem er seither Sommer für Sommer angehört. In diesem Rahmen präsentierte er sich auch als Kammermusiker. Ausserdem arbeitet er als Gast-Konzertmeister mit dem Mahler Chamber Orchestra, der Camerata Salzburg und dem Sydney Symphony Orchestra zusammen. Im Bereich der Kammermusik zählen Dimitri und Vovka Ashkenazy, Kolja Blacher, Wolfram Christ, James Galway, Jens Peter Maintz, Herbert Schuch und Martin Stadtfeld zu seinen Partnern. Sein Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten und umfasst auch Crossover-Projekte mit Jazz, Tango und fernöstlicher Musik. 2012 erschien seine Solo-CD Time Transcending mit Werken von Bach bis Berio. Daniel Dodds, der als Dozent für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik – Luzern lehrt, spielt die Stradivari «ex Hämmerle – ex Baumgartner» aus dem Jahr 1717.

    Seit dem Jahr 2000 ist Daniel Dodds mit den Festival Strings Lucerne alljährlicher Gast bei LUCERNE FESTIVAL.

    April 2017

    Weitere Termine

    Sir James Galway

    Sir James Galway, geboren 1939 im nordirischen Belfast, studierte am Londoner Royal College of Music und an der Guildhall School sowie am Pariser Conservatoire. Nach ersten Engagements bei grossen britischen Orchestern wurde er 1969 als Soloflötist zu den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan verpflichtet, denen er sechs Jahre lang angehörte. 1975 entschied sich Galway für die solistische Karriere und trat danach weltweit mit den führenden Orchestern, Ensembles und Dirigenten auf. In der Saison 2016/17 war er Gast bei den BBC Proms, absolvierte im März eine Konzertreise durch die Vereinigten Staaten und im Mai eine Tour durch Grossbritannien. Sir James hat 97 CDs veröffentlicht, die sich insgesamt über 30 Millionen Mal verkauft haben und mit zahlreichen Preisen bedacht wurden. Dabei widmete er sich nicht nur dem klassischen Flötenrepertoire vom Barock bis zur Gegenwart, sondern auch der Filmmusik – erwähnt sei nur der Soundtrack zu The Lord of the Rings – und arbeitete mit Popstars wie Stevie Wonder, Ray Charles, Joni Mitchell und Sir Elton John zusammen. Eine wichtige Rolle spielt für ihn auch die pädagogische Arbeit: Er unterrichtet am Royal College of Music, am Birmingham Conservatoire und an der Royal Irish Academy of Music, betreibt (gemeinsam mit seiner Frau Jeanne Galway) eine Flötenakademie sowie das edukative Online-Portal «First Flute» und veranstaltet regelmässig Flötenfestivals mit Dutzenden von Teilnehmern. Seine Erfahrungen hat Sir James in Büchern und Studienwerken zusammengefasst. Er ist Botschafter des Kinderhilfswerks UNICEF und des «European Brain Council». 1979 wurde Galway zum «Officer » im «Order of the British Empire» ernannt, 2001 wurde zum Ritter geschlagen. 2014 erhielt er den «Gramophone Lifetime Achievement Award», 2016 die Goldmedaille des «Kennedy Center International Committee of the Arts».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 18. August 1977 in einem Konzert des Tokyo Akademiker Ensembles mit Werken von Vivaldi und Carl Stamitz.

    April 2017

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