Nachmittagskonzert

Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds | Johanna Dömötör

Boccherini | Benjamin | Scarlatti | Fauré | Herrmann

So, 15.08. | 14.30 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal


Karten vom 2. - 13. August, 9 - 11 und 14 - 16 Uhr, Stadthaus Luzern (Hirschengrben 17) 

Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

|

 
     

    Nachmittagskonzert

    Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds | Johanna Dömötör

    Daniel Dodds  Violine und Musikalische Leitung
    Luigi Boccherini (1743–1805)
    Musica notturna delle strade di Madrid C-Dur op. 30/6 (G. 324)
    Arthur Benjamin (1893–1960) / Domenico Scarlatti (1685–1757)
    Suite für Flöte und Streichorchester
    Gabriel Fauré (1845–1924)
    Fantaisie op. 79
    bearbeitet für Flöte und Streichorchester von Amir Awad
    Bernard Herrmann (1911–1975)
    Psycho: A Narrative for String Orchestra
    herausgegeben von John Mauceri

    Das Nachmittagskonzert der Stadt Luzern gehört zu den schönsten Angeboten des Festivals: Bei einem Kartenpreis von nur 10 Franken können die Einwohner*innen Luzerns, Gäste aus der Region sowie Besucher*innen aus sozialen Institutionen dabei sein – beglückende Musikerlebnisse sind also keine Frage des Geldbeutels. Langjähriger Partner dieser Konzertreihe sind die Festival Strings Lucerne, und sie haben sich auch diesmal ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht. Mit Luigi Boccherini entführen sie das Publikum gleich zu Beginn in die nächtlichen Strassen von Madrid, deren Klangkulisse schon fast naturalistisch wiedergegeben wird. Träumerisch und etwas melancholisch geht es dagegen zu in Gabriel Faurés zarter Flöten-Fantasie. Und dann wären da noch zwei Filmkomponisten, die beide für den Grossmeister des Thrillers arbeiteten, für Alfred Hitchcock. Arthur Benjamin, der die Musik zu Der Mann, der zu viel wusste schrieb, ist hier allerdings mit einer Suite auf Motive von Domenico Scarlatti vertreten. Ganz anders Bernard Herrmann, von dem der berüchtigte Soundtrack zum Schocker Psycho stammt – ein irrer Beitrag zum Thema «verrückt»!

    Festival Strings Lucerne

    Die Festival Strings Lucerne, die 1956 von Rudolf Baumgartner und Wolfgang Schneiderhan gegründet wurden, sind LUCERNE FESTIVAL mit alljährlichen Auftritten verbunden. Die Stammbesetzung um den Konzertmeister und Künstlerischen Leiter Daniel Dodds besteht aus siebzehn Streichersolisten und einem Cembalisten, kann aber bis zu einem 60-köpfigen Orchester erweitert werden, das auch sinfonisches Repertoire zur Aufführung bringt. Ihre besondere Klangkultur verdanken die «Strings» zum einen den Meisterinstrumenten aus den legendären Cremoneser Werkstätten Stradivari, Guarneri und Amati, die sich im Besitz des Ensembles befinden, zum anderen ihrer grossen Aufführungstradition. Denn von Anbeginn prägte die Zusammenarbeit mit prominenten Solisten das Profil des Ensembles. Yehudi Menuhin, David Oistrach, Pablo Casals, Wilhelm Kempff und Clara Haskil waren in seinen Konzerten zu hören, und auch heutige Stars wie Anne-Sophie Mutter, Mischa Maisky, Hélène Grimaud, Daniil Trifonov, Rudolf Buchbinder, Martin Grubinger, Vilde Frang sowie Re-naud und Gautier Capuçon zählen zu den musikalischen Partnern. Neben ihrer eigenen Luzerner Konzertreihe konzertieren die Festival Strings Lucerne auch regelmässig im Ausland: In der Saison 2019/20 stehen neben drei Deutschland-Tourneen Gastspiele in Italien, Slowenien und England sowie, gemeinsam mit der Geigerin Midori, eine Reise nach Hongkong, Singapur, China und Korea auf dem Programm. Das Repertoire der «Strings» erstreckt sich vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik; mehr als hundert Werke, darunter Kompositionen von Jean Françaix, Frank Martin, Bohuslav Martinů, Iannis Xenakis und Krzysztof Penderecki, haben sie bis heute uraufgeführt. Regelmässig veröffentlicht das Ensemble CD-Einspielungen; zuletzt erschien eine Aufnahme dreier Mozart-Violinkonzerte mit Arabella Steinbacher.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 26. August 1956 mit Werken von Corelli, Purcell, Bach und Pergolesi.

    Oktober 2019

    Weitere Termine

    Daniel Dodds

    Der Geiger Daniel Dodds, geboren 1971 als Sohn australisch-chinesischer Eltern in Adelaide, verliess als Siebzehnjähriger seine australische Heimat, um sein Violinstudium bei Gunars Larsens an der Musikhochschule in Luzern fortzusetzen. Nachdem er seine Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, erhielt er weitere Impulse durch Meisterkurse bei Rudolf Baumgartner, Franco Gulli, Nathan Milstein und Thomas Zehetmair. Im Jahr 2000 wurde Daniel Dodds als Erster Konzertmeister zu den Festival Strings Lucerne engagiert, seit 2012 ist er Künstlerischer Leiter des Ensembles, mit dem er auf der ganzen Welt auftritt. Darüber hinaus ist er auch als freischaffender Solist tätig und trat zuletzt u. a. beim Orchestra della Svizzera Italiana unter Vladimir Ashkenazy, beim Australian World Orchestra unter Zubin Mehta, beim Sinfonie Orchester Berlin und beim Sofia Philharmonic Orchestra auf. 2008 wurde Daniel Dodds von Claudio Abbado ins LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA berufen, dem er seither Sommer für Sommer angehört. In diesem Rahmen präsentierte er sich auch als Kammermusiker. Ausserdem arbeitet er als Gast-Konzertmeister mit dem Mahler Chamber Orchestra, der Camerata Salzburg und dem Sydney Symphony Orchestra zusammen. Im Bereich der Kammermusik zählen Dimitri und Vovka Ashkenazy, Kolja Blacher, Wolfram Christ, James Galway, Jens Peter Maintz, Herbert Schuch und Martin Stadtfeld zu seinen Partnern. Sein Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten und umfasst auch Crossover-Projekte mit Jazz, Tango und fernöstlicher Musik. 2012 erschien seine Solo-CD Time Transcending mit Werken von Bach bis Berio. Daniel Dodds, der als Dozent für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik – Luzern lehrt, spielt die Stradivari «ex Hämmerle – ex Baumgartner» aus dem Jahr 1717.

    Seit dem Jahr 2000 ist Daniel Dodds mit den Festival Strings Lucerne alljährlicher Gast bei LUCERNE FESTIVAL.

    November 2017

    Weitere Termine

    Johanna Dömötör