BYE-BYE BEETHOVEN

Ensemble | Patricia Kopatchinskaja u. a.

Beethoven | Ives | Haydn | Cage | Bach | Kurtág | Oliveros

So, 22.11. | 19.30 Uhr | Nr. 20505

KKL Luzern, Konzertsaal

Ausverkauft


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Beethoven Farewell

20.11.-22.11. 2020

 

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    Mitglieder des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA  
    Mitglieder der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI  
    Mitglieder des Luzerner Sinfonieorchesters  
    Patricia Kopatchinskaja  Violine, Konzept und Leitung
    Lani Tran-Duc  Bühnenkoordination
    Louis Dupras  Bühnenkoordination
    Ricarda Schnoor  Licht
    Jonas Link  Video

    «Bye-Bye Beethoven»
    Ein inszeniertes Konzert

    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

    Bruchstücke und Verarbeitungen von

    Charles Ives (1874–1954)
    The Unanswered Question
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 Abschiedssinfonie
    John Cage (1912–1992)
    Living Room Music
    Johann Sebastian Bach (1685–1750)
    Es ist genug aus der Kantate O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 60
    György Kurtág (*1926)
    Ligatura
    Pauline Oliveros (1932–2016)
    Horse Sings from Cloud

    Mit dem Beethoven-Jahr, so glaubt Patricia Kopatchinskaja, sollten wir auch einigen der erstarrten Rituale im heutigen Konzertleben Adieu sagen. Wie das aussehen könnte, zeigt sie zum Ausklang von «Beethoven Farewell» mit einem inszenierten Konzert. Oder besser gesagt: mit einer Musikinstallation, wie in einem Museum. «Man macht sich selber ein Bild und lässt auf sich wirken, was man gehört, gesehen und gespürt hat.» Auch wenn Kopatchinskaja einräumt: «Vielleicht ist dieser Titel Bye-Bye Beethoven ja provokant. Wir wollen uns natürlich nicht von ihm verabschieden. Aber ich möchte mich von einem Betrieb verabschieden, der nur die alten Monumente anhimmelt und seine Relevanz verliert. Die Neue Musik soll unser geliebtes Kind werden, auf ihre Worte müssen wir achten.» Ganz so wie an diesem Abend, der ohnehin das Gewohnte auf den Kopf stellt. Weshalb auch das Finale aus Haydns Abschiedssinfonie, bei dem das Orchester nach und nach die Bühne verlässt, hier einmal umgekehrt vonstattengeht: Die Musikerinnen und Musiker kommen herein, und die Musik läuft sozusagen rückwärts dazu …

    Swiss Re − Partner LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

    «Happy Hour» mit Patricia Kopatchinskaja 

    Schutzkonzept
     

    Patricia Kopatchinskaja

    Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja wurde 1977 im moldawischen Chişi-nău in eine Musikerfamilie geboren – die Mutter spielt ebenfalls Geige, der Vater das Cimbalom. 1989 emigrierte die Familie nach Wien: Dort nahm Patricia Kopatchinskaja als 13-Jährige ihr Studium an der Musikuniversität auf; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Als Siegerin des Internationalen Szeryng-Wettbewerbs (2000) wurde sie in Fachkreisen bekannt; 2002 erhielt sie den «Credit Suisse Young Artist Award». Heute arbeitet Patricia Kopatchinskaja mit führenden Orchestern zusammen und sorgt mit ungewöhnlichen, oft radikalen Interpretationen für Aufsehen. Sie ist in der Alten Musik ebenso zu Hause wie im romantischen Repertoire oder in der Moderne, spielt rege Kammermusik und entwickelt inszenierte Konzerte. Dieses breite Spektrum stellte sie im Sommer 2017 als «artiste étoile» auch bei LUCERNE FESTIVAL vor. In der Saison 2018/19 trat Kopatchinskaja unter der Leitung von Kirill Petrenko mit dem Bayerischen Staatsorchester und den Berliner Philharmonikern auf. Sie gab mit Peter Eötvös’ Violinkonzert Seven ihr Debut beim Cleveland Orchestra, ging mit Teodor Currentzis und dem Tschaikowsky-Konzert auf Japan-Tournee und konzertierte mit dem Orchestre symphonique de Montréal unter Kent Nagano. Als singende und spielende Rezitatorin präsentierte sie gemeinsam mit Musikern der Berliner Philharmoniker Schönbergs Pierrot lunaire. Für ihre CDs wurde Kopatchinskaja u. a. mit dem «International Classical Music Award», dem «Prix Caecilia» und dem «Recording of the Year Award» des Magazins Gramophone ausgezeichnet. Für ihr Album Death and the Maiden mit Werken von Dowland bis Kurtág erhielt sie 2018 den «Grammy». Zuletzt veröffentlichte sie mit der Pianistin Polina Leschenko Sonaten von Bartók und Poulenc.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 7. September 2002 mit dem Sibelius-Konzert und den Wiener Philharmonikern unter Mariss Jansons.

    Juli 2019

    Weitere Termine

    Lani Tran-Duc

    Lani Tran-Duc wurde 1982 in München geboren. Nach ihrem Architekturstudium an der Berliner Universität der Künste und an der Escola Tècnica Superior d'Arquitectura del Vallès (ETSAV) in Barcelona arbeitete sie von 2010 bis 2012 als Ausstattungsassistentin am Hamburger Thalia Theater. Bereits während ihrer Assistenzzeit entwarf sie Bühnenbilder für das Thalia Theater und für die Theater-Fabrik Kampnagel. Seither ist sie freischaffend als Bühnen- und Kostümbildnerin tätig, für Theater- und Opernproduktionen wie auch im Tanz- und Performance-Bereich, u. a. bei den Wiener Festwochen, am Staatstheater Darmstadt und bei Konzert Theater Bern. In der vergangenen Spielzeit führten sie Produktionen ans Theater Erlangen, ans Opernhaus Graz und ans Deutsche Theater Göttingen. Für Jon Fosses Besuch am Hamburger Lichthof Theater wurde Lani Tranc-Duc 2014 in der Kategorie «Bestes Bühnenbild» mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet.

    Juli 2017

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    Jonas Link

    Parallel zu seinem Studium der Medientechnik an der HAW Hamburg war Jonas Link, geboren 1987 in Würzburg, freiberuflich als Videotechniker am Hamburger Thalia Theater tätig und assistierte dort u. a. Peter Baur, Meika Dresenkamp und Studio Braun. Nach seinem Studienabschluss im Jahr 2013 erarbeitete er das Videodesign für Matthew Herberts musikalische Performance One Day sowie, gemeinsam mit Peter Baur, Bühnenvideos für Bastian Krafts Jedermann-Inszenierung beim Young Directors Project der Salzburger Festspiele; zudem entstanden am Thalia Theater und am Deutschen Theater in Berlin erste eigene Arbeiten als Videokünstler. Die Zusammenarbeit mit Peter Baur führte Jonas Link 2016 ans Schauspielhaus Zürich (Andorra und Homo Faber) und ans Wiener Burgtheater (Ludwig II.); in Frankfurt arbeitete er mit Ulrich Rasche zusammen (Sieben gegen Theben/Antigone), und für Patricia Kopatchinskajas szenisches Konzert Bye Bye Beethoven schuf er die Video-Animationen.

    Juli 2017

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    None
    Konzertpartner Carla Schwöbel-Braun