Sinfoniekonzert 4

Ensemble intercontemporain | Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Matthias Pintscher | Solisten

Messiaen

Fr, 23.03.19.30 UhrNo. 18108

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 90 60 30


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Oster-Festival

17.03.-25.03. 2018

 

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    23.

    Mär

    Freitag
    19.30

    KKL Luzern, Konzertsaal

    Sinfoniekonzert 4

    Ensemble intercontemporain | Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Matthias Pintscher | Solisten

    Gilles Durot  Xylorimba
    Samuel Favre  Glockenspiel
    Ann Veronica Janssens  Visualisierung (Lichtkonzept)
    Olivier Messiaen (1908–1992)
    Des canyons aux étoiles für Klavier, Horn, Xylorimba, Glockenspiel und Orchester

    Töne und Farben: Für den Synästhetiker Olivier Messiaen gehörten sie untrennbar zusammen – und genau das machte ihn zu einem der klangsinnlichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit ihrer Lichtinszenierung spürt die britische Künstlerin Ann Veronica Janssens den Klang- und Farbvorstellungen Messiaens nach. Ausgangspunkt ist eine seiner umfangreichsten Partituren: Des canyons aux étoiles entstand zum 200. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und wurde von der grandiosen Landschaft des US-Bundesstaats Utah angeregt. In zwölf Sätzen führt Messiaen die Hörer von der Wüste bis zu den Sternen, nimmt sie mit zum Bryce Canyon oder in den Cedar-Breaks-Nationalpark – und durchsetzt seine rund hundertminütige Klangreise mit den Gesängen von mehr als achtzig Vogelarten. Naturerfahrung und mystisches Gotteslob verschmelzen zu einem überwältigenden musikalischen Farbspektakel, dessen Uraufführung im Jahr 1974 einen solchen Eindruck machte, dass ein ganzes Gebirgsmassiv nach dem Komponisten benannt wurde: der Mount Messiaen im Süden Utahs.

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    Ensemble intercontemporain

    Das 1976 von Pierre Boulez mit Unterstützung des damaligen französischen Staatssekretärs für Kultur, Michel Guy, gegründete Ensemble intercontemporain besteht aus 31 Solisten, die sich ausschliesslich der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts widmen. Dabei erforschen sie in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten neue instrumentale Techniken und realisieren auch sparten- und genreübergreifende Projekte, etwa in Kooperationen mit dem Pariser IRCAM. Nach Pierre Boulez, der bis 1978 die Leitung innehatte, stand Peter Eötvös zwölf Jahre lang an der Spitze des Ensembles; ihm folgten David Robertson (1992–99), Jonathan Nott (2000–05) und Susanna Mälkki (2006–13). Seit September 2013 amtiert der Komponist Matthias Pintscher als Musikdirektor. Das Ensemble intercontemporain erteilt jedes Jahr Kompositionsaufträge, bringt neue Partituren zur Uraufführung und ist auch im Bereich der Jugendarbeit und Fortbildung aktiv: mit Kinderkonzerten, Workshops für Studenten und Kursen für Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten sowie mit Projekten, die ein breites Publikum an die zeitgenössische Musik heranführen sollen. Ständiger Sitz des Ensembles, das in ganz Frankreich und bei den grossen internationalen Festivals und Konzertreihen für zeitgenössische Musik auftritt, ist die Pariser Cité de la Musique; seit Januar 2015 ist es überdies Residenzensemble in der neuen Pariser Philharmonie. Als Dozenten unterrichten die Mitglieder bei der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Das Ensemble intercontemporain wird vom französischen Ministère de la Culture et de la Communication und von der Stadt Paris finanziell gefördert. 

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 1985 mit Pierre Boulez und Werken von Holliger und Boulez. 

    August 2016

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    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 haben mehr als 1.000 Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten aus aller Welt das Ausbildungsangebot der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY durchlaufen. Unter den Absolventen finden sich mittlerweile renommierte Künstler, etwa das JACK Quartet oder die Dirigenten Pablo Heras-Casado und Kevin John Edusei, aber auch viele Musikerinnen und Musiker, die heute Mitglieder international arrivierter Orchester sind, im Bereich der Kammermusik und experimenteller Projekte auftreten oder an Hochschulen lehren. Ein Grossteil von ihnen bleibt den Festspielen eng verbunden: Als LUCERNE FESTIVAL ALUMNI kehren ausgewählte ehemalige Akademisten regelmässig nach Luzern zurück. Sie bereichern das Programm mit Auftritten im Bereich der zeitgenössischen Musik, in der Reihe «40min» oder in Produktionen von LUCERNE FESTIVAL YOUNG und stehen darüber hinaus den aktuellen Academy-Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Unterstützt durch die Alumni-Plattform, bleiben sie zudem untereinander in Kontakt, um gemeinsam weltweit eigene Projekte zu realisieren. So ist ein einzigartiges internationales Netzwerk junger Musikerinnen und Musiker entstanden. Als erstes Projekt präsentierten die Alumni 2013/14 unter dem Motto «Music at Risk» in New York, London, Peking, Zürich und Luzern vier Uraufführungen. Im vergangenen Sommer folgte in Luzern ein weiterer «Uraufführungsmarathon», und bereits im Juni 2016 gastierte ein Alumni-Ensemble bei der «NY Phil Biennial» und gestaltete im New Yorker Metropolitan Museum of Art unter der Leitung von Alan Gilbert die dreiteilige Konzertreihe «Ligeti Forward». In diesem Jahr sind die LUCERNE FESTIVAL ALUMNI u. a. mit dem Schweizer Jazzsänger Andreas Schaerer und seinem Projekt «The Big Wig» auf Tournee.

    Mai 2017

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    Matthias Pintscher

    Seit 2016 ist Matthias Pintscher der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY als «Principal Conductor» fest verbunden. 1971 im westfälischen Marl geboren, betrachtet er das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner künstlerischen Arbeit. Er studierte Komposition bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn; Hans Werner Henze gehörte ebenso zu seinen Förderern wie Peter Eötvös, der ihn auch im Dirigieren unterrichtete. Schnell avancierte Pintscher zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation: Seine Musiktheaterwerke Thomas Chatterton und L’Espace dernier wurden an der Dresdner Semperoper bzw. der Opéra National de Paris uraufgeführt, seine Orchesterstücke von den Berliner und den New Yorker Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic oder dem Cleveland Orchestra. Als Dirigent hat sich Pintscher ein breites Repertoire vor allem mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts erarbeitet. Er leitete u. a. die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das New York und das Los Angeles Philharmonic, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Staatskapelle Berlin, das Mahler Chamber Orches-tra und das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia; als «artist-in-association» ist er dem BBC Scottish Symphony Orchestra verbunden. 2013 trat Pintscher das Amt des Musikdirektors beim Pariser Ensemble intercontemporain an, mit dem er 2016/17 eine Asientournee unternahm. Als «composer-in-residence» und «artist in focus» präsentierte ihn die Hamburger Elbphilharmonie in ihrer ersten Saison. In diesem Rahmen trat er dort auch mit dem Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY auf und brachte im April 2017 sein neuestes Werk Shirim mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Christoph Eschenbach zur Uraufführung. Matthias Pintscher lehrt als Professor für Komposition an der New Yorker Juilliard School.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 13. August 2010 mit dem Mahler Chamber Orchestra und Werken von Fauré, Chausson, Wagner und Ravel. 

    August 2017

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    Hidéki Nagano

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    Jean-Christophe Vervoitte

    Weitere Termine

    Gilles Durot

    Samuel Favre

    Der Schlagzeuger Samuel Favre, Jahrgang 1979, stammt aus Lyon. Am Regionalkonservatorium seiner Heimatstadt erhielt er von Alain Londeix den ersten Unterricht auf den verschiedenen Perkussionsinstrumenten und wurde 1996, zum Abschluss seiner dortigen Lehrjahre, mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Anschliessend wechselte Favre ans Lyoner Nationalkonservatorium für Musik und Tanz und absolvierte die Klassen von Georges Van Gucht und Jean Geoffroy. Im Jahr 2000 bestand er seine Künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung. Weitere praktische Erfahrungen sammelte er an der Akademie des Festivals von Aix-en-Provence sowie am Centre Acanthes, einem Ausbildungsinstitut für zeitgenössische Musik, das dem Pariser IRCAM angegliedert ist. In dieser Zeit begann auch Favres Zusammenarbeit mit Camille Rocailleux, einem Schlagzeuger und Komponisten, der ihn einlud, gemeinsam mit der Tanzkompanie ARCOSM das Projekt Echoa herauszubringen. Diese Performance, die einen Brückenschlag zwischen Musik, Tanz und darstellender Kunst wagt, wurde seither mehr als vierhundert Mal auf französischen und internationalen Bühnen aufgeführt. Seit 2001 ist Samuel Favre Mitglied im Ensemble intercontemporain, mit dem er zahlreiche CDs eingespielt hat, darunter Le Marteau sans Maître von Pierre Boulez sowie Unsuk Chins Doppelkonzert für Klavier, Schlagzeug und Ensemble.

    Mit dem Ensemble intercontemporain konzertiert Samuel Favre jeden Sommer bei LUCERNE FESTIVAL.

    August 2014

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    Swiss Re – Partner LUCERNE FESTIVAL ALUMNI