Konzert 2

Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Mariano Chiacchiarini

Oliveros | Amaya | Hurtado | Cox

Sa, 20.11. | 22.00 Uhr | Nr. 212504

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 50


Forward-Festival

19.11.-21.11. 2021

 

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    Konzert 2

    Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Mariano Chiacchiarini

    Markus Güdel  Lichtdesign

    «From Darkness to Light»

    Pauline Oliveros (1932–2016)
    Out of the Dark
    Luis Fernando Amaya (*1992)
    Tinta Roja, Tinta Negra für frei wählbare Besetzung, eine mikrotonal gestimmte Jarana und Elektronik
    José-Luis Hurtado (*1975)
    Retour für eine Gruppe von sieben variablen Instrumenten
    Jessie Cox (*1995)
    Alongside a Chorus of Voices für Ensemble
    Uraufführung | Auftragswerk von Lucerne Festival für das LFCO/Lucerne Festival Forward

    Klingt Musik im Dunkeln anders? Selbstverständlich, werden wir doch durch keinerlei optische Reize vom Hören abgelenkt. Gleichzeitig sind wir ganz auf unsere Ohren angewiesen, können die Klänge nicht visuell einzelnen Musiker*innen zuordnen oder mit ihren Gesten verbinden. Genau die richtige Aufführungssituation für die Musik von Pauline Oliveros. Denn die 2016 verstorbene US-amerikanische Komponistin zielte auf ein «Deep Listening»: auf ein intensives, aktives Hören, das auch den Klang der Umwelt miteinbezog. «Listening is not the same as hearing and hearing is not the same as listening», lautete Oliveros’ Credo. Musiker*innen des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) stellen eine ihrer textbasierten, als Raummusik konzipierten «Sonic Meditations» vor und kombinieren sie mit eindringlichen Klangexkursionen von Luis Fernando Amaya und José-Luis Hurtado. Gespannt sein dürfen wir überdies auf eine Uraufführung des in Biel geborenen, heute in New York lebenden Schweizer Komponisten und Schlagzeugers Jessie Cox.

    20 Minuten vor Konzertbeginn begrüssen wir Sie im Foyer des KKL Luzern mit einer Aufführung von Winnie Huangs TICK TOCK iiiiii. Mit Bewegungen und Klängen (ohne Instrumente) stimmen wir Sie auf Ihren Festivalbesuch ein und führen Sie in den Konzertsaal.

    Mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

    Hier erfahren Sie mehr über die Komponist*innen und Werke.

    Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)

    Mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra – kurz: LFCO – hat Lucerne Festival in diesem Jahr einen neuen Klangkörper ins Leben gerufen: ein Exzellenzorchester für die Aufführung neuer und neuester Musik. Das LFCO bildet damit das Pendant zum Lucerne Festival Orchestra und fokussiert sich auf Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts, von den Klassikern der Moderne bis hin zu Auftragswerken, die in Luzern uraufgeführt werden. Die internationalen Mitglieder des LFCO haben alle von der Ausbildung in der von Pierre Boulez initiierten und heute von Wolfgang Rihm geleiteten Lucerne Festival Academy profitiert. Dank der engen Anbindung an die Academy und ihr Netzwerk ist das LFCO in der Lage, eine Vorreiterrolle bei der Interpretation aktueller Musik und bei der Entwicklung zukunftsweisender Konzertformate einzunehmen. In seinen Projekten nutzt es die Möglichkeiten der neuen Technologien; interdisziplinäre Arbeiten lassen neuartige Hör- und Konzerterlebnisse entstehen. Zu erleben ist das LFCO mit zahlreichen Auftritten beim Luzerner Sommer-Festival, bei Lucerne Festival Forward im November sowie natürlich bei Gastspielen in aller Welt. In seinem ersten Sommer arbeitete das LFCO u. a. mit Heinz Holliger, Lin Liao, Johanna Malangré und Enno Poppe zusammen und präsentierte Musik von Strawinsky und Webern bis zu Uraufführungen von Amarouch, Colţea, Milenko, Vaughan und Saunders. Es wirkte an Aufführungen von Kagels Staatstheater am Luzerner Theater mit, gestaltete mit Patricia Kopatchinskaja das inszenierte Konzert Bye-Bye Beethoven und trat beim Musikfest Berlin sowie im Oktober bei den Donaueschinger Musiktagen auf.

    Oktober 2021

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    Mariano Chiacchiarini

    Mariano Chiacchiarini, geboren 1982, studierte Orchester- und Chorleitung an der Universidad Católica Argentina in seiner Heimatstadt Buenos Aires und schloss sein Dirigierstudium mit Auszeichnung bei Michael Luig an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz ab. Er wurde mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet und gewann u. a. 2008 den Ersten Preis beim Martini-Dirigierwettbewerb des Teatro Colón. Seit 2009 leitet er das in Köln beheimatete Ensemble Garage, seit 2011 in Hamburg das Orchester ’91. Zudem amtiert er seit 2010 als Musikdirektor der Universität Trier und zählt seit 2014 zu den regelmässigen Gastdirigenten des Orquesta Sinfónica Nacional Argentina. Meisterkurse und Assistenzen führten ihn u. a. zu Pierre Boulez, Peter Eötvös, Iván Fischer, Bernard Haitink, Riccardo Muti, Sir Simon Rattle und David Zinman. Chiacchiarini hat mit so renommierten Klangkörpern wie dem Zürcher Tonhalle-Orchester, dem Orchestra della Svizzera italiana, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Russischen Staatsorchester, dem Hong Kong Philharmonic Orchestra, dem Gürzenich Orchester Köln, dem WDR Sinfonieorchester oder dem Ensemble Modern zusammengearbeitet und ist u. a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei Young Euro Classics und beim «Ultraschall»-Festival in Berlin, bei den Donaueschinger Musiktagen sowie in der Hamburger Elbphilharmonie, im Konzerthaus Berlin, am Teatro Colón und an der Opéra national de Paris aufgetreten. Auch bei Lucerne Festival war er bereits mehrfach zu erleben: So leitete er das Orchester der Lucerne Festival Academy in Luzern wie auch bei Gastspielen in der Schweiz und in Deutschland, etwa beim Projekt The Big Wig des Schweizer Jazzsängers Andreas Schaerer, das 2017 auch auf CD erschienen ist. Mariano Chiacchiarini wurde mit dem Echo-Musikpreis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem Premio Konex ausgezeichnet. Er ist Mitglied im Beirat des Deutschen Musikrats und wurde von der Sopranistin Barbara Hannigan für ihre Initiative MOMENTUM: our future, now ausgewählt.

    Juli 2020

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    Markus Güdel

    Der Luzerner Markus Güdel, Jahrgang 1983, ist seit 2003 als freischaffender Lichtdesigner in der gesamten Schweiz tätig. Er hat mit zahlreichen Regisseuren und Dramaturgen zusammengearbeitet und die Lichtgestaltung und Technische Leitung bei Musicals, Theater-, Konzert- und Crossover-Projekten übernommen. 2003 gründete er die Lichttechnikfirma «light.vision Lichttechnik GmbH», für die er seither als Geschäftsführer und Projektleiter tätig ist. In diversen kulturellen Institutionen – u. a. Le Théâtre Emmen, Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO und Musical Plus – engagiert sich Markus Güdel über die Tätigkeit als Lichtdesigner hinaus als Produzent, Technischer Leiter, Vereinsvorstand oder Berater für kulturelle und technische Belange. Daneben berät und vertritt er seit Herbst 2015 als Rechtsanwalt unter dem Label «kulturjurist.ch» Kulturschaffende rund um Rechtsfragen im Kulturbereich.

    www.konzertlicht.ch
    www.kulturjurist.ch

    August 2019

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