Konzert 1

Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Mariano Chiacchiarini

Lockwood | Lewis | Lim

Sa, 20.11. | 19.30 Uhr | Nr. 212503

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 50


Forward-Festival

19.11.-21.11. 2021

 

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    Konzert 1

    Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Mariano Chiacchiarini

    «Water/Nature»

    Annea Lockwood (*1939)
    Water and Memory für zwölf oder mehr Aufführende
    George Lewis (*1952)
    Artificial Life 2007 für grosses Ensemble
    Liza Lim (*1966)
    Extinction Events and Dawn Chorus für zwölf Musiker*innen

    Spontanes Musizieren in variabler Besetzung statt minutiös notierte Partituren: Der Amerikaner George Lewis formuliert in Artificial Life 2007 «Spielregeln» für eine intensive Gruppenimprovisation, und auch die Neuseeländerin Annea Lockwood arbeitet mit offenen Spielanweisungen. Water and Memory entwickelt sich aus einem mehrstimmigen Summen, lässt die im Raum verteilten Mitwirkenden mit persönlichen Erinnerungen zu Wort kommen – und bezieht am Ende auch das Publikum mit ein. Die Australierin Liza Lim wiederum reflektiert die ökologische Katastrophe unserer Zeit: Wie in den gigantischen Müllstrudeln der Weltmeere wirbeln in Extinction Events and Dawn Chorus verschiedenste untergegangene Materialien umeinander, vom Paarungsruf des ausgestorbenen Schuppenkehlmohos bis zu Anspielungen auf vergangene Werke und Epochen.

    Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)

    Mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra — kurz: LFCO — hat Lucerne Festival in diesem Jahr einen neuen Klangkörper ins Leben gerufen: ein Exzellenzorchester für die Aufführung neuer und neuester Musik. Das LFCO bildet damit das Pendant zum Lucerne Festival Orchestra und fokussiert sich auf Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts, von den Klassikern der Moderne bis hin zu Auftragswerken, die in Luzern uraufgeführt werden. Die internationalen Mitglieder des LFCO haben alle von der Ausbildung in der von Pierre Boulez initiierten und heute von Wolfgang Rihm geleiteten Lucerne Festival Academy profitiert. Dank der engen Anbindung an die Academy und ihr Netzwerk ist das LFCO in der Lage, eine Vorreiterrolle bei der Interpretation aktueller Musik und bei der Entwicklung zukunftsweisender Konzertformate einzunehmen. In seinen Projekten nutzt es die Möglichkeiten der neuen Technologien; interdisziplinäre Arbeiten lassen neuartige Hör- und Konzerterlebnisse entstehen. Zu erleben ist das LFCO mit zahlreichen Auftritten beim Luzerner Sommer-Festival, aber auch bei Lucerne Festival Forward im November. In seinem ersten Sommer arbeitet das LFCO mit den Dirigent*innen Heinz Holliger, Lin Liao, Johanna Malangré und Ilan Volkov zusammen und präsentiert Musik von Strawinsky und Webern bis zu Uraufführungen von Amarouch, Colţea, Milenko, Vaughan und composer-in-residence Rebecca Saunders. Mit Patricia Kopatchinskaja gestalten die Musiker*innen das inszenierte Konzert Bye-Bye Beethoven. Ausserdem wirken sie an Aufführungen von Kagels Staatstheater am Luzerner Theater mit.

    Juli 2021

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    Mariano Chiacchiarini

    Mariano Chiacchiarini, geboren 1982, studierte Orchester- und Chorleitung an der Universidad Católica Argentina in seiner Heimatstadt Buenos Aires und schloss sein Dirigierstudium mit Auszeichnung bei Michael Luig an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz ab. Er wurde mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet und gewann u. a. 2008 den Ersten Preis beim Martini-Dirigierwettbewerb des Teatro Colón. Seit 2009 leitet er das in Köln beheimatete Ensemble Garage, seit 2011 in Hamburg das Orchester ’91. Zudem amtiert er seit 2010 als Musikdirektor der Universität Trier und zählt seit 2014 zu den regelmässigen Gastdirigenten des Orquesta Sinfónica Nacional Argentina. Meisterkurse und Assistenzen führten ihn u. a. zu Pierre Boulez, Peter Eötvös, Iván Fischer, Bernard Haitink, Riccardo Muti, Sir Simon Rattle und David Zinman. Chiacchiarini hat mit so renommierten Klangkörpern wie dem Zürcher Tonhalle-Orchester, dem Orchestra della Svizzera italiana, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Russischen Staatsorchester, dem Hong Kong Philharmonic Orchestra, dem Gürzenich Orchester Köln, dem WDR Sinfonieorchester oder dem Ensemble Modern zusammengearbeitet und ist u. a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei Young Euro Classics und beim «Ultraschall»-Festival in Berlin, bei den Donaueschinger Musiktagen sowie in der Hamburger Elbphilharmonie, im Konzerthaus Berlin, am Teatro Colón und an der Opéra national de Paris aufgetreten. Auch bei Lucerne Festival war er bereits mehrfach zu erleben: So leitete er das Orchester der Lucerne Festival Academy in Luzern wie auch bei Gastspielen in der Schweiz und in Deutschland, etwa beim Projekt The Big Wig des Schweizer Jazzsängers Andreas Schaerer, das 2017 auch auf CD erschienen ist. Mariano Chiacchiarini wurde mit dem Echo-Musikpreis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem Premio Konex ausgezeichnet. Er ist Mitglied im Beirat des Deutschen Musikrats und wurde von der Sopranistin Barbara Hannigan für ihre Initiative MOMENTUM: our future, now ausgewählt.

    Juli 2020

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