Konzert 4

Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Elena Schwarz

Saunders | Boulez | Bradbury | Neuwirth

So, 21.11. | 19.30 Uhr | Nr. 212507

KKL Luzern, Luzerner Saal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 50


Forward-Festival

19.11.-21.11. 2021

 

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    Konzert 4

    Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Elena Schwarz

    Elena Schwarz  Dirigentin
    Christina Bauer  Klangregie
    Peter Böhm  Klangregie
    Markus Güdel  Lichtdesign

    «Rainfall 2»

    Rebecca Saunders (*1967)
    to and fro für Violine und Oboe
    Pierre Boulez (1925–2016)
    Dérive 1 für sechs Instrumente
    Ray Bradbury (1920–2012)
    Lesung aus The Long Rain,
    eingespielte Aufnahme gesprochen von Michael Engelhardt
    Olga Neuwirth (*1968)
    Construction in space für vier Solist*innen, vier Ensemblegruppen und Live-Elektronik

    «Der Regen ging weiter. […] Er kam pfund- und tonnenweise, er zerhackte den Dschungel und zerschnitt die Bäume wie Scheren und rasierte das Gras und unterhöhlte den Boden und zerrupfte die Büsche.» Vier gestrandete Raumfahrer sind einer lebensfeindlichen Umwelt ausgesetzt und suchen verzweifelt nach den sogenannten Sonnenkuppeln, die Schutz bieten vor dem pausenlos niederprasselnden Regen. Ray Bradburys beklemmende Science-Fiction-Erzählung The Long Rain regte Olga Neuwirth zu einer grossen Raummusik an: Vier Orchestergruppen kreisen das Publikum ein, über den Köpfen schweben elektronische Klänge. Die Hörer*innen sind den akustischen Eindrücken also rundherum ausgeliefert – eine geradezu klaustrophobische Situation. Zur Einstimmung erklingen kammermusikalische Werke von Rebecca Saunders und Pierre Boulez, dem Neuwirth Construction in space gewidmet hat.

    Hier erfahren Sie mehr über die Komponist*innen und Werke.

    Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)

    Mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra – kurz: LFCO – hat Lucerne Festival in diesem Jahr einen neuen Klangkörper ins Leben gerufen: ein Exzellenzorchester für die Aufführung neuer und neuester Musik. Das LFCO bildet damit das Pendant zum Lucerne Festival Orchestra und fokussiert sich auf Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts, von den Klassikern der Moderne bis hin zu Auftragswerken, die in Luzern uraufgeführt werden. Die internationalen Mitglieder des LFCO haben alle von der Ausbildung in der von Pierre Boulez initiierten und heute von Wolfgang Rihm geleiteten Lucerne Festival Academy profitiert. Dank der engen Anbindung an die Academy und ihr Netzwerk ist das LFCO in der Lage, eine Vorreiterrolle bei der Interpretation aktueller Musik und bei der Entwicklung zukunftsweisender Konzertformate einzunehmen. In seinen Projekten nutzt es die Möglichkeiten der neuen Technologien; interdisziplinäre Arbeiten lassen neuartige Hör- und Konzerterlebnisse entstehen. Zu erleben ist das LFCO mit zahlreichen Auftritten beim Luzerner Sommer-Festival, bei Lucerne Festival Forward im November sowie natürlich bei Gastspielen in aller Welt. In seinem ersten Sommer arbeitete das LFCO u. a. mit Heinz Holliger, Lin Liao, Johanna Malangré und Enno Poppe zusammen und präsentierte Musik von Strawinsky und Webern bis zu Uraufführungen von Amarouch, Colţea, Milenko, Vaughan und Saunders. Es wirkte an Aufführungen von Kagels Staatstheater am Luzerner Theater mit, gestaltete mit Patricia Kopatchinskaja das inszenierte Konzert Bye-Bye Beethoven und trat beim Musikfest Berlin sowie im Oktober bei den Donaueschinger Musiktagen auf.

    Oktober 2021

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    Elena Schwarz

    Die australisch-schweizerische Dirigentin Elena Schwarz, geboren 1985 in Lugano, studierte zunächst Violoncello und Musikwissenschaft, bevor sie sich dem Dirigieren zuwandte. Ihren Master machte sie bei Laurent Gay am Konservatorium in Genf. Anschliessend spezialisierte sie sich bei Arturo Tamayo am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano auf die zeitgenössische Musik. Weitere Impulse erhielt sie von Peter Eötvös und Matthias Pintscher sowie in Meisterkursen von Neeme Järvi und Bernard Haitink. 2014 gewann sie den norwegischen Prinzessin-Astrid-Wettbewerb, 2015 den Zweiten Preis bei der Jorma Panula Conducting Competition in Vaasa. 2017/18 war Elena Schwarz Assistentin von Mikko Franck beim Orchestre Philharmonique de Radio France. Parallel dazu nahm sie Assistenzen beim West Australian Symphony Orchestra unter Asher Fisch und beim Tasmanian Symphony Orchestra unter Marko Letonja wahr, das für sie anschliessend den Posten des Associate Conductor einrichtete. In der Spielzeit 2018/19 wurde sie für das Dudamel Fellowship Program des Los Angeles Philharmonic Orchestra ausgewählt. Gastdirigate führten Elena Schwarz zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, zum WDR Sinfonieorchester, zum Norwegischen Rundfunkorchester und zum Luzerner Sinfonieorchester sowie zu Neue-Musik-Formationen wie dem Ensemble Modern, dem Ensemble intercontemporain, dem Ensemble Musikfabrik oder dem Collegium Novum Zürich. In der aktuellen Saison sind Auftritte u. a. mit dem BBC Philharmonic, dem Royal Liverpool Philharmonic, dem Detroit und dem Melbourne Symphony Orchestra geplant. Bei Lucerne Festival stellte sie sich 2016 am Pult der Lucerne Festival Academy mit Werken von Olga Neuwirth vor. Im Opernbereich war sie u. a. an der Norwegischen Oper (Hänsel und Gretel) und mit Adam Maors The Sleeping Thousand zu erleben: Sie leitete die Uraufführung beim Festival d’Aix-en-Provence und dirigierte das Werk auch in Luxembourg und Lissabon.

    Oktober 2021

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    Christina Bauer

    Markus Güdel

    Der Luzerner Markus Güdel, Jahrgang 1983, ist seit 2003 als freischaffender Lichtdesigner in der gesamten Schweiz tätig. Er hat mit zahlreichen Regisseuren und Dramaturgen zusammengearbeitet und die Lichtgestaltung und Technische Leitung bei Musicals, Theater-, Konzert- und Crossover-Projekten übernommen. 2003 gründete er die Lichttechnikfirma «light.vision Lichttechnik GmbH», für die er seither als Geschäftsführer und Projektleiter tätig ist. In diversen kulturellen Institutionen – u. a. Le Théâtre Emmen, Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO und Musical Plus – engagiert sich Markus Güdel über die Tätigkeit als Lichtdesigner hinaus als Produzent, Technischer Leiter, Vereinsvorstand oder Berater für kulturelle und technische Belange. Daneben berät und vertritt er seit Herbst 2015 als Rechtsanwalt unter dem Label «kulturjurist.ch» Kulturschaffende rund um Rechtsfragen im Kulturbereich.

    www.konzertlicht.ch
    www.kulturjurist.ch

    August 2019

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