40min 2

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Jay Campbell | Michel van der Aa

«Ein Cellokonzert mit Film»

Do, 17.08.18.20 Uhr

KKL Luzern, Luzerner Saal

Vergangenes Konzert


Sommer-Festival

11.08.-10.09. 2017

 

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    17.

    Aug

    Donnerstag
    18.20

    KKL Luzern, Luzerner Saal

    40min 2

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Jay Campbell | Michel van der Aa

    Jay Campbell  Violoncello

    «Verdoppeltes Ich: Ein Cellokonzert mit Film»

    Michel van der Aa
    Up-close für Violoncello, Streicher und Film

    Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

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    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 haben mehr als 1.000 Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten aus aller Welt das Ausbildungsangebot der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY durchlaufen. Unter den Absolventen finden sich mittlerweile renommierte Künstler, etwa das JACK Quartet oder die Dirigenten Pablo Heras-Casado und Kevin John Edusei, aber auch viele Musikerinnen und Musiker, die heute Mitglieder international arrivierter Orchester sind, im Bereich der Kammermusik und experimenteller Projekte auftreten oder an Hochschulen lehren. Ein Grossteil von ihnen bleibt den Festspielen eng verbunden: Als LUCERNE FESTIVAL ALUMNI kehren ausgewählte ehemalige Akademisten regelmässig nach Luzern zurück. Sie bereichern das Programm mit Auftritten im Bereich der zeitgenössischen Musik, in der Reihe «40min» oder in Produktionen von LUCERNE FESTIVAL YOUNG und stehen darüber hinaus den aktuellen Academy-Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Unterstützt durch die Alumni-Plattform, bleiben sie zudem untereinander in Kontakt, um gemeinsam weltweit eigene Projekte zu realisieren. So ist ein einzigartiges internationales Netzwerk junger Musikerinnen und Musiker entstanden. Als erstes Projekt präsentierten die Alumni 2013/14 unter dem Motto «Music at Risk» in New York, London, Peking, Zürich und Luzern vier Uraufführungen. Im vergangenen Sommer folgte in Luzern ein weiterer «Uraufführungsmarathon», und bereits im Juni 2016 gastierte ein Alumni-Ensemble bei der «NY Phil Biennial» und gestaltete im New Yorker Metropolitan Museum of Art unter der Leitung von Alan Gilbert die dreiteilige Konzertreihe «Ligeti Forward». In diesem Jahr sind die LUCERNE FESTIVAL ALUMNI u. a. mit dem Schweizer Jazzsänger Andreas Schaerer und seinem Projekt «The Big Wig» auf Tournee.

    Mai 2017

    Weitere Termine

    Jay Campbell

    Der amerikanische Cellist Jay Campbell ist «artiste étoile» beim Sommer-Festival 2017. Er wurde 1989 in Berkeley geboren und an der New Yorker Juilliard School ausgebildet. Sein Repertoire reicht von der Alten Musik bis zum zeitgenössischen Musikschaffen. Wichtige Erfahrungen sammelte er in der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, an der er in den Sommern 2010 und 2011 teilnahm; hier trat er solistisch bei Boulez’ Messagesquisse und Pli selon pli unter der Leitung des Komponisten auf. 2016 erhielt Jay Campbell den «Avery Fisher Career Grant». Im selben Jahr verpflichtete ihn das New York Philharmonic, mit dem er erstmals 2013 konzertiert hatte, als Kurator der Reihe «Ligeti Forward», die er gemeinsam mit den LUCERNE FESTIVAL ALUMNI für die NY Phil Biennial erarbeitete; unter der Leitung von Alan Gilbert interpretierte er in diesem Rahmen György Ligetis Cellokonzert. Jay Campbell hat mit Komponisten wie Elliott Carter, Matthias Pintscher und Kaija Saariaho sowie mit zahlreichen Vertretern der jungen Generation zusammengearbeitet. John Zorn schuf mehr als ein Dutzend Werke für ihn, darunter die für den Pulitzer-Preis nominierte Triokomposition The Aristos; die CD-Einspielung wurde von der New York Times zu den «Best Recordings» des Jahres 2015 gezählt. Konzerte führten Jay Campbell in die New Yorker Carnegie Hall und in die Avery Fisher Hall, ins Kennedy Center Washington, ins Robert and Margrit Mondavi Center for the Performing Arts im kalifornischen Davis und ins Krannert Center Illinois, zum Marlboro Festival, zu Chamber Music Northwest, zum Moab Music Festival und zum Heidelberger Frühling. Er ist Mitglied im JACK Quartet und bildet gemeinsam mit Stefan Jackiw und Conrad Tao ein Klaviertrio.

    August 2017

    Weitere Termine

    Michel van der Aa

    Der Komponist und Regisseur Michel van der Aa, «composer-in-residence» beim Luzerner Sommer-Festival 2017, wurde 1970 im niederländischen Oss (Nord-Brabant) geboren. Am Königlichen Konservatorium von Den Haag liess er sich zunächst zum Toningenieur ausbilden, anschliessend studierte er Komposition bei Diderik Wagenaar, Gilius van Bergeijk und Louis Andriessen. 2002 ging er an die New Yorker Filmakademie, wo er das Fach Regie belegte; ausserdem absolvierte er 2007 am Director’s Lab des Lincoln Center Theater einen Spezialkurs in Bühnenregie. Für Aufsehen sorgte van der Aa vor allem mit seinen Musiktheaterwerken: 2002 entstand die Kammeroper One, die Barbara Hannigan zur Uraufführung brachte, 2005/06 folgte After Life, 2008 das Pessoa-Projekt The Book of Disquiet. Seine jüngsten Bühnenproduktionen waren Sunken Garden (2011–13) auf ein Textbuch von David Mitchell und Blank Out (2015) nach Ingrid Jonker. Für die Cellistin Sol Gabetta schuf Michel van der Aa das intermediale Cellokonzert Up-Close (2010), für die Geigerin Janine Jansen ein Violinkonzert (2014). Eine enge Verbindung unterhält er zum Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdem, das ihn für sechs Jahre, von 2011 bis 2017, als «Hauskomponisten» verpflichtete. Van der Aas Werke werden von renommierten Ensembles wie der musikFabrik, dem Ensemble intercontemporain, dem Ensemble Modern, dem Freiburger Barockorchester, dem BBC Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra oder dem ASKO|Schoenberg Ensemble aufgeführt. Sie waren bei den Donaueschinger Musiktagen und der Biennale von Venedig, beim Festival d’Automne in Paris und beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu hören. Michel van der Aa wurde mit dem Gaudeamus-, dem Hindemith- und dem Kagel-Preis ausgezeichnet. 2013 wurde ihm der Grawemeyer Award, 2015 der Johannes Vermeer Award verliehen.

    Mai 2017

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