LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Baldur Brönnimann | Valentine Michaud

Meierhans | Vassena | Bianchi

So, 23.08. | 11.00 Uhr | Nr. 20642

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Life Is Live

14.08.-23.08. 2020

 

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    LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Baldur Brönnimann | Valentine Michaud

    Barblina Meierhans (*1981)
    Auf Distanz für Bassflöte und kleines Ensemble
    Uraufführung
    Nadir Vassena (*1970)
    materia oscura für Saxophon und Ensemble
    Oscar Bianchi (*1975)
    Contingency für Ensemble

    Die vergangenen Monate haben gezeigt: Unser Leben ist nicht lückenlos planbar, sondern wird von Unvorhergesehenem und Zufälligem bestimmt. Was möglich ist, kann auch passieren. Soziologen und Philosophen sprechen in diesem Zusammenhang gerne von Kontingenz. Oscar Bianchi hat solche Unberechenbarkeit – oder, positiver formuliert, Offenheit – zum produktiven Prinzip erhoben: Plötzliche Störungen, unerwartete Volten und nicht genau kontrollierbare Klänge prägen sein grosses Ensemblestück Contingency. Bianchi ist einer von drei Vertretern einer neuen Schweizer Komponistengeneration, die Sie in dieser Matinee kennenlernen können – vorgestellt von LUCERNE FESTIVAL ALUMNI aus der Schweiz und dem nahen Ausland. Barblina Meierhans greift in ihrer eigens für dieses Konzert entstandenen Partitur das Festivalmotto «Life Is Live» und die Erfahrung der sozialen Distanz auf: mit einer Raummusik, in der ein Solo-Bläser mit dem Rest des Ensembles interagiert. Und für Nadir Vassenas materia oscura stösst die Saxophonistin Valentine Michaud, die Gewinnerin des «Credit Suisse Young Artist Award» 2020, zum Ensemble.

    Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

    Wie finde ich Zugang zur Neuen Musik? Mit Baldur Brönnimann

    «Happy Hour» with Valentine Michaud, Kian Soltani, Susanne Stähr

    Gratis-Programmhefte und Audio-Einführungen

    Aus hygienischen Gründen verkaufen wir in diesem Sommer keine gedruckten Programmhefte im KKL Luzern. Dafür können Sie ab sofort alle Programmhefte für die Konzerte unseres «Life Is Live»-Festivals als PDF gratis hier herunterladen. Ausserdem bieten wir zu ausgewählten Veranstaltungen Audio Einführungen mit Festival-Dramaturgin Susanne Stähr an – natürlich mit vielen Musikbeispielen.

    Studenten und Schüler bei LUCERNE FESTIVAL
    Damit die Abstandsregeln des BAG eingehalten werden können, finden alle Veranstaltungen mit limitierter Platzanzahl statt. Schüler und Studierende erhalten nur im Vorverkauf für ausgewählte Konzerte ermässigte Konzertkarten für CHF 20.00. An der Abendkasse können dieses Jahr leider keine Karten bezogen werden.
    Angebote im Vorverkauf

     

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 haben mehr als 1.200 Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten aus über 60 Ländern das Ausbildungsangebot der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY durchlaufen. Darunter finden sich so renommierte Künstler wie das JACK und das Mivos Quartet oder die Dirigenten Pablo Heras-Casado und Kevin John Edusei, aber auch viele Musikerinnen und Musiker, die heute Mitglieder international arrivierter Orchester sind, im Bereich der Kammermusik und experimenteller Projekte auftreten oder an Hochschulen lehren. Ein Grossteil von ihnen bleibt den Festspielen eng verbunden: Als LUCERNE FESTIVAL ALUMNI kehren ausgewählte ehemalige Akademisten regelmässig nach Luzern zurück, bereichern das Programm mit Auftritten im Bereich der zeitgenössischen Musik, in der Reihe «40min» oder in «Young»-Produktionen, dem Festival-Angebot für junge Hörer, und stehen den aktuellen Academy-Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Unterstützt durch die Alumni-Plattform, bleiben sie zudem untereinander in Kontakt, um gemeinsam weltweit eigene Projekte zu realisieren. So ist ein einzigartiges internationales Netzwerk junger Musikerinnen und Musiker entstanden. Als erstes Projekt präsentierten die Alumni 2013/14 unter dem Motto «Music at Risk» in New York, London, Peking, Zürich und Luzern vier Uraufführungen. Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre zählte u. a. die dreiteilige Konzertreihe Ligeti Forward, mit der sie 2016 unter der Leitung von Alan Gilbert bei der «NY Phil Biennial» gastierten. 2017 tourten sie mit dem Schweizer Jazzsänger Andreas Schaerer und seiner Band Hildegard Lernt Fliegen durch Deutschland und die Schweiz (The Big Wig). Im März 2018 gastierten sie gemeinsam mit dem Ensemble intercontemporain und Messiaens Des canyons aux étoiles in Paris, Brüssel und Luxemburg sowie beim Luzerner Oster-Festival, im September 2019 dann mit Riccardo Chailly in der Hamburger Elbphilharmonie.

    Erster Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL am 3. September 2014 mit dem Projekt Music at Risk.

    August 2020

    Weitere Termine

    Baldur Brönnimann

    Baldur Brönnimann, geboren 1968, studierte an der Musik-Akademie seiner Geburtsstadt Basel sowie am Royal Northern College of Music in Manchester und hat sich weltweit als einer der führenden Dirigenten zeitgenössischer Musik etabliert. Er arbeitete mit Komponisten wie John Adams, Kaija Saariaho, Harrison Birtwistle, Unsuk Chin, Helmut Lachenmann, Magnus Lindberg und Georg Friedrich Haas zusammen und wurde zu Festivals wie den BBC Proms, Wien Modern, den Darmstädter Ferienkursen oder Mostly Mozart im New Yorker Lincoln Center eingeladen. Von 2008 bis 2012 leitete er das Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia, von 2011 bis 2015 das norwegische Ensemble BIT20. Seit 2015 ist er Chefdirigent des Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música, seit 2016 auch der Basel Sinfonietta. Regelmässig ist Brönnimann bei Neue-Musik-Ensembles wie dem Klangforum Wien oder dem Ensemble intercontemporain zu Gast, mit dem er 2016 bei den BBC Proms ein Konzert zu Ehren von Pierre Boulez gestaltete. Als Operndirigent war er u. a. mit Ligetis Le Grand Macabre an der Komischen Oper Berlin, der English National Opera und am Teatro Colón in Buenos Aires zu erleben, wo er auch Helmut Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern und Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten dirigierte. Beim Bergen International Festival und an der Norwegischen Oper leitete er Kaija Saariahos L’amour de loin, am Theater an der Wien Fausto Romitellis Index of Metals. Wichtig ist Brönnimann die innovative Vermittlung von Musik, nicht zuletzt durch ungewöhnliche Programme, mit denen er die traditionellen Grenzen der klassischen Musik hinterfragt. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeit zählten seine Rückkehr zum hr-Sinfonieorchester Frankfurt und zum Radio-Symphonieorchester Wien, mit dem er im Musikverein Dieter Schnebels Sinfonie X zur Aufführung brachte, sowie sein Debut beim Orquesta de la Comunidad de Madrid.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 20. August 2011 mit dem Ensembles HELIX und Werken von Georg Friedrich Haas.

    August 2020

    Valentine Michaud

    Die französische Saxophonistin Valentine Michaud, Gewinnerin des «Credit Suisse Young Artist Award» 2020, wurde 1993 in Paris geboren und wuchs in Nantes auf. Den ersten Unterricht auf ihrem Instrument erhielt sie im Alter von acht Jahren bei Slava Kazykin. Mit sechzehn nahm sie dann das Studium bei Pierre-Stéphane Meugé an der Musikhochschule in Lausanne auf, von 2015 bis 2018 studierte sie in der Meisterklasse von Lars Mlekusch an der Zürcher Hochschule der Künste. Ausserdem absolvierte Valentine Michaud ein Studium der Musikwissenschaften an der Pariser Sorbonne, das sie 2013 als Bachelor abschloss; 2015 folgte das Master’s Degree im Fach Musikpädagogik. Valentine Michaud hat zahlreiche Wettbewerbe gewonnen, darunter 2016 die renommierte «Andrejs Jurjāns International Woodwind Competition» in Riga und 2017 den «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes», der ihr auch ein Debutkonzert bei LUCERNE FESTIVAL einbrachte. Im Duo «Akmi» mit der litauischen Pianistin Akvilė Šileikaitė wurde sie ebenfalls mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2019 mit dem «Swiss Ambassador’s Award». Valentine Michaud interessiert sich besonders für spartenübergreifende Projekte: Gemeinsam mit einem Maler, zwei Tänzern, einem Performer und weiteren Saxophonisten kreierte sie die Trilogie Waiting for Amon, für die ihr 2018 das Nico-Kaufmann-Stipendium der Stadt Zürich verliehen wurde. Konzerte mit einem Repertoire vom Barock bis zur Moderne führten sie in die Londoner Wigmore Hall, ins Wiener Konzerthaus, in die Zürcher Tonhalle und die Genfer Victoria Hall sowie nach New York, Moskau und St. Petersburg. Sie konzertierte mit dem Mariinsky Orchestra unter Valery Gergiev und dem Orchestre des Continents unter Thierry Fischer. Besonderen Wert legt Michaud auf die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, denn sie möchte das Repertoire für ihr Instrument stetig bereichern.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 17. August 2017 im Rahmen der «Debut»-Reihe mit Werken von Denissow, Hindemith, Schulhoff und Albright.

    August 2020

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