Late Night 3

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY und der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Gregor Mayrhofer | Solisten

Neuwirth

Fr, 26.08.22.00 UhrNo. 16410

Neubad

Vergangenes Konzert


Sommer-Festival

12.08.-11.09. 2016

 

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    26.

    Aug

    Freitag
    22.00

    Neubad

    Late Night 3

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY und der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Gregor Mayrhofer | Solisten

    Andrew Watts  Countertenor
    Peter Plessas  Klangregie
    Daan Hazendonk  Video
    Olga Neuwirth (*1968)
    Kloing! für selbstspielendes, verstimmtes Bösendorfer-CEUS-Klavier, Live-Pianisten, Video, Audio-Samples und Erdbebendaten
    Hommage à Klaus Nomi. Fassung für Kammerorchester

    Er verband New Wave und Barockmusik, überspielte locker die Geschlechtergrenzen und sorgte mit seinen exzentrischen Kostümen und schrillen Bühnenshows für Begeisterung und Provokation gleichermassen: Der androgyne deutsche Countertenor Klaus Nomi, der 1983 viel zu früh an Aids verstarb, stieg in der New Yorker Undergroundszene der 1970er Jahre rasch zum Star auf und geniesst bis heute Kultstatus. «Composer-in-residence» Olga Neuwirth hat ihrem Jugendidol ein klingendes Denkmal gesetzt und neun seiner Songs – viele von ihnen selbst schon Cover-Versionen etwa von Werken Henry Purcells – neu bearbeitet. In Kloing! wiederum dekonstruiert sie das heroische Bild des omnipotenten Virtuosen, muss der Pianist doch nicht nur gegen Welte-Mignon-Aufnahmen berühmter Vorgänger und eine durchgeknallte «Lisztiade» der Zeichentrickfiguren Tom und Jerry anspielen, sondern auch gegen sein eigenes Instrument. Das nämlich wird von einem Computer «ferngesteuert» und veranstaltet ein wahres Tastengewitter – ein tragikomischer High Noon zwischen Mensch und Maschine.

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    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    Seit 2003 gibt es die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, die Pierre Boulez gemeinsam mit Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen hat: ein Ausbildungscampus, der exklusiv der Neuen Musik gewidmet ist. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Als Dozenten unterrichten die Mitglieder des Pariser Ensemble intercontemporain, das ganz auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Neben dem LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra, in dem sich alle Studierenden vereinigen, finden sich auch verschiedene Ensembles zusammen – wie in dieser Late Night mit der Hyperstring Trilogy von «composer-in-residence» Tod Machover. Geleitet wird die Aufführung von dem britischen Dirigenten Clement Power, der 1980 in London geboren wurde, am Gonville and Caius College in Cambridge studierte und schliesslich die Dirigentenklasse am Londoner Royal College of Music absolvierte. Er begann seine Laufbahn als «Assistant Conductor» beim Pariser Ensemble intercontemporain, wo er mit Pierre Boulez, Susanna Mälkki und Peter Eötvös zusammenarbeitete. Mittlerweile hat er auch das Philharmonia Orchestra und das London Philharmonic, das Klangforum Wien und das Ensemble Musikfabrik geleitet. 2012 gab er mit de Fallas Meister Pedros Puppenspiel seinen Einstand bei LUCERNE FESTIVAL und leitete überdies, als Einspringer für den erkrankten Boulez, das LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra bei einem Konzert in der Pariser Salle Pleyel. Ben Bloomberg ist seit 2007 als Sounddesigner am MIT Media Lab in Boston tätig und entwickelt gemeinsam mit Tod Machover neue Spielarten der Live-Elektronik.

    August 2015

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    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 haben mehr als 1.000 Instrumentalisten, Dirigenten und Komponisten aus aller Welt das Ausbildungsangebot der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY durchlaufen. Unter den Absolventen finden sich mittlerweile renommierte Künstler, etwa das JACK Quartet oder die Dirigenten Pablo Heras-Casado und Kevin John Edusei, aber auch viele Musikerinnen und Musiker, die heute Mitglieder international arrivierter Orchester sind, im Bereich der Kammermusik und experimenteller Projekte auftreten oder an Hochschulen lehren. Ein Grossteil von ihnen bleibt den Festspielen eng verbunden: Als LUCERNE FESTIVAL ALUMNI kehren ausgewählte ehemalige Akademisten regelmässig nach Luzern zurück. Sie bereichern das Programm mit Auftritten im Bereich der zeitgenössischen Musik, in der Reihe «40min» oder in Produktionen von LUCERNE FESTIVAL YOUNG und stehen darüber hinaus den aktuellen Academy-Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Unterstützt durch die Alumni-Plattform, bleiben sie zudem untereinander in Kontakt, um gemeinsam weltweit eigene Projekte zu realisieren. So ist ein einzigartiges internationales Netzwerk junger Musikerinnen und Musiker entstanden. Als erstes Projekt präsentierten die Alumni 2013/14 unter dem Motto «Music at Risk» in New York, London, Peking, Zürich und Luzern vier Uraufführungen. Im vergangenen Sommer folgte in Luzern ein weiterer «Uraufführungsmarathon», und bereits im Juni 2016 gastierte ein Alumni-Ensemble bei der «NY Phil Biennial» und gestaltete im New Yorker Metropolitan Museum of Art unter der Leitung von Alan Gilbert die dreiteilige Konzertreihe «Ligeti Forward». In diesem Jahr sind die LUCERNE FESTIVAL ALUMNI u. a. mit dem Schweizer Jazzsänger Andreas Schaerer und seinem Projekt «The Big Wig» auf Tournee.

    Mai 2017

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    Gregor A. Mayrhofer

    Gregor A. Mayrhofer, Jahrgang 1987, studierte Komposition, Dirigieren und Gehörbildung in seiner Heimatstadt München (bei Jan Müller-Wieland), in Paris (bei Frédéric Durieux) sowie in Düsseldorf (bei Manfred Trojahn und Rüdiger Bohn) und schloss seine Dirigentenausbildung bei Alan Gilbert an der New Yorker Juilliard School ab. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er ausserdem von Bernard Haitink, Fabio Luisi, Peter Eötvös und James Ross. Seit 2015 ist Gregor A. Mayrhofer Assistenzdirigent beim Ensemble intercontemporain, mit dem er im Mai 2016 (als kurzfristiger Einspringer für Pablo Heras-Casado) in der Pariser Philharmonie debutierte und im vergangenen Januar in der Kölner Philharmonie auftrat. Konzerte als Dirigent, Pianist und Komponist führten ihn durch ganz Europa, in die USA, nach Russland und zur Opera Mauritius, wo er 2013 Purcells Dido and Aeneas und 2015 Offenbachs Orphée aux enfers dirigierte. Gregor A. Mayrhofer hat mit Klangkörpern wie dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, den Münchner Symphonikern, der Internationalen Ensemble Modern Akademie, dem Cape Philharmonic Orchestra oder dem St. Petersburg Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Kompositionsaufträge erhielt er u. a. von der Bayerischen Staatsoper München und der Staatsoper Hannover, dem Bayerischen Rundfunk, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem Ensemble intercontemporain und dem Scharoun Ensemble. 2013 gründete er das Studienstiftungsorchester NRW. Gregor A. Mayrhofer wurde mit dem «Tassilo-Kulturpreis» der Süddeutschen Zeitung, dem Charles Schiff Conducting Award und dem Bruno Walter Memorial Scholarship ausgezeichnet und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und von «Yehudi Menuhin Live Music Now».

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 26. August 2016, wo er mit Musikern der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY und der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI eine Late Night mit Werken von Olga Neuwirth gestaltete.

    August 2017

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    Andrew Watts

    Der Countertenor Andrew Watts studierte an der Londoner Royal Academy of Music. Danach wurde er von Bühnen wie dem ROH Covent Garden, der English National Opera, der Berliner und der Bayerischen Staatsoper, dem Theater an der Wien und der Mailänder Scala eingeladen. Er interpretiert ein Repertoire, das vom Barock bis zu Uraufführungen von Olga Neuwirth (Bählamms Fest, Lost Highway), Harrison Birtwistle (The Last Supper, The Minotaur) oder Unsuk Chin (Alice in Wonderland) reicht. Im Konzertbereich hat Watts u. a. mit dem Los Angeles Philharmonic und dem Cleveland Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und dem Klangforum Wien zusammengearbeitet.

    August 2016

    Marino Formenti

     Der 1965 geborene italienische Pianist Marino Formenti konzipiert regelmässig Projekte, mit denen er die traditionelle Konzertform erweitert. In Nowhere lebte und spielte er mehrere Wochen in einem öffentlich zugänglichen Raum. Im Filmprojekt Schubert und Ich erarbeitete er Schubert-Lieder mit musikalischen Laien. Er trat bei den Festspielen in Salzburg, Edinburgh und Schleswig-Holstein auf, konzertierte in Europa, den USA und Japan und arbeitete mit dem Cleveland Orchestra und den Philharmonikern in New York, Los Angeles und München sowie mit Dirigenten wie Gustavo Dudamel, Kent Nagano, Esa-Pekka Salonen oder Franz Welser-Möst zusammen. 2009 erhielt er den Belmont-Preis.

    August 2016
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