Moderne 2

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Sir George Benjamin

Benjamin | Rihm

So, 25.08.15.00 UhrNr. 19722

KKL Luzern, Luzerner Saal

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Preise (CHF)

CHF 50


Rollstuhlplätze reservieren Sie bitte unter t +41 (0) 41 226 44 80 (10.00-17.00 Uhr)

Sommer-Festival

16.08.-15.09. 2019

 

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    George Benjamin (*1960)
    At First Light für Kammerorchester
    Wolfgang Rihm (*1952)
    Jagden und Formen für Orchester
    Zustand 2008

    Am besten besuchen Sie vor oder nach dem Konzert die Turner-Ausstellung Das Meer und die Alpen im Kunstmuseum Luzern. Denn Sir George  Benjamin liess sich für sein Ensemblestück At First Light, das ihm 1982 den internationalen Durchbruch bescherte, von William Turner inspirieren: In dessen Gemälde Norham Castle, Sunrise scheinen die «Gegenstände im intensiven Sonnenlicht zu schmelzen», erläutert Benjamin. Was ihn zu einer Musik geführt habe, in der sich klar umrissene musikalische Gestalten immer wieder in ein «nebulöses Klangkontinuum» auflösen. Benjamin wird direkt im Konzert in seine faszinierende Klangwelt einführen und über die Wechselwirkung zwischen den Künsten sprechen. Nach der Pause widmen sich die jungen Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY dann einem Hauptwerk ihres Künstlerischen Leiters Wolf- gang Rihm. Jagden und Formen, ein über Jahre gewachsenes «work-in-progress», beginnt als Balztanz zweier Geigen und steigert sich zu einer atemlosen Musik von unwiderstehlicher Sogwirkung: virtuos, rauschhaft und überbordend vor Einfällen.

    Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Melinda Esterházy de Galantha Zürich

    Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

    Seit 2003 gibt es die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, die Pierre Boulez gemeinsam mit Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen hat: ein Ausbildungscampus, der exklusiv der Neuen Musik gewidmet ist. Sommer für Sommer erhalten seither rund 130 junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische Partituren und Klassiker der Moderne in täglichen Proben, Workshops und Lektionen eingehend zu studieren und sie anschliessend zur Aufführung zu bringen. Als Dozenten unterrichten die Mitglieder des Pariser Ensemble intercontemporain, das ganz auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Neben dem LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra, in dem sich alle Studierenden vereinigen, finden sich auch verschiedene Ensembles zusammen – wie in dieser Late Night mit der Hyperstring Trilogy von «composer-in-residence» Tod Machover. Geleitet wird die Aufführung von dem britischen Dirigenten Clement Power, der 1980 in London geboren wurde, am Gonville and Caius College in Cambridge studierte und schliesslich die Dirigentenklasse am Londoner Royal College of Music absolvierte. Er begann seine Laufbahn als «Assistant Conductor» beim Pariser Ensemble intercontemporain, wo er mit Pierre Boulez, Susanna Mälkki und Peter Eötvös zusammenarbeitete. Mittlerweile hat er auch das Philharmonia Orchestra und das London Philharmonic, das Klangforum Wien und das Ensemble Musikfabrik geleitet. 2012 gab er mit de Fallas Meister Pedros Puppenspiel seinen Einstand bei LUCERNE FESTIVAL und leitete überdies, als Einspringer für den erkrankten Boulez, das LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra bei einem Konzert in der Pariser Salle Pleyel. Ben Bloomberg ist seit 2007 als Sounddesigner am MIT Media Lab in Boston tätig und entwickelt gemeinsam mit Tod Machover neue Spielarten der Live-Elektronik.

    August 2015

    Weitere Termine

    Sir George Benjamin

    Sir George Benjamin, geboren 1960 in London, begann bereits als Siebenjähriger zu komponieren. 1974 nahm er in seiner Heimatstadt das reguläre Musikstudium auf, wechselte zwei Jahre später zu Olivier Messiaen und Yvonne Loriod nach Paris und beschloss seine Ausbildung von 1978 bis 1982 bei Alexander Goehr am King’s College in Cambridge. Die Orchesterwerke Ringed by the Flat Horizon, das 1980 bei den BBC Proms herauskam, und At First Light (1982) markierten Benjamins Durchbruch zu internationaler Bekanntheit. Pierre Boulez und das London Symphony Orchestra eröffneten 2002 mit der Uraufführung von Palimpsests eine ihm gewidmete Portraitreihe am Londoner Barbican Centre. 2006 präsentierte Benjamin beim Pariser Festival d’Automne sein erstes Musiktheater Into the Little Hill. 2012 folgte in Aix-en-Provence, ebenfalls auf ein Libretto von Martin Crimp, Written on Skin, das seither an zwanzig weiteren Bühnen gegeben wurde; 2018 setzte sich die Zusammenarbeit mit Lessons in Love and Violence am Londoner Royal Opera House fort. Zyklische Aufführungen der Werke Benjamins, der 2008 als «composer-in-residence» bei LUCERNE FESTIVAL amtierte, fanden in den letzten Jahren u. a. in San Francisco, Aldeburgh, Ojai, Frankfurt a. M., Aix-en-Provence, Mailand, Turin, London, Toronto, New York, Dortmund und Amsterdam statt. 2018/19 ist er Residenzkünstler bei den Berliner Philharmonikern und in der Hamburger Elbphilharmonie. Auch als Dirigent ist Sir George Benjamin erfolgreich und leitete u. a. die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Mahler Chamber Orchestra, die London Sinfonietta und das Ensemble Modern. Er lehrt als Professor für Komposition am Londoner King’s College. Benjamin ist «Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres» und wurde 2017 von Queen Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben.

    Als Dirigent präsentierte sich George Benjamin erstmals im Sommer 2008 bei LUCERNE FESTIVAL – bei einem Konzert mit dem Ensemble Intercontemporain und bei Aufführungen seiner Oper Into the Little Hill.

    November 2018

    Weitere Termine

    Einführung mit Sir George Benjamin und Wolfgang Rihm im Konzert (in Deutsch und Englisch)